Vom Steinbruch bis zur Verarbeitung im Werk: Rund 25 Studierende des Bachelorstudiengangs Architektur der Hochschule München erkundeten kürzlich bei einer Exkursion die Welt des Natursteins in Altmühlfranken. In den Steinbrüchen und Werken der SSG Solnhofen Stone Group lernten die angehenden Architekten die Gewinnung, Bearbeitung und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Solnhofener Naturstein und Jura-Kalkstein aus erster Hand kennen.
Während der Exkursion erhielten die Studierenden umfassende Einblicke entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Auf dem Programm standen Werksbesichtigungen zur Verarbeitung von Solnhofener Naturstein und Jura-Kalkstein ebenso wie Besuche der entsprechenden Steinbrüche. Ein besonderes Highlight war die Vorführung von Hackstockmeister Hassan Senner im Steinbruch für Solnhofener Naturstein. Darüber hinaus arbeiteten die Studierenden im Rahmen eines Workshops direkt vor Ort an einer Übungsaufgabe im Steinbruch.
Die Grundlage für die Exkursion wurde dabei bereits im vergangenen Jahr gelegt: Im Sommer 2025 wurden die ersten Kontakte zwischen der Hochschule München, der Wirtschaftsförderung des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen und der Stadt Treuchtlingen geknüpft. Zudem besuchte Professor Thomas Neumann die Region, um die Betriebe der Natursteinbranche persönlich kennenzulernen und sich über die Gewinnung, Verarbeitung und Verwendungsmöglichkeiten des Werkstoffs Naturstein zu informieren. Gemeinsames Ziel aller Akteure ist es, den angehenden Architekten durch solche Veranstaltungen den Naturstein aus Altmühlfranken näherzubringen und die besonderen Eigenschaften dieses regionalen Werkstoffs bekannter zu machen.
Exkursionen wie diese bieten die Möglichkeit, Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten des altmühlfränkischen Natursteins in der Praxis kennenzulernen und schafft ein besseres Verständnis für den Baustoff, nachhaltiges Bauen und langlebige Materialien.
Zudem möchte die Wirtschaftsförderung des Landkreises und der Stadt Treuchtlingen mit derartigen Projekten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Altmühlfranken leisten. Die Gewinnung und Verarbeitung von Naturstein prägt die Region seit Generationen und ist bis heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Der Austausch zwischen Hochschulen, Unternehmen und Handwerk eröffnet jungen Talenten frühzeitig Perspektiven in der Branche und macht die Region als Arbeits- und Wirtschaftsstandort erlebbar.
„Natursteinprodukte aus Altmühlfranken – insbesondere Solnhofener Naturstein und Jura-Kalkstein – stehen beispielhaft für Qualität, Langlebigkeit und regionale Wertschöpfung. Umso erfreulicher ist das Interesse der Studierenden an den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieser besonderen Baustoffe“, so die Wirtschaftsförderin der Stadt Treuchtlingen Marina Stoll.
Die Exkursion bildete einen gelungenen Auftakt für die Zusammenarbeit von regionaler Wirtschaftsförderung, Hochschulen und Unternehmen rund um das Thema Naturstein in der Wirtschaftsregion Altmühlfranken. Angesichts der sehr positiven Resonanz besteht bei allen Beteiligten der Wunsch, den begonnenen Austausch fortzuführen und künftig neue Partner einzubinden. Hieraus sollen weitere Veranstaltungen entstehen.
Bildunterschrift: Rund 25 Studierende des Bachelorstudiengangs Architektur der Hochschule München lernten bei einer Exkursion kürzlich den Werkstoff Naturstein besser kennen. Foto: Almut Lamm / SSG Solnhofen Stone Group


