„Wer jetzt blockiert, gefährdet Vertrauen in Politik und Infrastruktur“
Der Bundestagsabgeordnete Artur Auernhammer weist die von der ÖDP angestoßene Initiative für einen Kreisentscheid zur Hörnlein-Kreuzung in Weißenburg entschieden zurück. „Dieses Projekt ist kein Schnellschuss, sondern das Ergebnis von über einem Jahrzehnt Planung, Abstimmung und Genehmigung. Wer es jetzt stoppen will, stellt nicht nur die Arbeit vieler Beteiligter infrage, sondern gefährdet die Glaubwürdigkeit staatlicher Entscheidungsprozesse“, so Auernhammer.
Der Umbau der Hörnlein-Kreuzung gehört zu den größten Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Die Kosten der Maßnahme werden größtenteils vom Bund getragen. Die Finanzierung war lange nicht gesichert. Das Projekt stand zeitweise im Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages auf der Kippe und konnte nur durch intensive Gespräche und fachliche Nachweise gerettet werden.
„Jetzt, wo Planung, Finanzierung und Genehmigungen vorliegen, ist ein nachträglicher Stopp nicht verantwortbar – weder gegenüber den Steuerzahlern noch gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort“, betont Auernhammer.
Seit Jahren leiden die Anwohner rund um die Hörnlein-Kreuzung unter massivem Durchgangsverkehr, Staus, Lärm und Abgasen. Die höhenfreie Kreuzung ist notwendig, um Verkehr zu entzerren, Sicherheit zu erhöhen und die Region verlässlich anzubinden.
Auernhammer erinnert zudem an frühere Großprojekte im Landkreis: „Beim geplanten Center Parks am Brombachsee hat es einen Bürgerentscheid gegeben, bei dem das Projekt abgelehnt wurde. Dieses Beispiel zeigt, wie stark große Vorhaben emotionalisiert
werden. Jetzt denkt die Bundeswehr über eine Reaktivierung der MUNA Langlau nach.“
Kritisch äußert sich Auernhammer zur aktuellen Kampagne der ÖDP: „Durch die Verteilung von Flugblättern wird gezielt mit den Ängsten der Menschen gespielt. Das schürt Misstrauen und verunsichert, statt ehrlich über Chancen und Notwendigkeiten zu sprechen.“ Er warnt vor den langfristigen Folgen einer solchen Politik des Blockierens: „Wenn keine Investitionen in den Landkreis erfolgen, entsteht keine neue Wirtschaftskraft. Und wenn keine Steuereinnahmen fließen, wird auch nicht mehr investiert. Wer heute alles verhindert, gefährdet morgen Arbeitsplätze, Infrastruktur und Lebensqualität.“
uernhammer warnt zudem vor den Folgen für andere Projekte: „Wenn ein vollständig vorbereitetes Projekt durch parteipolitisch motivierte Blockadeaktionen zu Fall gebracht werden kann, sendet das ein verheerendes Signal – auch für die dringend benötigten Umgehungen in Diefurt und Rothenstein. Sämtliche Verkehrsprojekte in der Region würden auf Jahrzehnte blockiert, der Bund würde dann wo anders investieren, ein massiver Investitionsstau für die Region könnte drohen.“
Abschließend stellt Auernhammer klar: „Bürgerbeteiligung ist wichtig. Aber sie darf nicht zum Instrument werden, um jahrelange demokratische Entscheidungen im Nachhinein zu torpedieren. Jetzt ist nicht die Zeit für Stillstand, sondern für Umsetzung.“
Foto: Brigitte Dorr


