Zeit ist Gehirn – Beim Schlaganfall schnell reagieren!

180 bei der AOK versicherte Menschen erlitten 2017 im Landkreis Heidenheim einen Schlaganfall.

Vor allem Menschen ab 75 Jahre sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Darauf weist die AOK Ostwürttemberg aus Anlass des bundesweiten Tages gegen den Schlaganfall am 10. Mai hin.

Heidenheim (pm).  Das Schlaganfallrisiko steigt mit dem Alter an. Im Landkreis Heidenheim haben die Menschen zwischen 75 und 79 Jahren vier mal häufiger einen Schlaganfall als die 55- bis 59-Jährigen. Insgesamt hatten 180 bei der AOK versicherte Menschen im Landkreis 2017 einen Schlaganfall (2016 waren es 169 Menschen), in ganz Ostwürttemberg waren es 560.  Ein Schlaganfall ist ein plötzlich auftretender Ausfall von Gehirnfunktionen und bezeichnet die akute Schädigung von Hirnregionen aufgrund einer unterbrochenen Sauerstoffversorgung, so Dr. Jan Paulus, Arzt bei der AOK: „Diese Schädigung entsteht häufig durch einen Gefäßverschluss oder auch einer Hirnblutung.“
Ein Schlaganfall ist ein absoluter Notfall. Hier muss schnell gehandelt und der Betroffene per Rettungswagen in eine Schlaganfall-Spezialstation an einer Klinik gebracht werden. „Solche Stroke Units gibt es in unserer Region in Mutlangen, Aalen und Heidenheim“, weiß AOK-Geschäftsführer Josef Bühler. „Hier kann hochprofessionell geholfen werden.“
Zu den typischen Beschwerden zählen eine plötzliche Lähmung in einer Körperhälfte oder region, Gefühllosigkeit an Stellen des Körpers abhängig von der betroffenen Hirnregion, Sprach-, Hör- und Sehstörungen sowie heftiger Kopfschmerz, starker Schwindel und Bewusstlosigkeit.
Bei Frauen kündigt sich der Schlaganfall manchmal auf ungewöhnliche Weise an. Ein Schluckauf in Verbindung mit leichten Brustschmerzen kann ein Hinweis auf einen drohenden Hirninfarkt sein.
Auch wenn das Risiko eines Schlaganfalls mit dem Alter steigt: unbeeinflussbar ist es keineswegs. Die Faktoren, die das Entstehen eines Schlaganfalls begünstigen, sind weitgehend die gleichen wie die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Schon eine Gewichtsabnahme bei bestehendem Übergewicht, regelmäßige körperliche Aktivität, insbesondere Ausdauersport sowie wenig Alkohol und Salz können den Blutdruck nachhaltig senken und damit zu einer entsprechenden Verringerung des Schlaganfallrisikos führen“, rät Josef Bühler.

Foto: pm

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