Arbeitslosigkeit saisonbedingt gestiegen – Arbeitgeber melden weniger Stellen

von | 26. August 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Pleinfeld, Treuchtlingen, Weißenburg

Arbeits­lo­sig­keit steigt leicht im Ver­gleich zum Vor­mo­nat, wei­ter­hin höher als im Vor­jahr

Daten im Überblick

Arbeits­lo­sen­zahl im Juli: +187 zu Vor­mo­nat (+2,4 Pro­zent) auf 8.049

Arbeits­lo­sen­zahl im Vor­jah­res­ver­gleich: +434 (+5,7 Pro­zent)

Arbeits­lo­sen­quo­te gegen­über Vor­mo­nat: +0,1 Pro­zent bei 3,1 Pro­zent

Arbeits­lo­sen­quo­te im Vor­jahr: 2,9 Pro­zent

„Die Som­mer­mo­na­te brin­gen regel­mä­ßig Bewe­gung in den Arbeits­markt“, erklärt Clau­dia Wol­fin­ger, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Ans­bach-Wei­ßen­burg. „Vie­le jun­ge Men­schen mel­den sich nach Aus­bil­dungs­en­de vor­über­ge­hend arbeits­los, wäh­rend gleich­zei­tig eini­ge Betrie­be Neu­ein­stel­lun­gen zurück­stel­len.“ Die­se sai­so­na­len Effek­te spie­geln sich auch in der aktu­el­len Ent­wick­lung wider. Lag im Juni die Arbeits­lo­sen­quo­te bei unter 25-Jäh­ri­gen noch im Agen­tur­wei­ten Durch­schnitt, so liegt sie im Juli spür­bar dar­über. Gleich­zei­tig mel­de­ten Arbeit­ge­ber weni­ger neue Stel­len als im Vor­mo­nat.

Die Arbeits­lo­sig­keit ist im Juli leicht gestie­gen. „Wir sehen einen ange­spann­ten aber noch weit­ge­hend sta­bi­len regio­na­len Arbeits­markt. Die Zugän­ge in Arbeits­lo­sig­keit sind gestie­gen. Wir beob­ach­ten seit Mona­ten eine leich­te Ein­trü­bung. In der ange­spann­ten wirt­schaft­li­chen Gesamt­la­ge zögern Arbeit­ge­ber in eini­gen Berei­chen, Stel­len neu aus­zu­schrei­ben und zu beset­zen“, ord­net Wol­fin­ger ein. Gleich­zei­tig betont sie: „Den­noch bewegt sich die Arbeits­lo­sen­quo­te wei­ter­hin im bun­des­ver­gleich auf einem nied­ri­gen Niveau. In vie­len Berei­chen bleibt die Nach­fra­ge nach Arbeits­kräf­ten hoch.“

Weni­ger neu­ge­mel­de­te Stel­len im Ver­gleich zum Vor­mo­nat

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­centern 728 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Das sind 55 bzw. 7,0 Pro­zent weni­ger als im Vor­mo­nat und 165 bzw. 18,5 Pro­zent weni­ger als im Vor­jahr. Der Bestand offe­ner Stel­len ist mit 4.845 um 407 gerin­ger als im Vor­mo­nat und um 952 nied­ri­ger als im Juli 2024.

Der größ­te Anteil an frei­en Stel­len im Bestand kommt mit 955 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be (-14,8 Pro­zent zu Vor­jahr). Danach folgt das Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen mit 574 offe­nen Arbeits­stel­len (-20,7 Pro­zent). Im Bau­ge­wer­be sind 525 (-11,0 Pro­zent) und in der Arbeit­neh­mer­über­las­sung 502 Stel­len zu beset­zen (-50,2 Pro­zent). Der Groß- und Ein­zel­han­del mel­det 398 Arbeits­plät­ze (-16,7 Pro­zent) und das Gast­ge­wer­be 265 (-9,6 Pro­zent).

Markt ange­spannt: Arbeits­lo­sen­zahl bei Agen­tur für Arbeit wei­ter deut­lich über Vor­jah­res­ni­veau

Von den ins­ge­samt 8.049 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 4.663 und damit 57,9 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut, 235 mehr als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Per­so­nen, die bei der Agen­tur für Arbeit arbeits­los gemel­det sind, um 644 bezie­hungs­wei­se 16,0 Pro­zent gestie­gen.

Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.368 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 48 Per­so­nen weni­ger als im Vor­mo­nat und 210 weni­ger als im Vor­jahr.

Stadt und Landkreise

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 5,2 Pro­zent (Vor­mo­nat: 5,1 Pro­zent und Vor­jahr: 4,5 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 39 gestie­gen und liegt jetzt bei 1.252 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 175 zu.

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Juli 223 neue Stel­len. Das sind 82 mehr als vor einem Monat und 62 mehr als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind aus dem Stadt­ge­biet Ans­bach 549 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 641; Vor­jahr: 774).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 556 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 19 mehr als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind 696 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit 20 mehr als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr stieg die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 115 Per­so­nen und im Bereich des Job­cen­ters um 41.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 2,8 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,7 Pro­zent und Vor­jahr: 2,7 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen nahm im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 71 zu und liegt jetzt bei 3.105. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 142 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im Juli 229 neue Stel­len und damit 79 weni­ger als vor einem Monat und 105 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.590 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 1.863; Vor­jahr: 2.231).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind mit 1.930 Per­so­nen 95 mehr arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind 1.175 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit 24 weni­ger als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 236 zu und im Bereich des Job­cen­ters um 94 ab.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt wei­ter bei 2,4 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,4 Pro­zent, Vor­jahr: 2,3 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist mit 1.816 im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 24 gestie­gen und im Ver­gleich zum Vor­jahr um 89 gestie­gen.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Juli 147 neue Stel­len, das sind 38 weni­ger als vor einem Monat und 81 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.701 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 1.760; Vor­jahr: 1.563). Der Grund für den hohen Stel­len­be­stand liegt in einem ein­ma­li­gen Son­der­ef­fekt im April, der den Land­kreis Roth betraf. Ohne die­sen Son­der­ef­fekt, der 500 neu­ge­mel­de­te Stel­len umfass­te, wären deut­lich weni­ger Stel­len im Bestand als im Juli 2024. Die­se 500 Stel­len ste­hen bun­des­weit zur Ver­fü­gung. Auch die Ein­stel­lun­gen erfol­gen bun­des­weit. Sta­tis­tisch wer­den die­se aber einem Stand­ort im Land­kreis Roth auf­grund eines dort gele­ge­nen zen­tra­len Aus­bil­dungs­stand­orts zuge­ord­net.

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.202 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 51 Per­so­nen mehr. Beim Job­cen­ter sind 614 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 27 weni­ger. Im Ver­gleich zum Vor­jahr hat die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 192 Per­so­nen zuge­nom­men und im Bereich des Job­cen­ters um 103 abge­nom­men.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 3,4 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,5 Pro­zent, Vor­jahr: 3,4 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 53 gestie­gen und liegt bei 1.876. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 28 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Juli 129 neue Stel­len, das sind 20 weni­ger als vor einem Monat und 41 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.005 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 988; Vor­jahr: 1.229).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 975 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 70 Per­so­nen mehr. Beim Job­cen­ter sind mit 901 Per­so­nen und damit 17 weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 101 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters nahm sie um 14 Per­so­nen zu.

Foto: Bri­git­te Dorr