Arbeitsmarktbericht: Jahreszeitliche Effekte und eingetrübte Konjunktur spürbar

von | 30. September 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). „Wie für die Jah­res­zeit üblich nimmt die Arbeits­lo­sig­keit im Ver­gleich zum Vor­mo­nat ab. Vie­le Jugend­li­che, die sich zum Ende des Aus­bil­dungs­jah­res arbeits­los gemel­det hat­ten, konn­ten eine Arbeit auf­neh­men. Zugleich ist die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen
im Ver­gleich zum Vor­jahr etwas höher. Dies liegt an der schwa­chen wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung. Vor die­sem Hin­ter­grund bleibt der Arbeits­markt jedoch rela­tiv robust“, erläu­tert Clau­dia Wol­fin­ger, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Ans­bach-Wei­ßen­burg.
„Auch beim Rück­gang der neu gemel­de­ten Stel­len han­delt es sich um einen jah­res­zeit­li­chen Effekt, zumal die Arbeitgeber*innen wäh­rend der Urlaubs­zeit weni­ger Stel­len mel­den. Gleich­zei­tig ist der Bestand an offe­nen Stel­len wei­ter­hin sehr hoch. So bie­ten sich für Arbeitnehmer*innen wei­ter­hin gute Chan­cen auf dem Arbeits­markt, wenn sie über eine ent­spre­chen­de Qua­li­fi­ka­ti­on ver­fü­gen. Dem­entspre­chend unter­stützt die Agen­tur für Arbeit arbeits­lo­se Men­schen bei der Wei­ter­bil­dung eben­so wie Beschäf­tig­te“, erklärt Wol­fin­ger.

Zahl neu gemel­de­ter Stel­len auch wegen Urlaubs­zeit nied­ri­ger als im Vor­mo­nat Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­tern 771 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Im Vor­mo­nats­ver­gleich sind das 295 weni­ger. Der Ver­gleich mit Sep­tem­ber 2022 ergibt 187 neu gemel­de­te Stel­len weni­ger. Der Bestand an offe­nen Stel­len ist mit 6.249 um 429 nied­ri­ger als im Sep­tem­ber 2022 aber immer noch deut­lich höher als jeweils im Sep­tem­ber der Jah­re 2019 (5.170) und 2018 (5.498), vor der Coro­na­kri­se.

Der größ­te Anteil an frei­en Stel­len im Bestand kommt mit 1.316 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Danach folgt die Arbeit­neh­mer­über­las­sung mit 1.094 offe­nen Arbeits­stel­len. Im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen sind 724 und im Bau­ge­wer­be sind 641 Stel­len zu beset­zen. Der Groß- und Ein­zel­han­del mel­det 530 Arbeits­plät­ze und das Gast­ge­wer­be 303. Ein Plus gegen­über dem Sep­tem­ber 2022 gibt es im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be mit 4,0 Pro­zent mehr frei­en Arbeits­stel­len im Bestand.

Bei Agen­tur für Arbeit mehr als im Vor­jahr, bei Job­cen­tern weni­ger arbeits­los gemel­det
Von den ins­ge­samt 7.486 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 3.783 und damit 50,5 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut, 272 weni­ger als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Sep­tem­ber 2022 ist die Zahl der Per­so­nen, die bei der Agen­tur für Arbeit arbeits­los gemel­det sind um 143 bezie­hungs­wei­se 3,9 Pro­zent gestie­gen.

Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.703 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 43 weni­ger als im Vor­mo­nat. Zum Vor­jahr errech­net sich eine Abnah­me um 82 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 2,2 Pro­zent. Unter den aktu­ell bei den Job­cen­tern arbeits­los gemel­de­ten Men­schen haben 801die Ukrai­ni­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 3,5 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,5 Pro­zent, Vor­jahr: 3,6 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 38 gesun­ken und liegt bei 1.871, was einem Minus von 26 Per­so­nen im Ver­gleich zum Vor­jahr ent­spricht. Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten
dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im August 105 neue Stel­len, das sind 48 weni­ger als vor einem Monat und 60 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.273 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑20; Vor­jahr: ‑119).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 798 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 41 Per­so­nen weni­ger. Beim Job­cen­ter sind mit 1.073 Per­so­nen nahe­zu genau­so vie­le arbeits­los gemel­det wie im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 19 Per­so­nen ab, im Bereich des Job­cen­ters ist sie nahe­zu gleich­ge­blie­ben.

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach
Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 4,8 Pro­zent (Vor­mo­nat: 5,3 Pro­zent und Sep­tem­ber 2022: 4,2 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen ist im Ver­gleich zum August um 118 gesun­ken und liegt jetzt bei 1.146 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 148 zu. Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Sep­tem­ber 156 neue Stel­len, das sind 62 weni­ger als vor einem Monat und nahe­zu genau­so vie­le wie vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind aus dem Stadt­ge­biet Ans­bach 832 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +5; Vor­jahr: +103).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 456 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 67 weni­ger als vor einem Monat. Beim Job­cen­ter sind 690 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit 51 weni­ger als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 64 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 84 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 2,5 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,6 Pro­zent und Sep­tem­ber 2022: 2,6 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen nahm im Ver­gleich zum August um 114 ab und liegt jetzt bei 2.779. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie
um 60 ab. Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im Sep­tem­ber mit 285 neu­en Stel­len 151 weni­ger als vor einem Monat und 102 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 2.336 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑36; Vor­jahr: ‑152).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind mit 1.599 Per­so­nen 90 weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind mit 1.180 Men­schen 24 weni­ger arbeits­los gemel­det als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr stieg die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der
Agen­tur für Arbeit um 103 Per­so­nen, im Bereich des Job­cen­ters sank sie um 163 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,3 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,4 Pro­zent, Vor­jahr: 2,3 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist mit 1.690 im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 45 gesun­ken. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist sie nahe­zu gleich­ge­blie­ben.
Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Sep­tem­ber 225 neue Stel­len, das sind 34 weni­ger als vor einem Monat und 26 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.808 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑34; Vor­jahr: ‑261).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 930 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 74 Per­so­nen weni­ger. Beim Job­cen­ter sind 760 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, 29 mehr als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit und im Bereich des Job­cen­ters nahe­zu gleich­ge­blie­ben.

Foto: Bri­git­te Dorr