Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland besucht RömerMuseum

von | 17. Juli 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Weißenburg

Wei­ßen­burg — Die aktu­el­le Son­der­aus­stel­lung des Römer­Mu­se­ums Wei­ßen­burg „Freund oder Feind? Das römi­sche Mas­sen­grab von Scu­pi“ ist mehr als eine archäo­lo­gi­sche Aus­stel­lung. Dies merk­ten bereits die Besu­cher der Eröff­nungs­ver­an­stal­tung Ende April, als sich hoch­ran­gi­ge Poli­ti­ker der Repu­blik Nord­ma­ze­do­ni­en und Ver­tre­ter des Aus­wär­ti­gen Amtes den diplo­ma­ti­schen Staf­fel­stab auf der Büh­ne über­reich­ten. So kurz­wei­lig und abwechs­lungs­reich die­se Reden waren, ein The­ma wie­der­hol­te sich immer wie­der: Wie wich­tig die bila­te­ra­le Koope­ra­ti­on zwi­schen Deutsch­land und der Bal­kan­re­pu­blik ist und wie sehr die Unter­stüt­zung der Wis­sen­schaft­ler des Deut­schen Archäo­lo­gi­schen Insti­tuts zur Ent­wick­lung der Denk­mal­pfle­ge in Nord­ma­ze­do­ni­en ist.

Bekräf­tigt wur­de die­se Bedeu­tung noch­mals durch den Besuch der höchs­ten Diplo­ma­tin der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land in Nord­ma­ze­do­ni­en. Bot­schaf­te­rin Petra Drex­ler nutz­te einen Deutsch­land­be­such, um zwei Tage in Wei­ßen­burg zu ver­brin­gen und sich die Son­der­aus­stel­lung zum Mas­sen­grab von Scu­pi – heu­te die Haupt­stadt Nord­ma­ze­do­ni­ens Skop­je – von Muse­ums­lei­ter Simon Sulk zei­gen zu las­sen. Auch Ober­bür­ger­meis­te­rin Eva Reich­stadt war zu die­sem Ter­min anwe­send und freu­te sich, dass sich Frau Bot­schaf­te­rin Drex­ler höchst ange­tan von Wei­ßen­burg zeig­te. Die intak­te Alt­stadt hat­te es ihr sehr ange­tan, wie sie berich­te­te. Ger­ne kom­me sie bei Gele­gen­heit wie­der, wie sie ver­si­cher­te. Natür­lich durf­te ein Rund­gang durch die Dau­er­aus­stel­lung des Römer­Mu­se­ums nicht feh­len, bei dem Muse­ums­lei­ter Sulk die vie­len High­lights vom Limes in Bay­ern erläu­ter­te.

Die Koope­ra­ti­on zwi­schen dem Deut­schen Archäo­lo­gi­schen Insti­tut und der Repu­blik Nord­ma­ze­do­ni­en läuft seit 2024. Deut­sche Exper­ten für Denk­mal­pfle­ge ver­su­chen gemein­sam mit maze­do­ni­schen Wis­sen­schaft­lern, das rei­che kul­tu­rel­le Erbe Nord­ma­ze­do­ni­ens und vor allen der römi­schen Stadt Colo­nia Fla­via Scu­p­i­no­rum zu sichern und für die Öffent­lich­keit zugäng­lich zu machen. Der nächs­te Besuch einer deut­schen Dele­ga­ti­on steht im Okto­ber an, wo Kon­zep­te zur Erfor­schung und Ver­mitt­lung Scu­p­is erar­bei­tet wer­den sol­len. Die Aus­stel­lung Freund oder Feind trägt einen klei­nen Teil dazu bei, die Koope­ra­ti­on bei­der Län­der zu fes­ti­gen.

Die Son­der­aus­stel­lung im Römer­Mu­se­um Wei­ßen­burg läuft noch bis zum 23. August und ist Diens­tag bis Sonn­tag von 10.00 bis 17.00 geöff­net. Der Ein­tritt ist im nor­ma­len Ein­tritts­preis für das Römer­Mu­se­um ent­hal­ten.

Foto: Muse­en Wei­ßen­burg