Arbeitslosigkeit steigt saisontypisch – Arbeitgeber melden mehr Stellen

von | 21. Januar 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Arbeits­lo­sig­keit im Vor­jah­res­ver­gleich wei­ter hoch – Stel­len­be­stand wei­ter nied­ri­ger als im Vor­jahr

Daten im Über­blick

Arbeits­lo­sen­zahl im Dezem­ber: +284 zu Vor­mo­nat (+3,5 Pro­zent) auf 8.287

Arbeits­lo­sen­zahl im Vor­jah­res­ver­gleich: +412 (+5,2 Pro­zent)

Arbeits­lo­sen­quo­te gegen­über Vor­mo­nat: +0,1 bei 3,1 Pro­zent

Arbeits­lo­sen­quo­te im Vor­jahr: 3,0 Pro­zent

Der Arbeits­markt hat sich im Dezem­ber erwar­tungs­ge­mäß ver­lang­samt und das Jahr mit einer typi­schen Win­ter­pha­se abge­schlos­sen. Wolf­gang Lan­ger, Geschäfts­füh­rer Ope­ra­tiv der Agen­tur für Arbeit Ans­bach-Wei­ßen­burg, beschrieb den Monat als klas­si­schen Über­gang. „Der Dezem­ber bringt übli­cher­wei­se eine jähr­li­che Pau­se. Vie­le Betrie­be been­den Ver­trä­ge. Ent­schei­dun­gen war­ten auf das neue Jahr“, sag­te er.

Um den Arbeits­markt gene­rell zu bewer­ten, sei der Blick auf den Ver­lauf des Jah­res not­wen­dig: „Die ange­spann­te wirt­schaft­li­che Lage schlägt sich auch auf dem regio­na­len Arbeits­markt nie­der. Der Bestand an Arbeits­lo­sen ist erneut spür­bar ange­stie­gen – 2025 noch deut­lich stär­ker als im Ver­lauf des Vor­jah­res“, so Lan­ger. Betrie­be agier­ten vor­sich­ti­ger, Neu­ein­stel­lun­gen ver­zö­ger­ten sich häu­fi­ger oder blie­ben ganz aus. Die­se Dyna­mik herr­sche seit Mona­ten vor. Umso wich­ti­ger ist es dem­nach, gegen­zu­steu­ern. „Qua­li­fi­zie­rung, Bera­tung und pass­ge­naue Ver­mitt­lung gewin­nen wei­ter an Bedeu­tung. Oft pas­sen bis­lang die Fach­kräf­te­be­dar­fe der Unter­neh­men nicht zu den ver­füg­ba­ren Arbeit­su­chen­den,“ ergänz­te Lan­ger.

Auf dem Stel­len­markt ord­ne­te Lan­ger die Ent­wick­lung als Zei­chen von Zurück­hal­tung ein. „Arbeitgeber*innen suchen wei­ter­hin Per­so­nal und mel­den mit zahl­rei­chen neu­en Stel­len kon­kre­te Bedar­fe“, sag­te er. Gleich­zei­tig sin­ke der Stel­len­be­stand obwohl die Arbeits­lo­sig­keit stei­ge. Das zei­ge: Offe­ne Stel­len wer­den sel­te­ner fort­ge­schrie­ben oder frü­her been­det. „Betrie­be wol­len offen­bar kurz­fris­tig ihre Bedar­fe decken, zei­gen sich aber auch vor­sich­tig bei lang­fris­ti­gen Ent­schei­dun­gen“, so Lan­ger.

Mit dem Jah­res­an­fang kommt in der Regel Bewe­gung in den Arbeits­markt zurück. Betrie­be star­ten neue Pro­jek­te, Ein­stel­lun­gen neh­men wie­der Fahrt auf. Unter­neh­men und Arbeits­su­chen­de kann die Agen­tur für Arbeit zusätz­lich unter­stüt­zen. Lan­ger sag­te dazu: „Ent­schei­dend bleibt oft die Qua­li­fi­ka­ti­on. Wer fle­xi­bel auf­tritt und sich wei­ter­bil­det, kommt schnel­ler zurück in Arbeit. Dabei hilft unse­re Arbeits­ver­mitt­lung. Der Arbeit­ge­ber­ser­vice steht außer­dem Unter­neh­men dabei zur Sei­te, ihren Such­ra­di­us best­mög­lich zu opti­mie­ren.“

