Harburg, Bürgermeister, Wahl

Wolfgang Kilian tritt 2020 nicht erneut an

HARBURG (MS/DRA). Ein weiterer Bürgermeister verzichtete auf eine erneute Kandidatur. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der CSU Harburg kündigte Wolfgang Kilian an, bei der kommenden Kommunalwahl im Jahr 2020 nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

„Nach intensiver und reiflicher Überlegung – gemeinsam mit meiner Ehefrau und meiner Familie – habe ich die Entscheidung getroffen, mich nach 18 Jahren nicht mehr um das Amt des Bürgermeisters der Stadt Harburg zu bewerben“, so Wolfgang Kilian am vergangenen Mittwochabend.

„Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, da ich mein Amt gerne und intensiv ausgefüllt habe. Als Bürgermeister ist man quasi sieben Tage die Woche im Dienst. Die Verantwortung bringt auch eine Bürde und schwierige Entscheidungen mit sich. Ich habe mich intensiv mit politischen Weggefährten beraten, ob meine gesundheitlichen Beeinträchtigungen eine vierte Amtszeit zulassen“, erklärte Kilian weiter. „Nach Abwägung bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich wohl nicht mehr die Energie aufbringen kann, die dieses Amt erfordert und die auch der Verantwortung des Amts entspricht.“ Ebenfalls betonte der amtierende Bürgermeister sein leidenschaftliches Engagement für seine Heimatstadt.

Nachdem Bürgermeister Kilian am Mittwochabend die Kollegen des Stadtrats informierte, stand am Donnerstag eine Personalversammlung im Rathaus an, bei welcher er seine Mitarbeiter informierte. „Auf den neuen Bürgermeister warten viele Zukunftsaufgaben, die in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht wurden. Gerade die Struktur der Stadt Harburg mit vielen Stadtteilen erfordert besonderes Fingerspitzengefühl“, ist sich Kilian sicher.
„Vermissen werde ich den engen Kontakt mit vielen Bürgern. Bei Problemen oder sozialen Sorgen helfen zu können, ist der schönste Teil des Bürgermeisteramtes. Ich möchte betonen, dass mir der Schritt aufzuhören nicht leicht gefallen ist, ich aber der vollen Überzeugung bin, dass Harburg unter neuer Führung in eine gute Zukunft gehen wird,“ schloss Wolfgang Kilian seine Rede.

Wen schickt die CSU ins Rennen?

Nach einem langanhaltenden Applaus der Versammlung, trat Wolfgang Stolz als Ortsvorsitzender ans Podium. „Natürlich ist es für uns keine schöne Nachricht, dass unser Bürgermeister nicht mehr antritt“, so der Ortsvorsitzende.

Er kündigte an, dass die CSU natürlich einen Kandidaten für das höchste Amt der Stadt präsentieren wird: „Es gibt bereits einige Interessenten im Ortsverband, die sich das Amt vorstellen könnten. Wie wir von Wolfgang Kilian gehört haben, bedeutet das Amt des Bürgermeisters viele Entbehrungen. Deshalb müssen auch Gespräche mit den Familien geführt werden“, erklärte Wolfgang Stolz. „Sie können sich aber sicher sein, dass wir spätestens im Sommer einen guten und fähigen Kandidaten präsentieren werden,“ legt sich der Ortsvorsitzende fest.

Andere Parteien in Harburg haben sich bis dato noch nicht dazu geäußert, ob und wen sie in das Rennen um den begehrten Posten im Harburger Rathaus schicken werden.

 

Von unsrem RedaktionspartnerDonau-Ries-Aktuell

 

 

 

 

 

Bildunterschrift:    Wolfgang Kilian (rechts) verzichtet bei der Kommunalwahl im Jahr 2020 auf eine erneute Kandidatur. Ortsvorsitzender der CSU, Wolfgang Stolz, bedankte sich bei Kilian.      FOTO:    Matthias Stark

 

 

 

  • Wochenzeitung - Werbung - Hier könnte Ihre Werbung stehen

Ähnliche Beiträge

Aktueller Baustellenplan der Stadt Aalen für den Monat Juli
Stumpfes skrupellose Hausmusik am Mittwoch auf dem Rathausdach
Aktueller Baustellenplan für Aalen – Juni 2020