Bayerische Impfwoche 2026

von | 6. Juli 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Impf­schutz über­prü­fen und Gesund­heit schüt­zen – Schwer­punkt HPV-Imp­fung

Alt­mühl­fran­ken — Im Rah­men der Baye­ri­schen Impf­wo­che 2026 vom 03.–12. Juli 2026 ruft das Gesund­heits­amt alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger dazu auf, ihren Impf­sta­tus zu über­prü­fen und emp­foh­le­ne Schutz­imp­fun­gen wahr­zu­neh­men. Imp­fun­gen gehö­ren zu den wirk­sams­ten Maß­nah­men, um sich selbst und ande­re vor schwe­ren Infek­ti­ons­krank­hei­ten zu schüt­zen. Ein beson­de­rer Schwer­punkt der dies­jäh­ri­gen Impf­wo­che ist die HPV-Imp­fung gegen krebs­er­re­gen­de Huma­ne Papil­lom­vi­ren (HPV).

HPV – weit ver­brei­tet und Haupt­ur­sa­che für bestimm­te Krebs­er­kran­kun­gen

Die meis­ten Men­schen infi­zie­ren sich im Lau­fe ihres Lebens mit Huma­nen Papil­lom­vi­ren (HPV). Über­tra­gen wer­den die Viren haupt­säch­lich durch Kon­takt mit infi­zier­ter Haut oder Schleim­haut, meist über sexu­el­le Kon­tak­te. Häu­fig ver­läuft eine Infek­ti­on unbe­merkt und heilt ohne Behand­lung aus. Aller­dings kön­nen bestimm­te HPV-Infek­tio­nen vie­le Jah­re spä­ter zu ver­schie­de­nen Krebs­er­kran­kun­gen füh­ren.

In Deutsch­land erkran­ken jähr­lich rund 7.450 Frau­en und 3.000 Män­ner an HPV-beding­ten Krebs­er­kran­kun­gen. Jedes Jahr ster­ben noch immer etwa 1.400 Frau­en an Gebär­mut­ter­hals­krebs, zudem müs­sen über 25.000 Frau­en wegen Krebs­vor­stu­fen am Gebär­mut­ter­hals ope­riert wer­den. Neben Gebär­mut­ter­hals­krebs spie­len auch Tumo­re im Mund- und Rachen­raum eine wich­ti­ge Rol­le. Vie­le die­ser Erkran­kun­gen könn­ten durch höhe­re Impf­quo­ten ver­hin­dert wer­den.

Früh­zei­ti­ge HPV-Imp­fung schützt wirk­sam

Der effek­tivs­te Schutz gegen eine Infek­ti­on mit HPV ist die recht­zei­ti­ge Imp­fung. Da sich Jugend­li­che bereits bei den ers­ten sexu­el­len Kon­tak­ten mit HPV infi­zie­ren kön­nen, ist eine früh­zei­ti­ge Imp­fung beson­ders wich­tig. Die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on (STIKO) emp­fiehlt die HPV-Imp­fung für Mäd­chen und Jun­gen im Alter von 9 bis 14 Jah­ren. In die­sem Alter rei­chen zwei Impf­do­sen für einen voll­stän­di­gen Schutz aus. Auch eine spä­te­re Imp­fung ist mög­lich und sinn­voll; dann sind drei Impf­do­sen erfor­der­lich.

Umfas­sen­des Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot und indi­vi­du­el­le Impf­be­ra­tung

Anläss­lich der Baye­ri­schen Impf­wo­che ver­an­stal­tet das Gesund­heits­amt ver­schie­de­ne Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te rund um das The­ma Imp­fen. Geplant sind unter ande­rem Bera­tungs­an­ge­bo­te und Infor­ma­ti­ons­stän­de. Dar­über hin­aus betei­li­gen sich nie­der­ge­las­se­ne Ärz­tin­nen und Ärz­te mit beson­de­ren Impf­ak­tio­nen und erwei­ter­ten Bera­tungs­an­ge­bo­ten.

Eine Über­sicht über alle Ver­an­stal­tun­gen und Aktio­nen im Rah­men der Baye­ri­schen Impf­wo­che sowie wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen zum The­ma Imp­fen fin­den Inter­es­sier­te auf der Inter­net­sei­te des Gesund­heits­am­tes unter www.altmuehlfranken.de/gesundheitsregionplus/impfwoche/

Dort ist auch der Impf­check des Bun­des­in­sti­tuts für Öffent­li­che Gesund­heit (BIÖG) ver­linkt, mit des­sen Hil­fe sich ein­fach über­prü­fen lässt, wel­che Imp­fun­gen ent­spre­chend den aktu­el­len Emp­feh­lun­gen sinn­voll sind.

Das Gesund­heits­amt lädt alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger herz­lich ein, die Ange­bo­te der Baye­ri­schen Impf­wo­che zu nut­zen, sich zu infor­mie­ren und ihren Impf­schutz gemein­sam mit ihrer Haus- oder Kin­der­arzt­pra­xis zu ver­voll­stän­di­gen.

Foto: Pix­a­bay