Ausstellung „Unsichtbare Mama“ eröffnet

von | 1. Juli 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Pleinfeld, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). „Ich habe euch nie gehört, aber ich höre euch. Ich habe euch nie gehal­ten, aber ich füh­le euch. Ich habe euch nie gekannt, aber ich lie­be euch.“ Bewe­gen­de Sät­ze wie die­se sind der­zeit im Ein­gangs­be­reich des Land­rats­am­tes Ans­bach zu lesen. „Unsicht­ba­re Mama“ heißt die Aus­stel­lung, in der Frau­en und Män­ner über ihre schmerz­li­chen Erfah­run­gen von Schwan­ger­schafts­ab­brü­chen, uner­füll­ter Eltern­lie­be und Trau­er­be­wäl­ti­gung erzäh­len. „Die wich­ti­ge Nach­richt ist: Wer sich ange­spro­chen fühlt, bleibt nicht allein“, erklär­te Land­rat Dr. Jür­gen Lud­wig und wür­dig­te die Arbeit der Staat­lich aner­kann­ten Bera­tungs­stel­le für Schwan­ger­schafts­fra­gen am Gesund­heits­amt, wel­che die Aus­stel­lung ans Land­rats­amt geholt hat­te.

Jede drit­te Frau mache im Durch­schnitt eine Fehl­ge­burt durch, berich­te­te der Land­rat und gestand, dass ihn die­se Zahl selbst erschreckt habe. Hin­zu kom­me noch, dass für etli­che Men­schen der Kin­der­wunsch uner­füllt blei­ben müs­se, weil eine Schwan­ger­schaft nicht zustan­de kommt. Die Aus­stel­lung wol­le den Betrof­fe­nen zei­gen, dass sie nicht allein sind, dass es Hilfs­an­ge­bo­te gibt und dass man Trau­er und Ver­lust auch nicht zu ver­ber­gen braucht, sag­te Julia Fälschle von der Bera­tungs­stel­le. „Wir kön­nen alle dar­an mit­ar­bei­ten, das The­ma aus der Tabu­zo­ne zu holen.“

Am Eröff­nungs­tag hat­ten betrof­fe­ne Frau­en die Mög­lich­keit, sich eben­falls für die Aus­stel­lung foto­gra­fie­ren zu las­sen. Heb­am­me und Heil­prak­ti­ke­rin Chris­ti­ne Maek aus Nürn­berg hielt einen Impuls­vor­trag.

Die Aus­stel­lung kann bis 25. Juli 2025 zu den übli­chen Öff­nungs­zei­ten des Land­rats­am­tes Ans­bach besich­tigt wer­den: mon­tags bis don­ners­tags von 8.00 bis 16.00 Uhr, frei­tags von 8.00 bis 12.00 Uhr. Danach ist die Aus­stel­lung in der Stadt­bü­che­rei Rothen­burg zu sehen.

Bild­un­ter­schrift: Groß war das Inter­es­se bei der Eröff­nung der Aus­stel­lung „Unsicht­ba­re Mama“ im Ein­gangs­be­reich des Land­rats­am­tes Ans­bach. Foto: Land­rats­amt Ansbach/Fabian Hähn­lein