„Bessere Löhne und Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel“

von | 16. März 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Bern­hard Heiz­mann ist neu­er Chef der IG BAU für den Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Wech­sel an der Spit­ze der IG BAU in der Regi­on: Bern­hard Heiz­mann ist zum Vor­sit­zen­den des Bezirks­ver­bands Mit­tel­fran­ken der Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) gewählt wor­den. Damit küm­mert sich der 59-Jäh­ri­ge ab sofort vier Jah­re lang um die Inter­es­sen von Bau­ar­bei­tern, Rei­ni­gungs­kräf­ten und von Beschäf­tig­ten in der Land- und Forst­wirt­schaft. Nach Anga­ben der Arbeits­agen­tur arbei­ten im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen allei­ne rund 980 Men­schen im Bau­haupt­ge­wer­be und 200 in der Gebäu­de­rei­ni­gung. Auch Bern­hard Heiz­mann ist vom Fach: Er ist gelern­ter Forst­wirt. Als neu­er Bezirks­vor­sit­zen­der über­nimmt Bern­hard Heiz­mann die Nach­fol­ge von Iris San­to­ro.

„Ob auf der Bau­stel­le, im Gar­ten- und Land­schafts­bau, in der Rei­ni­gungs­fir­ma, im Maler- oder Dach­de­cker­be­trieb – gera­de am Arbeits­platz kommt es dar­auf an, dass die Men­schen an einem Strang zie­hen. Gute Löh­ne und gute Arbeits­be­din­gun­gen fal­len nicht vom Him­mel“, sagt Bern­hard Heiz­mann. Der Gewerk­schaf­ter appel­liert an die Beschäf­tig­ten in der Regi­on, sich für ihre Inter­es­sen ein­zu­set­zen. Das sei beson­ders in unsi­che­ren Zei­ten wich­tig. Dabei ste­he die IG BAU Mit­tel­fran­ken auch zukünf­tig fest an der Sei­te der Beschäf­tig­ten. „Das gilt nicht nur, wenn es um fai­re Bezah­lung, gute Job-Bedin­gun­gen oder die Mit­spra­che im Betrieb geht, son­dern gera­de auch dann, wenn es Zoff mit dem Chef gibt“, so Heiz­mann.

Der neu gewähl­te Bezirks­vor­sit­zen­de kün­digt an, dass sich die IG BAU auch wei­ter­hin in poli­ti­sche Debat­ten ein­mi­schen wer­de: „Vie­le Vor­ha­ben der Ber­li­ner Koali­ti­on haben direk­te Aus­wir­kun­gen für unse­re Regi­on und die Beschäf­tig­ten. Ein typi­sches Bei­spiel ist hier der Woh­nungs­bau. Da geht es um bezahl­ba­re Woh­nun­gen und um mehr Sozi­al­woh­nun­gen. Hier ist drin­gend mehr Unter­stüt­zung vom Bund not­wen­dig.“ Auch für die Stär­kung der Tarif­bin­dung for­dert Heiz­mann ein kla­res Signal von der Bun­des­re­gie­rung: „Der Tarif­lohn soll­te end­lich zur Regel wer­den. Denn davon wür­den auch die Beschäf­tig­ten in der Regi­on pro­fi­tie­ren.“

Ein kla­res „Stopp­schild“ for­dert Bern­hard Heiz­mann für die Ver­su­che, ins­be­son­de­re den arbei­ten­den Men­schen immer neue Belas­tun­gen auf­zu­bür­den. „Ob Kür­zun­gen bei der Lohn­fort­zah­lung, die Abschaf­fung des 8‑Stun­den-Tags oder eine Erhö­hung des Ren­ten­ein­tritts­al­ters – so dreis­te For­de­run­gen sind respekt­los und gehen völ­lig an der Rea­li­tät der Beschäf­tig­ten vor­bei. So ist bei­spiels­wei­se gera­de auf dem Bau und im Hand­werk schon heu­te für vie­le die Ren­te mit 65, 66 oder 67 nicht erreich­bar“, so Heiz­mann. Statt über sozia­le Ein­schnit­te und den Abbau des Sozi­al­staats zu dis­ku­tie­ren, sei­en sinn­vol­le Reform­vor­schlä­ge not­wen­dig. Vor allem eine „ordent­li­che, siche­re und gerech­te Ren­te“ müs­se her.

Bild­un­ter­schrift: „Bes­se­re Löh­ne und Arbeits­be­din­gun­gen fal­len nicht vom Him­mel“: Bern­hard Heiz­mann ist der Neue an der Spit­ze der IG BAU Mit­tel­fran­ken. Er ist als Bezirks­vor­sit­zen­der der Gewerk­schaft für vier Jah­re gewählt wor­den. Der 59-Jäh­ri­ge ver­tritt damit die Inter­es­sen von Men­schen, die in der Regi­on in der Bau‑, Land- und Forst­wirt­schaft sowie in der Rei­ni­gungs­bran­che arbei­ten. An sie appel­liert Heiz­mann, sich für die eige­nen Inter­es­sen ein­zu­set­zen. Foto: IG BAU/ Simo­ne Drews