Aktion “Sicher zur Schule — Sicher nach Hause”

von | 10. September 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Polizeibericht

Wenn am Diens­tag wie­der die Schu­le beginnt, ver­las­sen die Kin­der häu­fig ihre ver­trau­te Wohn­um­ge­bung. Sie müs­sen im früh­mor­gend­li­chen Berufs­ver­kehr auf ihrem Weg zur Schu­le oder zur Schul­bus­hal­te­stel­le Stra­ßen über­que­ren. Vor allem Schul­an­fän­ger sind dabei oft­mals über­for­dert und daher beson­ders gefähr­det, weil sie uner­fah­ren sind und noch wenig Sicher­heits­be­wusst­sein haben. Aber auch Kin­der, die schon län­ger zur Schu­le gehen sind gefähr­det, da sie sich sicher füh­len und somit risi­ko­freu­di­ger wer­den.

Oft wer­den die­se Umstän­de von den Auto­fah­rern zu wenig berück­sich­tigt. Es ist fest­zu­stel­len, dass auf Stra­ßen im Bereich von Schu­len immer noch zu schnell gefah­ren, der Vor­rang der Fuß­gän­ger an Fuß­gän­ger­über­we­gen miss­ach­tet und ver­bots­wid­rig auf Geh- und Rad­we­gen geparkt wird.

Auch an Omni­bus­sen des Lini­en­ver­kehrs und an gekenn­zeich­ne­ten Schul­bus­sen, die an Hal­te­stel­len hal­ten und Warn­blink­licht ein­ge­schal­tet haben, darf nur mit Schritt­ge­schwin­dig­keit (auch im Begeg­nungs­ver­kehr) vor­bei­ge­fah­ren wer­den. Ein- oder aus­stei­gen­de Fahr­gäs­te dür­fen dabei nicht gefähr­det oder behin­dert wer­den.

Aber auch bei den Schü­lern wird immer wie­der fal­sches Ver­hal­ten regis­triert. Sie über­que­ren nicht rich­tig die Fahr­bahn, benüt­zen nicht den Fuß­gän­ger­über­weg, küm­mern sich nicht um das Fuß­gän­ger­rot­licht an den Ampeln und beim Rad­fah­ren ver­ges­sen sie schnell, was sie zur siche­ren Teil­nah­me am Stra­ßen­ver­kehr gelernt haben.

Geprägt ist die­ses Ver­hal­ten der Kin­der meist durch schlech­te Bei­spie­le der Erwach­se­nen, die schon auf der mor­gend­li­chen Fahrt mit dem Auto zur Schu­le begin­nen. Immer wie­der kann man sehen, wie Eltern ihre Kin­der unter 12 Jah­ren ohne geeig­ne­te Rück­hal­te­ein­rich­tun­gen zur Schu­le brin­gen. Kin­der beob­ach­ten die Eltern auch beim Fah­ren genau und ler­nen von ihnen.

Hal­ten Sie sich des­halb bit­te an die Vor­schrif­ten. Das nega­ti­ve Vor­bild­ver­hal­ten kann die gan­ze schu­li­sche Ver­kehrs­er­zie­hung zunich­te machen. Der Poli­zei liegt der siche­re Schul­weg sehr am Her­zen. Sie bemüht sich seit Jah­ren durch viel­fäl­ti­ge Maß­nah­men, die Sicher­heit der Kin­der auf dem Schul­weg zu ver­bes­sern. Dazu gehört neben der Ver­kehrs­auf­klä­rung auch die
Ver­kehrs­über­wa­chung mit Geschwin­dig­keits­kon­trol­len.

Die Poli­zei­in­spek­ti­on Gun­zen­hau­sen wird daher in der nächs­ten Zeit, auf­grund von lan­des­wei­ten Akti­ons­ta­gen wegen des Schul­be­ginns und der Ein­schu­lun von Erst­kläss­lern, ver­stärkt Ver­kehrs­über­wa­chungs­maß­nah­men betrei­ben. Dabei wer­den im Bereich von Schu­len, Kin­der­gär­ten und auf den Schul­we­gen gezielt Geschwin­dig­keits­ver­stö­ße, sowie das Nicht­be­ach­ten der Gurt­an­le­ge­und Kin­der­si­che­rungs­pflich­ten geahn­det.