Arbeitslosigkeit höher als im Vorjahr — Arbeitsmarkt weiter aufnahmefähig

von | 3. März 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). „Die kon­junk­tu­rel­le Lage macht sich auf dem Arbeits­markt bemerk­bar. Anders als in den Jah­ren davor ist noch kei­ne Bele­bung des Arbeits­markts erkenn­bar. So fällt der Rück­gang der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen im Ver­gleich zum Vor­mo­nat gerin­ger aus als in den Vor­jah­ren. Gleich­zei­tig mel­de­ten die Arbeitgeber*innen mehr neue Stel­len als im Janu­ar, aller­dings weni­ger als vor einem Jahr“, erläu­tert Clau­dia Wol­fin­ger, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Ans­bach-Wei­ßen­burg.

„Trotz der anhal­tend schwie­ri­gen wirt­schaft­li­chen Lage, bleibt der Arbeits­markt auf­nah­me­fä­hig. Die Nach­fra­ge nach Arbeits­kräf­ten und beson­ders nach Fach­kräf­ten ist unge­bro­chen. Dem­entspre­chend bleibt die För­de­rung der Wei­ter­bil­dung von arbeits­los gemel­de­ten Men­schen genau­so wie von Beschäf­tig­ten ein Schwer­punkt unse­rer Arbeit. Dar­über hin­aus unter­stüt­zen wir Arbeitgeber*innen, die Geflüch­te­te mit Grund­kennt­nis­sen in Deutsch ein­stel­len und Qua­li­fi­zie­rung und Sprach­er­werb on the job ermög­li­chen“, erklärt Wol­fin­ger.

Mehr neu gemel­de­te Stel­len als im Vor­mo­nat

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­centern 1.000 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Im Vor­mo­nats­ver­gleich sind das 270 (37,0 Pro­zent) mehr und im Vor­jah­res­ver­gleich 252 (20,1 Pro­zent) weni­ger.

Der größ­te Anteil an neu gemel­de­ten Stel­len kam mit 177 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Danach folgt die Arbeit­neh­mer­über­las­sung mit 163, im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen wur­den 139 und im Groß- und Ein­zel­han­del 109 Stel­len neu gemel­det. Die öffent­li­che Ver­wal­tung mel­de­te 76, das Bau­ge­wer­be 62 und das Gast­ge­wer­be 38 neue Stel­len.

Nahe­zu genau­so vie­le arbeits­los gemel­det bei Agen­tur für Arbeit wie im Vor­mo­nat, weni­ger bei Job­cen­tern

Von den ins­ge­samt 8.575 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 4.819 und damit 56,2 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut, nahe­zu genau­so vie­le wie im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Per­so­nen, die bei der Agen­tur für Arbeit arbeits­los gemel­det sind um 495 bezie­hungs­wei­se 11,4 Pro­zent gestie­gen.

Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.756 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 71 weni­ger als im Vor­mo­nat. Zum Vor­jahr errech­net sich eine Zunah­me um 152 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 4,2 Pro­zent.

Stadt und Land­krei­se

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 4,1 Pro­zent (Vor­mo­nat: 4,3 Pro­zent, Vor­jahr: 4,0 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um ‑124 gesun­ken und liegt bei 2.209, was einem Plus von 77 Per­so­nen im Ver­gleich zum Vor­jahr ent­spricht.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Febru­ar 155 neue Stel­len, das sind 16 mehr als vor einem Monat und 64 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.158 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑18; Vor­jahr: ‑96).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.143 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 63 Per­so­nen weni­ger. Beim Job­cen­ter sind mit 1.066 Per­so­nen 61 weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 87 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters blieb sie nahe­zu unver­än­dert.

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 5,0 Pro­zent (Vor­mo­nat: 5,0 Pro­zent und Febru­ar 2023: 4,8 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat nahe­zu unver­än­dert und liegt jetzt bei 1.197 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 66 zu.

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Febru­ar 166 neue Stel­len, das sind 33 mehr als vor einem Monat und 36 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind aus dem Stadt­ge­biet Ans­bach 784 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑5; Vor­jahr: +65).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 505 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind nahe­zu genau­so vie­le wie vor einem Monat. Beim Job­cen­ter sind 692 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit sie­ben mehr als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 43 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 23 Per­so­nen.

 Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 3,0 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,0 Pro­zent und Febru­ar 2023: 2,8 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen nahm im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 53 zu und liegt jetzt bei 3.289. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 312 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im Febru­ar mit 357 neu­en Stel­len 79 mehr als vor einem Monat und 120 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 2.194 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑52; Vor­jahr: ‑52).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind mit 2.036 Per­so­nen nahe­zu genau­so vie­le arbeits­los gemel­det wie im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind mit 1.253 Men­schen 36 mehr arbeits­los gemel­det als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 240 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 72 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,6 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,6 Pro­zent, Vor­jahr: 2,3 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist mit 1.880 im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 21 gesun­ken. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist sie um 192 gestie­gen.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Febru­ar 322 neue Stel­len, das sind 142 mehr als vor einem Monat und 32 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.638 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +15; Vor­jahr: ‑355).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.135 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 32 Per­so­nen mehr. Beim Job­cen­ter sind 745 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, 53 weni­ger als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr hat die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 125 Per­so­nen und im Bereich des Job­cen­ters um 67 Per­so­nen zuge­nom­men.

Foto: Bri­git­te Dorr