Apotheken im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen berate

von | 19. Februar 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Mehr Sicher­heit bei der Medi­ka­men­ten­ein­nah­me durch phar­ma­zeu­ti­sche Dienst­leis­tun­gen in der wohn­ort­na­hen Apo­the­ke


Wei­ßen­burg — Vie­le Apo­the­ken im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen unter­stüt­zen Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten mit phar­ma­zeu­ti­schen Dienst­leis­tun­gen. Dabei geht es um mehr als die nor­ma­le Bera­tung: Apo­the­ke­rin­nen und Apo­the­ker prü­fen Wech­sel­wir­kun­gen, ergän­zen oder erstel­len Medi­ka­ti­ons­plä­ne und geben Tipps zur rich­ti­gen Medi­ka­men­ten­ein­nah­me.

„Tablet­ten, die nicht oder falsch ein­ge­nom­men wer­den, kön­nen kei­ne Wir­kung ent­fal­ten“, erklärt Apo­the­ke­rin Kat­rin Bin­kert, Pres­se­spre­che­rin der Apo­the­ker im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen und ergänzt: „Gera­de bei meh­re­ren Medi­ka­men­ten oder bei neu­en The­ra­pien ist die Bera­tung durch geschul­tes Apo­the­ken­per­so­nal beson­ders wich­tig.“ Zusätz­lich bie­ten vie­le Apo­the­ken prak­ti­sche Hil­fen an: Inha­la­ti­ons­tech­nik üben, Blut­druck­kon­trol­le, Nach­sor­ge nach Organ­trans­plan­ta­tio­nen oder inten­si­ve Bera­tung bei Krebs­the­ra­pien. Alle die­se Leis­tun­gen über­neh­men die Kran­ken­kas­sen – für Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten ent­ste­hen kei­ne Kos­ten.

Bera­tung bei Poly­me­di­ka­ti­on: Jeder Mensch, der dau­er­haft fünf oder mehr ver­ord­ne­te Arz­nei­mit­tel ein­nimmt, kann sich aus­führ­lich und umfas­send bera­ten las­sen. Apo­the­ke­rin­nen und Apo­the­ker prü­fen dabei alle Medi­ka­men­te – ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge, frei ver­käuf­li­che und Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel. Doku­men­tiert wird die­se Bera­tung in einem voll­stän­di­gen und aktu­el­len Medi­ka­ti­ons­plan für die Pati­en­ten.

Inha­la­ti­ons­tech­nik üben: Kin­der und Erwach­se­ne mit Atem­wegs­er­kran­kun­gen kön­nen in der Apo­the­ke die kor­rek­te Anwen­dung ihres Medi­ka­ments im Rah­men der phar­ma­zeu­ti­schen Dienst­leis­tung unter Anlei­tung prak­tisch üben. „Rich­tig inha­lie­ren ist schwie­ri­ger als vie­le den­ken. Vier von fünf Men­schen mit Asth­ma wen­den ihre Arz­nei­mit­tel zur Inha­la­ti­on, ohne es zu ahnen, nicht rich­tig an“, sagt Apo­the­ke­rin Bin­kert. „Nut­zen Sie des­halb die­ses kos­ten­lo­se Ange­bot und üben Sie die kor­rek­te Anwen­dung.“

Betreu­ung bei Blut­hoch­druck: Auch wer einen ärzt­lich dia­gnos­ti­zier­ten Blut­hoch­druck hat und Blut­druck­sen­ker nimmt, bekommt eine Betreu­ung durch phar­ma­zeu­ti­sches Per­so­nal. Apo­the­ke­rin Bin­kert: „Blut­hoch­druck wird oft unter­schätzt – ist aber alles ande­re als harm­los. Vie­le Apo­the­ken bie­ten Blut­hoch­druck­pa­ti­en­ten die Kon­trol­le der Blut­druck­wer­te an. Das dau­ert unge­fähr eine Vier­tel­stun­de.“

Ora­le Krebs­the­ra­pie: Die Ein­nah­me von Krebs­me­di­ka­men­ten erfolgt zuneh­mend zu Hau­se in Tablet­ten­form. „Die Bera­tung in der Apo­the­ke wird dadurch immer wich­ti­ger. Wir kön­nen hier­mit die Arz­nei­mit­tel­the­ra­pie­si­cher­heit deut­lich ver­bes­sern“, so Apo­the­ke­rin Bin­kert.

Betreu­ung nach Organ­trans­plan­ta­ti­on: Auch Men­schen, die nach einer Organ­trans­plan­ta­ti­on neue Arz­nei­mit­tel ein­neh­men, um die kör­per­ei­ge­ne Absto­ßungs­re­ak­ti­on zu hem­men (Immun­sup­pres­si­va), haben Anspruch auf Betreu­ung in der Apo­the­ke.

Apo­the­ke­rin Bin­kert: „Phar­ma­zeu­ti­sche Dienst­leis­tun­gen sind ein wich­ti­ger Schritt zu mehr Ver­sor­gungs­qua­li­tät, denn sie för­dern The­ra­pie­treue und hel­fen, uner­wünsch­te Wir­kun­gen zu ver­mei­den. Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten soll­ten sich bei ihrer Apo­the­ke vor Ort infor­mie­ren und gleich einen Ter­min ver­ein­ba­ren.“

Foto: Pix­a­bay