150.000 Euro für Fassadensanierung des Neuen Schlosses in Pappenheim

von | 26. August 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Pleinfeld, Treuchtlingen, Weißenburg

Deut­sche Stif­tung Denk­mal­schutz über­reich­te För­der­be­scheid

Pap­pen­heim — Die stark beschä­dig­te Fas­sa­de des Neu­en Schlos­ses in Pap­pen­heim erhält finan­zi­el­le Unter­stüt­zung von der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz. Am ver­gan­ge­nen Frei­tag über­reich­te Alex­an­der Rut­hardt von der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz einen För­der­ver­trag in Höhe von 150.000 Euro. Die sym­bo­li­sche Über­ga­be an die Gra­fen­fa­mi­lie von und zu Egloff­stein fand an der bereits reno­vier­ten Nord­fas­sa­de statt.

Das Neue Schloss, das zwi­schen 1819 und 1822 nach den Ent­wür­fen des baye­ri­schen Hof­ar­chi­tek­ten erbaut wur­de, ist eines der Schmuck­stü­cke Pap­pen­heims. Bei dem Gebäu­de han­delt es sich um einen Drei­flü­gel­bau mit einer schlich­ten im klas­si­zis­ti­schen Stil gehal­te­nen Front­sei­te. Doch der Zahn der Zeit hat deut­li­che und unüber­seh­ba­re Spu­ren an der Fas­sa­de hin­ter­las­sen. Auch die Gesim­se, die der Fas­sa­de das schö­ne Erschei­nungs­bild ver­lei­hen, lösen sich förm­lich auf. Um das Denk­mal zu sichern, wur­de vor Jah­ren die Sanie­rung der Nord­fas­sa­de vor­ge­zo­gen, was der Gra­fen­fa­mi­lie Ärger ein­brach­te. „Die­se war durch die Feuch­tig­keit von der Alt­mühl am stärks­ten zer­stört“, begrün­de­te Graf Abrecht von und zu Egloff­stein die vor­ge­zo­ge­ne Maß­nah­me. Denn eigent­lich hät­te die vom Markt­platz zu sehen­de Süd­fas­sa­de zuerst reno­viert wer­den sol­len. Jetzt ist der West­flü­gel ein­ge­rüs­tet und die Arbei­ten sind in vol­lem Gan­ge. Nach der  West­sei­te soll der in der Sub­stanz stark bedroh­te Ost­flü­gel und die Ost­fas­sa­de und  zum Schluss die Süd­fas­sa­de Rich­tung Markt­platz saniert wer­den.

Die Gesim­se sind stark beschä­digt.                 Foto: Bri­git­te Dorr

„Die För­de­rung durch die Deut­sche Stif­tung Denk­mal­schutz ist ein wich­ti­ger Bau­stein zur Erhal­tung die­ses bedeu­ten­den Kul­tur­denk­mals in unse­rer Regi­on“, beton­te der Graf. „Wir sind sehr dank­bar für die­se Unter­stüt­zung.“ Die Deut­sche Stif­tung Denk­mal­schutz för­dert jedes Jahr bis zu 600 Restau­rie­rungs­pro­jek­te in ganz Deutsch­land, vor allem dank der akti­ven Mit­hil­fe und Spen­den von über 200 000 För­de­rern – mit jähr­lich rund 20 Mil­lio­nen Euro. Neben dem Neu­en Schloss wur­den in den ver­gan­ge­nen Jah­ren unter ande­rem auch das ehe­ma­li­ge Syn­di­kats- und Zins­meis­ter­haus sowie das Ver­wal­tungs­ge­bäu­de des Gemein­de­zen­trums in Pap­pen­heim mit För­der­gel­dern der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz bedacht. „Die Stif­tung war schon sehr oft der letz­te Schluss­stein, dass Pro­jek­te ange­fan­gen wer­den konn­ten.“ Des­halb sei der Geld­be­trag als Aner­ken­nung für den Erhalt his­to­ri­scher Gebäu­de zu sehen, beton­te König.

Loben­de Wor­te gab es auch von Bezirks­tags­prä­si­dent Peter Dani­el Fors­ter und dem ehren­amt­li­chen Vor­sit­zen­den der Stif­tung, Alex­an­der König. Die Gra­fen­fa­mi­lie sei sich ihrer Ver­ant­wor­tung bewusst, das Denk­mal nicht nur für sich, son­dern auch für die All­ge­mein­heit zu erhal­ten. Dies sei kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, zeig­ten sie sich einig. Mit Sohn Johan­nes hat schon die nächs­te Gene­ra­ti­on Ver­ant­wor­tung über­nom­men. Das kul­tu­rel­le Erbe zu erhal­ten sei ein ste­ti­ger Pro­zess. Des­halb wer­de es ein wich­ti­ger Teil sei­ner Auf­ga­be sein, das zu erhal­ten, ver­sprach er.

Bild­un­ter­schrift: Sym­bo­li­sche Scheck­über­ga­be an Graf Albrecht von und zu Egloff­stein. (3. v. r.) und sei­nen Sohn Johan­nes (4. v. r.). Foto: Bri­git­te Dorr