Arbeitslosigkeit sinkt im Vormonatsvergleich erneut — Weiterhin hoher Bestand an freien Stellen – noch viele freie Ausbildungsstellen

von | 4. Juni 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). „Der Arbeits­markt ent­wi­ckelt sich ent­spre­chend den Erwar­tun­gen. Der sai­son­ty­pi­sche Rück­gang der Arbeits­lo­sen­zahl im Ver­gleich zum Vor­mo­nat fällt sogar etwas stär­ker aus als letz­tes Jahr. Gleich­wohl ist die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen im Ver­gleich zum Vor­jahr wei­ter­hin höher, was fast aus­nahms­los auf die arbeits­los gemel­de­ten Ukrainer*innen im Rechts­kreis SGB II zurück­zu­füh­ren ist“, erläu­tert Clau­dia Wol­fin­ger, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Ans­bach-Wei­ßen­burg. „Trotz der nach wie vor guten Ent­wick­lung, ste­hen vie­le Unter­neh­men aktu­ell vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen. Neben der Ener­gie­wen­de macht vie­len der demo­gra­fi­sche Wan­del und der damit ein­her­ge­hen­de Fach­kräf­te­man­gel zu schaf­fen. Das zeigt sich auch dar­an, dass der Bestand an offe­nen und zum Teil schwer zu beset­zen­den Stel­len wei­ter­hin sehr hoch ist. Umge­kehrt bie­ten sich für Arbeitnehmer*innen aktu­ell gute Chan­cen auf dem Arbeits­markt, wenn sie über eine ent­spre­chen­de Qua­li­fi­ka­ti­on ver­fü­gen. Dem­entspre­chend unter­stützt die Agen­tur für Arbeit arbeits­lo­se Men­schen bei der Wei­ter­bil­dung eben­so wie Beschäf­tig­te“, erklärt Wol­fin­ger.

Bei Agen­tur für Arbeit und Job­cen­tern weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat Von den ins­ge­samt 6.848 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 3.379 und damit 49,3 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut. Im Ver­gleich zum Vor­mo­nat sind das 215 Per­so­nen weni­ger. Im Ver­gleich zum Mai 2022 ist die Zahl der Per­so­nen, die bei der Agen­tur für Arbeit arbeits­los gemel­det sind nahe­zu gleich­ge­blie­ben. Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.469 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 129 weni­ger als im Vor­mo­nat. Zum Vor­jahr errech­net sich ein Zuwachs um 834 Men­schen bezie­hungs­wei­se 31,7 Pro­zent. Unter den aktu­ell bei den Job­cen­tern arbeits­los gemel­de­ten Men­schen haben 681 die Ukrai­ni­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit.

Weni­ger neue Stel­len – Bestand offe­ner Stel­len wei­ter hoch
Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­tern 987 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Im Vor­mo­nats­ver­gleich sind das 54 weni­ger. Der Ver­gleich mit Mai 2022 ergibt 151 weni­ger neu gemel­de­te Stel­len. Der Bestand an offe­nen Stel­len ist mit 6.305 um 66 nied­ri­ger als im Mai 2022 und höher als jeweils im Mai der Jah­re 2019 (5.120) und 2018 (5.322), vor der Coro­na­kri­se. Der größ­te Anteil an frei­en Stel­len kommt mit 1.249 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Danach folgt die Arbeit­neh­mer­über­las­sung mit 1.053 offe­nen Arbeits­stel­len. Im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen sind 780 und im Bau­ge­wer­be sind 621 Stel­len zu beset­zen. Der Groß- und Ein­zel­han­del mel­det 560 Arbeits­plät­ze und das Gast­ge­wer­be 341. Das größ­te Plus gegen­über dem Mai 2022 gibt es im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen mit 7,0 Pro­zent mehr frei­en Arbeits­stel­len im Bestand.

