Artur Auernhammer MdB zur ÖDP-Initiative gegen die Hörnlein-Kreuzung

von | 10. Februar 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Polizeibericht

„Wer jetzt blo­ckiert, gefähr­det Ver­trau­en in Poli­tik und Infra­struk­tur“

Der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Artur Auern­ham­mer weist die von der ÖDP ange­sto­ße­ne Initia­ti­ve für einen Kreis­ent­scheid zur Hörn­lein-Kreu­zung in Wei­ßen­burg ent­schie­den zurück. „Die­ses Pro­jekt ist kein Schnell­schuss, son­dern das Ergeb­nis von über einem Jahr­zehnt Pla­nung, Abstim­mung und Geneh­mi­gung. Wer es jetzt stop­pen will, stellt nicht nur die Arbeit vie­ler Betei­lig­ter infra­ge, son­dern gefähr­det die Glaub­wür­dig­keit staat­li­cher Ent­schei­dungs­pro­zes­se“, so Auern­ham­mer.

Der Umbau der Hörn­lein-Kreu­zung gehört zu den größ­ten Ver­kehrs­in­fra­struk­tur­maß­nah­men im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen. Die Kos­ten der Maß­nah­me wer­den größ­ten­teils vom Bund getra­gen. Die Finan­zie­rung war lan­ge nicht gesi­chert. Das Pro­jekt stand zeit­wei­se im Rech­nungs­prü­fungs­aus­schuss des Bun­des­ta­ges auf der Kip­pe und konn­te nur durch inten­si­ve Gesprä­che und fach­li­che Nach­wei­se geret­tet wer­den.

„Jetzt, wo Pla­nung, Finan­zie­rung und Geneh­mi­gun­gen vor­lie­gen, ist ein nach­träg­li­cher Stopp nicht ver­ant­wort­bar – weder gegen­über den Steu­er­zah­lern noch gegen­über den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern vor Ort“, betont Auern­ham­mer.
Seit Jah­ren lei­den die Anwoh­ner rund um die Hörn­lein-Kreu­zung unter mas­si­vem Durch­gangs­ver­kehr, Staus, Lärm und Abga­sen. Die höhen­freie Kreu­zung ist not­wen­dig, um Ver­kehr zu ent­zer­ren, Sicher­heit zu erhö­hen und die Regi­on ver­läss­lich anzu­bin­den.
Auern­ham­mer erin­nert zudem an frü­he­re Groß­pro­jek­te im Land­kreis: „Beim geplan­ten Cen­ter Parks am Brom­b­ach­see hat es einen Bür­ger­ent­scheid gege­ben, bei dem das Pro­jekt abge­lehnt wur­de. Die­ses Bei­spiel zeigt, wie stark gro­ße Vor­ha­ben emo­tio­na­li­siert
wer­den. Jetzt denkt die Bun­des­wehr über eine Reak­ti­vie­rung der MUNA Langlau nach.“

Kri­tisch äußert sich Auern­ham­mer zur aktu­el­len Kam­pa­gne der ÖDP: „Durch die Ver­tei­lung von Flug­blät­tern wird gezielt mit den Ängs­ten der Men­schen gespielt. Das schürt Miss­trau­en und ver­un­si­chert, statt ehr­lich über Chan­cen und Not­wen­dig­kei­ten zu spre­chen.“ Er warnt vor den lang­fris­ti­gen Fol­gen einer sol­chen Poli­tik des Blo­ckie­rens: „Wenn kei­ne Inves­ti­tio­nen in den Land­kreis erfol­gen, ent­steht kei­ne neue Wirt­schafts­kraft. Und wenn kei­ne Steu­er­ein­nah­men flie­ßen, wird auch nicht mehr inves­tiert. Wer heu­te alles ver­hin­dert, gefähr­det mor­gen Arbeits­plät­ze, Infra­struk­tur und Lebens­qua­li­tät.“

uern­ham­mer warnt zudem vor den Fol­gen für ande­re Pro­jek­te: „Wenn ein voll­stän­dig vor­be­rei­te­tes Pro­jekt durch par­tei­po­li­tisch moti­vier­te Blo­cka­de­ak­tio­nen zu Fall gebracht wer­den kann, sen­det das ein ver­hee­ren­des Signal – auch für die drin­gend benö­tig­ten Umge­hun­gen in Die­furt und Rothen­stein. Sämt­li­che Ver­kehrs­pro­jek­te in der Regi­on wür­den auf Jahr­zehn­te blo­ckiert, der Bund wür­de dann wo anders inves­tie­ren, ein mas­si­ver Inves­ti­ti­ons­stau für die Regi­on könn­te dro­hen.“

Abschlie­ßend stellt Auern­ham­mer klar: „Bür­ger­be­tei­li­gung ist wich­tig. Aber sie darf nicht zum Instru­ment wer­den, um jah­re­lan­ge demo­kra­ti­sche Ent­schei­dun­gen im Nach­hin­ein zu tor­pe­die­ren. Jetzt ist nicht die Zeit für Still­stand, son­dern für Umset­zung.“

Foto: Bri­git­te Dorr