Mehr neu­ge­mel­de­te Stel­len als im Vor­mo­nat – Bestand wei­ter deut­lich unter Vor­jahr

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­centern 917 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Das sind 58 bzw. 6,8 Pro­zent mehr als im Vor­mo­nat und 168 bzw. 22,4 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Der Bestand offe­ner Stel­len ist mit 4.802 um 50 nied­ri­ger als im Vor­mo­nat und um 335 nied­ri­ger als im Dezem­ber 2024.

Der größ­te Anteil an frei­en Stel­len im Bestand kommt mit 854 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be (-15,4 Pro­zent zu Vor­jahr). Danach folgt die Arbeit­neh­mer­über­las­sung mit 575 offe­nen Arbeits­stel­len (-35,4 Pro­zent). Im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen sind 505 Stel­len zu beset­zen (-28,7 Pro­zent) und im Bau­ge­wer­be 503 (-4,4 Pro­zent). Der Groß- und Ein­zel­han­del mel­det 406 Arbeits­plät­ze (+2,3 Pro­zent) und das Gast­ge­wer­be 199 (-16,4 Pro­zent).

Arbeits­lo­sen­zahl bei Agen­tur für Arbeit wei­ter deut­lich über Vor­jah­res­ni­veau

Von den ins­ge­samt 8.287 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 4.979 und damit 60,1 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut, 200 mehr als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Per­so­nen, die bei der Agen­tur für Arbeit arbeits­los gemel­det sind, um 633 bezie­hungs­wei­se 14,6 Pro­zent gestie­gen.

Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.308 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 84 Per­so­nen mehr als im Vor­mo­nat und 221 weni­ger als im Vor­jahr.

Stadt und Land­krei­se

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 5,2 Pro­zent (Vor­mo­nat: 4,9 Pro­zent und Vor­jahr: 4,7 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 62 gestie­gen und liegt jetzt bei 1.250 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 128 zu.

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Dezem­ber 127 neue Stel­len. Das sind 16 weni­ger als vor einem Monat und 29 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind aus dem Stadt­ge­biet Ans­bach 536 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 559; Vor­jahr: 714).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 621 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 42 mehr als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind 629 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit 20 mehr als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr stieg die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 111 Per­so­nen und im Bereich des Job­cen­ters um 17.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 2,9 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,8 Pro­zent und Vor­jahr: 2,7 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen nahm im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 128 zu und liegt jetzt bei 3.209. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 188 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im Dezem­ber 335 neue Stel­len und damit 47 mehr als vor einem Monat und 55 mehr als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.572 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 1.546 Vor­jahr: 1.951).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind mit 2.038 Per­so­nen 73 mehr arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind 1.171 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit 55 mehr als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 264 zu und im Bereich des Job­cen­ters um 76 ab.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,3 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,3 Pro­zent, Vor­jahr: 2,4 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist mit 1.740 im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 4 gesun­ken und im Ver­gleich zum Vor­jahr um 59 gesun­ken.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Dezem­ber 248 neue Stel­len, das sind 30 weni­ger als vor einem Monat und 48 mehr als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.743 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 1.771; Vor­jahr: 1.370).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.121 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 7 Per­so­nen mehr. Beim Job­cen­ter sind 619 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 11 weni­ger. Im Ver­gleich zum Vor­jahr hat die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 20 Per­so­nen zuge­nom­men und im Bereich des Job­cen­ters um 79 abge­nom­men.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 3,8 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,6 Pro­zent, Vor­jahr: 3,5 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 98 gestie­gen und liegt bei 2.088. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 155 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Dezem­ber 207 neue Stel­len, das sind 57 mehr als vor einem Monat und 94 mehr als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 951 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 976; Vor­jahr: 1.102).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.199 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 78 Per­so­nen mehr. Beim Job­cen­ter sind mit 889 Per­so­nen 20 mehr arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 238 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters nahm sie um 83 Per­so­nen ab.

Foto: Bri­git­te Dorr