6,82 Millionen Euro für Wasserver- und Abwasserentsorgung im Stimmkreis

von | 7. April 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Schnotz: 6,82 Mil­lio­nen Euro für Was­ser­ver- und Abwas­ser­ent­sor­gung

  • Aus­zah­lun­gen nach RZWas für Här­te­fall­vor­ha­ben der Was­ser­ver­sor­gung und Abwas­ser­ent­sor­gung
  • Inkraft­tre­ten der RZWas 2025 zum 1. April 2025

Der Frei­staat Bay­ern zahlt im April und im Som­mer 2025 wich­ti­ge För­der­gel­der für Was­ser­ver- und Abwas­ser­ent­sor­gungs­pro­jek­te von Kom­mu­nen im Stimm­kreis Ans­bach-Süd und Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen aus. „Ins­ge­samt flie­ßen 6.817.673,30 Euro in den nächs­ten Wochen und Mona­ten in unse­ren Stimm­kreis“, so der CSU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Hel­mut Schnotz.

Die För­de­rung was­ser­wirt­schaft­li­cher Pro­jek­te nach den Richt­li­ni­en für Zuwen­dun­gen zu was­ser­wirt­schaft­li­chen Vor­ha­ben (RZWas) ist die bedeu­tends­te För­der­richt­li­nie im Bereich des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums. Jähr­lich wer­den über 180 Mil­lio­nen Euro an Zuwen­dun­gen an die baye­ri­schen Kom­mu­nen für den nicht­staat­li­chen Was­ser­bau und für Här­te­fäl­le bei der Sanie­rung kom­mu­na­ler Anla­gen der Was­ser­ver­sor­gung und Abwas­ser­ent­sor­gung sowie für Pilot- und Son­der­pro­gram­me bewil­ligt.

In den zurück­lie­gen­den vier För­der­jah­ren wur­de so die Sanie­rung von über 1.000 Kilo­me­tern Was­ser­lei­tung und rund 600 Kilo­me­tern Abwas­ser­ka­nä­len geför­dert. Außer­dem wur­den die Kom­mu­nen beim erst­ma­li­gen Bau von rund 400 Kilo­me­tern Ver­bund­lei­tun­gen zur Sicher­stel­lung der Was­ser­ver­sor­gung in Tro­cken­jah­ren unter­stützt.

Im Ein­zel­nen erhält die Stadt Treucht­lin­gen für Was­ser­ver­sor­gungs­maß­nah­men 1.473.940,20 Euro und für Pro­jek­te in der Abwas­ser­ent­sor­gung 1.000.000 Euro.

Für Ihre Was­ser­ver­sor­gung wer­den die Stadt Din­kels­bühl mit 361.794 Euro und die Gemein­de Nenns­lin­gen mit 313.380 unter­stützt.

Im Abwas­ser­be­reich erhal­ten­der der Markt Bech­ho­fen 1.055.698 Euro, der Markt Hei­den­heim 755.055 Euro, die Gemein­de Burg­sa­lach 260.907,50 Euro, die Stadt Din­kels­bühl 619.825,18 Euro, Insin­gen 918.168,42 Euro, und der Markt Weil­tin­gen 58.905,00 Euro.

Mdl Hel­mut Schnotz: „Die För­der­mit­tel wer­den über die Was­ser­wirt­schafts­äm­ter im April und im Som­mer die­ses Jah­res aus­ge­zahlt. Der Frei­staat unter­stützt damit wich­ti­ge Pro­jek­te der Daseins­vor­sor­ge in unse­rer Regi­on, die unent­behr­lich sind, oft aber als selbst­ver­ständ­lich hin­ge­nom­men wer­den.“

Erfreut zeigt sich der CSU-Stimm­kreis­ab­ge­ord­ne­te, dass die neu­en Richt­li­ni­en „RZWas 2025“ zum 1. April in Kraft getre­ten sind. Sie gel­ten bis zum 31. Dezem­ber 2028. För­der­sys­te­ma­tik und För­der­ver­fah­ren wer­den grund­sätz­lich bei­be­hal­ten.

„Eine zen­tra­le Neue­rung ist aller­dings der neue För­der­ge­gen­stand für die inter­kom­mu­na­le Zusam­men­ar­beit bei der gemein­sa­men Betriebs­füh­rung. Damit soll die Zusam­men­ar­beit der Kom­mu­nen aus­ge­baut wer­den“, erklärt Schnotz.

Dane­ben wird die För­der­pau­scha­le für Ver­bund­lei­tun­gen und Ver­bund­ka­nä­le auf ein­heit­lich 200 Euro pro Meter ange­ho­ben bei einer gleich­zei­ti­gen Decke­lung auf maxi­mal 70 Pro­zent der Aus­füh­rungs­kos­ten. Das schafft einen Anreiz für Kom­mu­nen, Ver­bund­lei­tun­gen zu errich­ten und sich damit ins­be­son­de­re bei der Was­ser­ver­sor­gung mit ande­ren Kom­mu­nen zu ver­net­zen und so die Ver­sor­gungs­si­cher­heit vor Ort wei­ter zu ver­bes­sern.

Zusätz­lich wer­den die Här­te­fall­schwel­len im Raum mit beson­de­rem Hand­lungs­be­darf ver­än­dert. Die­se und wei­te­re Anpas­sun­gen in der RZWas sol­len hel­fen, die Aus­zah­lun­gen wei­ter zu beschleu­ni­gen. Dazu soll eben­falls bei­tra­gen, dass im Baye­ri­schen Finanz­aus­gleichs­ge­setz 2025 für die Här­te­fall­för­de­rung der Schwer­punkt zuguns­ten der Was­ser­ver­sor­gungs­an­la­gen ver­än­dert wird.

Schnotz: „Dadurch kön­nen in die­sem Bereich statt bis­her 66 Mil­lio­nen Euro im Jahr 2025 bis zu 99 Mil­lio­nen Euro an Zuwen­dun­gen bewil­ligt wer­den. Erst­ma­lig wer­den die­ses Jahr auch Gemein­den in der Aus­zah­lung vor­ge­zo­gen, wenn sie Sta­bi­li­sie­rungs­hil­fen nach Art. 1 1 Bay­FAG erhal­ten.“

Die Fort­füh­rung der RZWas-För­de­rung bie­tet den Kom­mu­nen in Bay­ern außer­dem attrak­ti­ve För­der­mög­lich­kei­ten und damit die Chan­ce, ihre Gewäs­ser kli­ma­re­si­li­ent zu gestal­ten. Hoch­was­ser­schutz, Stark­re­gen­vor­sor­ge oder die Umge­stal­tung von kom­mu­na­len Gewäs­sern zu kli­ma­an­ge­pass­ten und öko­lo­gisch wert­vol­len Lebens räu­men für Men­schen und die Arten­viel­falt stel­len die wich­tigs­ten Säu­len des För­der­pro­gramms im nicht­staat­li­chen Was­ser­bau dar.

„Mit der Fort­füh­rung der RZWas wer­den in den nächs­ten Jah­ren weit­rei­chen­de Ange­bo­te für die viel­fäl­ti­gen Pflicht­auf­ga­ben an Gewäs­sern in Zustän­dig­keit der baye­ri­schen Kom­mu­nen ange­bo­ten. Der Frei­staat bleibt damit im Bereich der Was­ser­ver- und Abwas­ser­ent­sor­gung auch in Zukunft ein ver­läss­li­cher Part­ner unse­rer Kom­mu­nen“, so Hel­mut Schnotz abschlie­ßend.

Bild­un­ter­schrift: MdL Hel­mut Schnotz; Foto: Alex Höhn