Aus­bil­dungs­markt: Zahl der Bewerber*innen nimmt zu
Im Mai sind 4.214 Aus­bil­dungs­stel­len gemel­det. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ent­spricht das einer Zunah­me um 8,8 Pro­zent. Davon sind 2.369 also etwa 56 Pro­zent noch unbe­setzt. Im Jahr zuvor waren es zu die­sem Zeit­punkt etwa 58 Pro­zent. Auf der ande­ren Sei­te sind im Mai 2.651 Bewerber*innen bei der Berufs­be­ra­tung gemel­de­te. Das sind 159 bezie­hungs­wei­se 6,4 Pro­zent mehr als vor einem Jahr. 1.140 Bewerber*innen und damit rund 37 Pro­zent sind noch unver­sorgt, also noch ohne Aus­bil­dungs­platz. Vor einem Jahr waren es zu die­sem Zeit­punkt rund 42 Pro­zent. „Die aktu­el­le Ent­wick­lung am Aus­bil­dungs­markt in der Regi­on stimmt posi­tiv. Mehr jun­ge Men­schen als im ver­gan­ge­nen Jahr inter­es­sie­ren sich für eine Berufs­aus­bil­dung. Eine Aus­bil­dung ist ein guter Start ins Berufs­le­ben, denn sie bie­tet inter­es­san­te Per­spek­ti­ven und her­vor­ra­gen­de Kar­rie­re­mög­lich­kei­ten. Wer die­ses Jahr die Schu­le abschließt und noch Fra­gen zu einer Berufs­aus­bil­dung hat, kann sich sehr ger­ne an unse­re Berufs­be­ra­tung wen­den“, erklärt Clau­dia Wol­fin­ger.

Stadt und Land­krei­se

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach
Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 4,3 Pro­zent (Vor­mo­nat: 4,5 Pro­zent und Mai 2022: 3,7 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen ist im Ver­gleich zum April um 38 gesun­ken und liegt jetzt bei 1.038 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 173 zu. Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Mai 196 neue Stel­len, das sind zehn weni­ger als vor einem Monat und 48 mehr als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind aus dem Stadt­ge­biet Ans­bach 821 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +42; Vor­jahr: +130).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 409 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 27 weni­ger als vor einem Monat. Beim Job­cen­ter sind mit 629 Per­so­nen elf Men­schen weni­ger arbeits­los gemel­det als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 29 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 144 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 2,3 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,5 Pro­zent und Mai 2022: 2,1 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen nahm im Ver­gleich zum April um 123 ab und liegt jetzt bei 2.538. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 258 zu. Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im Mai mit 371 neu­en Stel­len 47 mehr als vor einem Monat und 45 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 2.291 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +4; Vor­jahr: ‑241).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind mit 1.381 Per­so­nen 89 bezie­hungs­wei­se 6,1 Pro­zent weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind 1.157 Men­schen arbeits­los gemel­det, was einem Minus von 34 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 2,9 Pro­zent zum Vor­mo­nat ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jahr stieg die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 35 Per­so­nen, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 223 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,0 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,1 Pro­zent, Vor­jahr: 2,0 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen sank im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 30 auf 1.492, im Vor­jah­res­ver­gleich liegt sie um 59 höher. Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Mai 236 neue Stel­len, das sind 43 weni­ger als vor einem Monat und 105 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.904 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑49; Vor­jahr: +34).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 822 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 33 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 3,9 Pro­zent weni­ger. Beim Job­cen­ter sind 670 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, was nahe­zu dem Stand des Vor­mo­nats ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 87 Per­so­nen ab, im Bereich des Job­cen­ters um 146 Per­so­nen zu.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 3,3 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,6 Pro­zent, Vor­jahr: 2,7 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen sank im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 153 auf 1.780, im Vor­jah­res­ver­gleich liegt sie um 321 höher. Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Mai 184 neue Stel­len, das sind 48 weni­ger als vor einem Monat und 49 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.289 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑13; Vor­jahr: +11).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 767 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 66 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 7,9 Pro­zent weni­ger. Beim Job­cen­ter sind mit 1.013 Per­so­nen 87 weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit exakt gleich­ge­blie­ben, im Bereich des Job­cen­ters nahm sie um 321 Per­so­nen zu.

Foto: Bri­git­te Dorr