Altmühlsee Festspiele 2026

von | 9. Januar 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Rücken­wind, Block­bus­ter und gro­ße Vor­freu­de in Muhr a. See

Muhr a. See (JF) – Rücken­wind aus dem Gemein­de­rat, Begeis­te­rung auf dem Podi­um und ein Pro­gramm, das Lust auf mehr macht: Bei der Pres­se­kon­fe­renz im Dezem­ber im AIZ stell­ten Ers­ter Bür­ger­meis­ter Ste­phan Hoyer, Inten­dant Harald Molo­cher sowie der Vor­stand des Freun­des­krei­ses e.V. mit Hei­ko Schrei­ner und Rena­te Peif­fer die Alt­mühl­see Fest­spie­le 2026 vor.

Bür­ger­meis­ter Ste­phan Hoyer eröff­ne­te die Pres­se­kon­fe­renz mit einem offe­nen Wort: Die Pro­gramm­vor­stel­lung habe sich in die­sem Jahr auf­grund der Neu­wah­len Anfang Novem­ber und der anschlie­ßen­den Gemein­de­rats­wahl etwas ver­zö­gert. Umso stär­ker sei nun das poli­ti­sche Signal: 13 von 14 Gemein­de­rats­stim­men spre­chen sich für die Fort­füh­rung der Fest­spie­le 2026 aus. Ein Rücken­wind, der deut­lich mache, wel­chen Stel­len­wert die Fest­spie­le inzwi­schen für Muhr haben.

Inten­dant Harald Molo­cher knüpf­te dar­an an und mach­te klar: Die Alt­mühl­see Fest­spie­le wer­den für das Muhrer Publi­kum gemacht – und mit ihm wei­ter­ent­wi­ckelt. Nicht Gegen­sät­ze wie „leicht“ oder „anspruchs­voll“ stün­den im Vor­der­grund, son­dern leben­di­ges Thea­ter, das berührt, unter­hält und im bes­ten Fall lan­ge nach­wirkt. Das Publi­kum in Muhr sei neu­gie­rig, offen und qua­li­täts­be­wusst – genau das habe die posi­ti­ve Ent­wick­lung der letz­ten Jah­re mög­lich gemacht. Den star­ken Rück­halt aus Gemein­de, Publi­kum und Poli­tik spü­re er bereits seit zwei Spiel­zei­ten sehr deut­lich.

Die­se Ent­wick­lung zei­ge sich auch in den Besu­cher­zah­len. Zum 20-jäh­ri­gen Jubi­lä­um 2024 sowie in der Sai­son 2025 konn­ten die Alt­mühl­see Fest­spie­le eine außer­ge­wöhn­lich hohe Aus­las­tung ver­zeich­nen. Erfolg­rei­che Pro­duk­tio­nen sorg­ten für vol­le Rän­ge und leben­di­ge Aben­de. Thea­ter, so Molo­cher, blei­be dabei immer ein Aben­teu­er: nicht alles sei plan­bar, gera­de dar­in lie­ge jedoch die beson­de­re Kraft des Live-Moments. Auch her­aus­for­dern­de Situa­tio­nen sei­en durch die Pro­fes­sio­na­li­tät der Schau­spie­ler zu inten­si­ven und über­ra­schen­den Thea­ter­er­leb­nis­sen gewor­den.

Ein zen­tra­ler Bau­stein die­ses Erfolgs sei der Freun­des­kreis der Alt­mühl­see Fest­spie­le. Mit gro­ßem Enga­ge­ment tra­ge er zu Atmo­sphä­re, Orga­ni­sa­ti­on und Bewir­tung bei. Auch die nahe­zu laut­lo­se Logis­tik im Hin­ter­grund, ins­be­son­de­re durch Mela­nie Pro­s­ke und Stef­fi Schmidt, wur­de aus­drück­lich gewür­digt. Die beson­de­re Mischung aus Pro­fes­sio­na­li­tät und per­sön­li­cher Nähe mache Muhr zu einem Ort, an den Künst­le­rin­nen und Künst­ler ger­ne zurück­keh­ren. Oder, wie es Molo­cher for­mu­lier­te: „An unse­re Qua­li­tät soll Din­kels­bühl oder Feucht­wan­gen erst ein­mal ran­kom­men.“

Für die Sai­son 2026 sind rund 20 Ver­an­stal­tun­gen geplant – mit einem kla­ren Herz­stück: „Ziem­lich bes­te Freun­de“. Die bekann­te Geschich­te kommt als Block­bus­ter der Spiel­zeit nach Muhr. In den Haupt­rol­len ste­hen Younes Tissin­te, bekannt aus der Fern­seh­se­rie Die Rosen­heim-Cops, sowie Harald Molo­cher selbst, Tina Münch ist als Betreue­rin zu sehen. Regie führt Klau­dia Schmidt. Die Pre­mie­re fin­det am 12. Juni 2026 statt. Auch wirt­schaft­lich setzt die Pro­duk­ti­on hohe Maß­stä­be: Die Tan­tie­men lie­gen auf einem Niveau, das den beson­de­ren Rang die­ses Stücks unter­streicht. Für Harald Molo­cher war jedoch klar, dass „Ziem­lich bes­te Freun­de“ genau die Art von Thea­ter ist, für die die Alt­mühl­see Fest­spie­le ste­hen – und des­halb unbe­dingt nach Muhr gehört.

Eben­falls im Pro­gramm ste­hen drei Epi­so­den des „Tat­ort­rei­ni­gers“ mit Mal­te Buhr in der Haupt­rol­le (Pre­mie­re: 18. Juni 2026). Ergänzt wird das Fest­spiel­pro­gramm durch das Leo­nard-Cohen-Tri­bu­te „Sin­ce­re­ly a Fri­end“ am 14. Juni 2026, ein Klas­sik-Abschluss­kon­zert sowie den tra­di­tio­nel­len Fest­spiel­ein­stieg mit Ver­nis­sa­ge und den Blacksmit­hs am 11. Juni 2026.

Inhalt­lich ver­spre­chen die Fest­spie­le 2026 eine gro­ße Band­brei­te: humor­voll und berüh­rend, leicht und tief­grün­dig, gesell­schaft­lich rele­vant – mit The­men wie Inklu­si­on und Aus­län­der­pro­ble­ma­tik, aber immer mit einem kla­ren Blick auf das Publi­kum vor Ort. Trotz des spä­ten Starts in die Pla­nung sei man so weit wie noch nie zuvor: Stü­cke und Beset­zun­gen ste­hen bereits fest.

Zum Abschluss blick­te Harald Molo­cher per­sön­lich zurück. Eigent­lich habe er 2024 auf­hö­ren wol­len – „immer dann, wenn es am schöns­ten ist“. Doch: „Die Fest­spie­le las­sen einen ein­fach nicht los – und so erfolg­reich wie die Muhrer schon gar nicht.“

Bild­un­ter­schrift: Die Ver­ant­wort­li­chen freu­en sich auf die neue Sai­son. Foto: Jes­si­ca Frank