Besuch bei SAR in Gunzenhausen – ein Unternehmen geht neue, innovative Wege

von | 18. April 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Gun­zen­hau­sen (red). Land­rat Manu­el West­phal hat gemein­sam mit der Wirt­schafts­för­de­rung der Zukunfts­in­itia­ti­ve alt­mühl­fran­ken das Unter­neh­men SAR in Gun­zen­hau­sen besucht. Dabei konn­te er sich ein Bild von den neu­es­ten Tech­ni­ken in der Robo­tik machen.

„SAR – Steue­rung, Auto­ma­ti­on, Regel­tech­nik“, wur­de Mit­te der 1980er Jah­re von Kon­rad Sigl in Din­gol­fing gegrün­det. Der welt­weit ope­rie­ren­de Sys­tem­lie­fe­rant für die Indus­trie- und Pro­zess­au­to­ma­ti­on hat an ver­schie­de­nen Stand­or­ten in Euro­pa, Afri­ka, Asi­en und Ame­ri­ka mehr als 800 Mit­ar­bei­ten­de. Im Jahr 2005 wur­de die DAT Auto­ma­ti­sie­rungs­tech­nik, wel­che sei­nen Ursprung in Pap­pen­hei­mer Orts­teil Über­matz­ho­fen hat­te, von SAR über­nom­men. Seit­dem inves­tiert SAR kräf­tig in Gun­zen­hau­sen und sei­nen aktu­ell rund 120 Mit­ar­bei­ten­den am Stand­ort. Seit 2015 ist die Fir­ma in einem Neu­bau in der Scheu­pel­eins­müh­le behei­ma­tet. „Wir sind ein fami­li­en­ge­führ­tes Unter­neh­men, wel­ches mit dem Markt wächst und immer das Ziel ver­folgt Arbeits­plät­ze zu sichern“, betont Rai­ner Schnei­der-Schnapp­auf, Nie­der­las­sungs­lei­ter von SAR in Gun­zen­hau­sen.

Die Auto­ma­ti­sie­rungs­stand­bei­ne bei SAR sind viel­fäl­tig. Die­se rei­chen von der Pro­zess- und Umwelt­tech­nik über Son­der­ma­schi­nen­bau und Ober­flä­chen­sys­te­me hin zu IT-Ser­vices und Robo­tik. Schwer­punkt und Know-how am Stand­ort in Gun­zen­hau­sen sind die Kunst­stoff­sys­te­me. „Drei­vier­tel der Beleg­schaft in Gun­zen­hau­sen sind Tech­ni­ker und Inge­nieu­re. Dar­in sieht man den hohen Ent­wick­lungs- uns Inno­va­ti­ons­grad, der gera­de auch am Stand­ort im Kunst­stoff­sek­tor vor­herrscht. Ein wich­ti­ger Punkt ist die Erschlie­ßung neu­er Tech­no­lo­gie­be­rei­che in neu­en Sys­te­men, Ver­ket­tung und kom­ple­xe Schnitt­stel­len opti­mal für den Kun­den zu pro­gram­mie­ren“, so Peter Sud­ler, Ver­triebs­lei­ter Kunst­stoff­sys­te­me.

Im Sin­ne des Kun­den ver­folgt SAR den ganz­heit­li­chen Ser­vice­an­satz. Mit dem Ziel, dass Soft­ware-Sys­te­me den rei­bungs­lo­sen Ablauf der Pro­duk­ti­on – vom Waren­ein­gang bis zur Aus­lie­fe­rung des fer­ti­gen Pro­duk­tes – zuver­läs­sig mana­gen. Zeit­ge­mä­ße Fer­ti­gungs­steue­rungs­sys­te­me pla­nen, steu­ern und über­wa­chen die Pro­duk­ti­on in Echt­zeit. Dabei wer­den fort­lau­fend Infor­ma­tio­nen an idea­ler­wei­se allen Stel­len der Pro­duk­ti­on gesam­melt. So kann für den Kun­den ein effi­zi­en­tes Umfeld zwi­schen Pla­nungs- und Pro­duk­ti­ons­ebe­ne geschaf­fen wer­den. „Mehr und mehr rückt hier auch die künst­li­che Intel­li­genz in den Fokus“, so Schnei­der-Schnapp­auf. SAR erfüllt mit inno­va­ti­ver Auto­ma­ti­sie­rungs- und intel­li­gen­ter Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie und sei­nem dis­zi­plin­über­grei­fen­den Inge­nieur­wis­sen spe­zi­el­le Anfor­de­run­gen fast aller Wirt­schafts­bran­chen.

