Arbeitslosigkeit nimmt leicht zu — Dennoch gute Aussichten für Arbeitsmarkt

von | 2. März 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). „Anders als in den Jah­ren zuvor ist die Gesamt­zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen im Ver­gleich zum Vor­mo­nat gering­fü­gig gestie­gen. Die­ser Auf­wuchs geht in ers­ter Linie
auf die Zunah­me der Per­so­nen im Rechts­kreis des SGB II zurück, die vom Job­cen­ter betreut wer­den. Dem­ge­gen­über ist die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen im SGB III, die von der Agen­tur für Arbeit betreut wer­den im Ver­gleich zum Vor­mo­nat gesun­ken. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist sie sogar um 5,2 Pro­zent zurück­ge­gan­gen. Zusam­men mit der Zunah­me neu gemel­de­ter Arbeits­stel­len, dem hohen Bestand frei­er Stel­len und den im Ver­gleich zum Vor­jahr wei­ter rück­läu­fi­gen Anzei­gen von Kurz­ar­beit ist also von einer wei­ter posi­ti­ven Ent­wick­lung des Arbeits­mark­tes aus­zu­ge­hen“, erläu­tert Clau­dia Wol­fin­ger, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Ans­bach-Wei­ßen­burg.

Bei Agen­tur für Arbeit weni­ger Arbeits­lo­se als im Vor­jahr – bei Job­cen­ter deut­lich mehr Arbeits­lo­se als im Vor­jahr Von den ins­ge­samt 7.928 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 4.324 und damit 54,5 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut. Im Ver­gleich zum Vor­mo­nat sind das 89 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 2,0 Pro­zent weni­ger. Zieht man den Ver­gleich zum Febru­ar
2022 liegt ein Minus von 238 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 5,2 Pro­zent vor. Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.604 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 162 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 4,7 Pro­zent mehr als im Vor­mo­nat. Zum Vor­jah­res­mo­nat errech­net sich auf­grund der Zuwan­de­rung ukrai­ni­scher Geflüch­te­ter ein Zuwachs um 942 Men­schen bezie­hungs­wei­se 35,4 Pro­zent.

Wei­ter­hin vie­le offe­ne Stel­len im Bestand
Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­tern 1.252 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Im Vor­mo­nats­ver­gleich sind das 375 mehr. Der Ver­gleich mit Febru­ar 2022 ergibt 122 Stel­len weni­ger. Der Bestand an offe­nen Stel­len ist mit 6.212 zwar leicht nied­ri­ger als im Febru­ar 2022 (-51 ≙ 0,8 Pro­zent). Jedoch ist er wei­ter­hin deut­lich höher als jeweils im Febru­ar der Jah­re 2020 (4.843) und 2019 (4.971), vor der Coro­na­kri­se.

Der größ­te Anteil an frei­en Stel­len kommt mit 1.226 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Danach folgt die Arbeit­neh­mer­über­las­sung mit 1.064 offe­nen Arbeits­stel­len. Im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen sind 725 und im Bau­ge­wer­be sind 614 Stel­len zu beset­zen. Der Groß- und Ein­zel­han­del mel­det 604 freie Arbeits­plät­ze und das Gast­ge­wer­be 311. Das größ­te Plus gegen­über dem Febru­ar 2022 gibt es im Groß- und Ein­zel­han­del mit 18,2 Pro­zent mehr frei­en Arbeits­stel­len.

Stadt und Land­krei­se

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 4,0 Pro­zent (Vor­mo­nat: 4,0 Pro­zent, Vor­jahr: 3,5 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen bleibt im Ver­gleich zum Janu­ar nahe­zu unver­än­dert bei 2.132. Ver­gli­chen mit dem Vor­jah­res­mo­nat nahm sie um 279 zu.

Die Arbeitgeber*innen im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Febru­ar 219 neue Stel­len. Das sind 53 mehr als vor einem Monat und 25 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.254 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑11; Vor­jahr: +118).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.056 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 50 Men­schen bezie­hungs­wei­se 4,5 Pro­zent weni­ger. Beim Job­cen­ter sind 1.076 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, was einem Plus von 39 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 3,8 Pro­zent zum Vor­mo­nat ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jahr sank die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 74, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 353 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach
Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 4,8 Pro­zent (Vor­mo­nat: 4,5 Pro­zent und Febru­ar 2022: 4,0 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen nahm im
Ver­gleich zum Janu­ar um 59 zu und liegt jetzt bei 1.131 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 175 zu.

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Febru­ar 202 neue Stel­len, das sind 71 mehr als vor einem Monat und 13 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind im Stadt­ge­biet Ans­bach 719 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +54; Vor­jahr: +16).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 462 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind nahe­zu so vie­le wie vor einem Monat. Beim Job­cen­ter sind 669 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, was einem Plus von 62 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 10,2 Pro­zent zum Vor­mo­nat ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 33 Per­so­nen ab, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 208 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 2,8 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,8 Pro­zent und Febru­ar 2022: 2,5 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen bleibt nahe­zu gleich und liegt jetzt bei 2.977. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 235 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im Febru­ar mit 477 neu­en Stel­len 206 mehr als noch vor einem Monat und 11 mehr als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 2.246 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +144; Vor­jahr: ‑374).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind mit 1.796 Per­so­nen nahe­zu genau­so vie­le arbeits­los gemel­det wie im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind 1.181 Men­schen arbeits­los gemel­det, was einem Plus von 21 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 1,8 Pro­zent zum Vor­mo­nat ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jahr bleibt die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit nahe­zu gleich, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 228 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,3 Pro­zent (±0 im Ver­gleich zu Vor­mo­nat und Vor­jahr). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen stieg im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 17 auf 1.688, im Vor­jah­res­ver­gleich um 15 Per­so­nen.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Febru­ar 354 neue Stel­len, das sind 45 mehr als vor einem Monat und 95 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.993 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +65; Vor­jahr: +189).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.010 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 23 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 2,2 Pro­zent weni­ger. Beim Job­cen­ter sind 678 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, was einem Plus von 40 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 6,3 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­mo­nat ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 138 ab, im Bereich des Job­cen­ters nahm sie um 153 Per­so­nen zu.

Foto: Bri­git­te Dorr