Markt­rei­fe neu­er zukunfts­ori­en­tier­ter Tech­no­lo­gien

KNEXT ist eine Toch­ter­ge­sell­schaft von SAR, wel­che hoch­in­no­va­ti­ve The­men in der Robo­tik beglei­tet. Mit den KNEXT-Pro­duk­ten bie­te SAR für jeden Anwen­dungs­fall ganz indi­vi­du­el­le Auto­ma­ti­sie­rungs­lö­sun­gen. Mobi­le Ser­vice­ro­bo­ter bei­spiels­wei­se für Emp­fang, Mes­sen, für die Beglei­tung in Kauf­häu­sern oder zur Unter­stüt­zung als Bedie­nung in Restau­rants. Die Rei­ni­gungs­ro­bo­ter sind vor allem in Räum­lich­kei­ten mit gro­ßen Boden­flä­chen sinn­voll ein­zu­set­zen. Ob in Kauf­häu­sern, Super­märk­ten oder auch öffent­li­chen Gebäu­den wie Schu­len und Turn­hal­len. Geschäfts­füh­rer Harald Rohr­mo­ser betont hier, wie wich­tig auch die Zusam­men­ar­beit mit Spe­zia­lis­ten ande­rer Fach­be­rei­che ist: „Wir haben das Know-how in der Mess‑, Steu­er- und Rege­lungs­tech­nik, sind aber kei­ne Exper­ten was die rich­ti­ge Rei­ni­gung von ganz unter­schied­li­chen Böden betrifft. Hier arbei­ten wir mit Rei­ni­gungs­exper­ten zusam­men und konn­ten damit in vie­len Fäl­len den Ver­brauch von Rei­ni­gungs­mit­tel um ein Mehr­fa­ches redu­zie­ren, da in der Pra­xis oft­mals viel zu viel Rei­ni­gungs­mit­tel ein­ge­setzt wird.“ Ein beson­de­res High­light sind die voll­au­to­ma­ti­schen KNEXT Cof­fee-Bars. Voll­au­to­ma­tisch, berei­tet ein Robo­ter auf acht Qua­drat­me­tern Flä­che Kaf­fee­spe­zia­li­tä­ten zu und bedient die Kun­den auch mit Back­wa­ren. In der Pra­xis bei­spiels­wei­se in der BMW Welt in Mün­chen zu bestau­nen. Auch im Hin­blick auf den vor­herr­schen­den Fach­kräf­te­man­gel sind sol­che auto­ma­ti­schen Robo­ter­sys­te­me für Unter­neh­men hoch­in­ter­es­sant. Wobei Harald Rohr­mo­ser betont: „Sol­che Sys­te­me sind nicht als voll­stän­di­ger Ersatz oder gar Eins-zu-eins-Aus­tausch von Arbeits­kräf­ten zu sehen, son­dern viel­mehr als Ergän­zung zur Arbeits­kraft und als Arbeits­er­leich­te­rung.“ „Wich­tig ist, dass die­se zukunfts­ori­en­tier­ten Tech­no­lo­gien in den Pla­nun­gen von Neu­bau­ten und Moder­ni­sie­run­gen von Anfang an mit­ge­dacht wer­den“, betont Land­rat Manu­el West­phal. „Bestimmt fin­det der ein oder ande­re Robo­ter auch bei uns im Land­kreis zukünf­tig Anwen­dung und lie­fert damit einen ech­ten Mehr­wert“, ist Land­rat West­phal über­zeugt.

In den Schu­len Begeis­te­rung für die Robo­tik wecken

SAR ist mit sei­nen Robo­tern in ver­schie­de­nen Schu­len und Berufs­fort­bil­dungs­zen­tren in der Regi­on unter­wegs. „Wir möch­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler für die hoch­in­no­va­ti­ven Zukunfts­the­men rund um Auto­ma­ti­sie­rung und Pro­gram­mie­rung begeis­tern“, so kauf­män­ni­sche Lei­te­rin Chris­ti­ne Schön­weiß. Aus­bil­dungs­mög­lich­kei­ten im gewerb­lich tech­ni­schen wie auch kauf­män­ni­schen Bereich sind im Unter­neh­men eben­so mög­lich wie eine Werks­stu­den­ten­an­stel­lung im Rah­men eines Bache­lor­stu­di­ums „Auf Wunsch der Aus­zu­bil­den­den und Stu­die­ren­den sind auch Aus­lands­auf­ent­hal­te an den welt­wei­ten SAR-Stand­or­ten mög­lich. Für vie­le jun­ge Leu­te ein inter­es­san­ter Aspekt“, betont Schön­weiß aus Erfah­rung.

Bild­un­ter­schrift: Land­rat Manu­el West­phal bei der Werks­füh­rung mit v. l. Chris­ti­ne Schön­weiß (SAR Kauf­män­ni­sche Lei­te­rin Gun­zen­hau­sen), Rai­ner Schnei­der-Schnapp­auf (SAR Nie­der­las­sungs­lei­ter Gun­zen­hau­sen), Harald Rohr­mo­ser (Geschäfts­füh­rer KNEXT), Peter Sud­ler (SAR Ver­triebs­lei­ter Kunst­stoff­sys­te­me) und den bei­den Wirt­schafts­för­de­rern des Land­krei­ses Sabi­ne Unter­land­staett­ner und Sebas­ti­an Regens­bur­ger. Foto: Land­rats­amt Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen/ Sebas­ti­an Regens­bur­ger