Burgenstraße begrüßt Neu-Mitglied Eichstätt

von | 2. Februar 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Baro­cke Dom­stadt seit 01.01.2026 dabei – Rou­te ver­län­gert sich ins Alt­mühl­tal

Eich­stätt — Die Bur­gen­stra­ße hat Zuwachs bekom­men: Seit 01.01.2026 darf sich auch die Barock‑, Bischofs- und Uni­ver­si­täts­stadt Eich­stätt mit der Wil­li­balds­burg zu den Mit­glie­dern der bekann­ten Feri­en­stra­ße zäh­len. Die­se führt nun erst­mals durchs Alt­mühl­tal und ver­län­gert sich um rund 60 Kilo­me­ter auf ins­ge­samt ca. 840 Kilo­me­ter. Eich­stätt steht damit in einer Rei­he mit welt­be­kann­ten Rei­se­zie­len, UNESCO-Welt­erbe­stät­ten und tou­ris­ti­schen Klein­oden wie Hei­del­berg, Rothen­burg ob der Tau­ber, Nürn­berg, Bam­berg oder Bad Wimp­fen.

Ermög­licht hat­te die Auf­nah­me Eich­stätts der Aus­schuss für gesell­schaft­li­che Ange­le­gen­hei­ten der Stadt Eich­stätt. Die­ser beriet auf Vor­schlag der Ver­wal­tung im Novem­ber 2025 über eine mög­li­che Bewer­bung um Auf­nah­me in die Bur­gen­stra­ße. Dank einer Mehr­heit im Gre­mi­um und einer Eil­ent­schei­dung sei­tens der Bur­gen­stra­ße ist Eich­stätt nun gemein­sam mit der Bier- und Hop­fen­stadt Spalt im Frän­ki­schen Seen­land seit Janu­ar der fri­sches­te Neu­zu­gang auf der tra­di­ti­ons­rei­chen Tou­ris­tik­rou­te. Die 1954 ins Leben geru­fe­ne Bur­gen­stra­ße ver­bin­det zwi­schen Heidelberg/Schwetzingen und Bay­reuth mehr als 45 Mit­glieds­or­te, in denen über 60 his­to­ri­sche Gemäu­er zu bewun­dern sind. In bei­den Rich­tun­gen durch­ge­hend beschil­dert, lässt sich die The­men­rou­te in belie­big lan­gen oder kur­zen Etap­pen erkun­den – ob mit dem Pkw, dem Wohn­mo­bil, dem Old­ti­mer oder dem Fahr­rad.

Abwechs­lungs­rei­che Land­schaf­ten – dar­un­ter das Neckar­tal, der Natur­park Alt­mühl­tal und die Frän­ki­schen Schweiz – bil­den die Kulis­se für his­to­ri­sche Ein­bli­cke in rund 1000 Jah­re deut­scher (Kultur-)Geschichte: vom Mit­tel­al­ter über das Barock bis zum His­to­ris­mus. Dabei ver­steht sich die Feri­en­stra­ße als Ein­la­dung, buch­stäb­lich schon den Weg als Ziel zu begrei­fen: „Es ist nie der schnells­te, son­dern stets der schöns­te Weg, der die Sta­tio­nen der Bur­gen­stra­ße ver­bin­det“, erklär­te Katha­ri­na Tank, Geschäfts­füh­re­rin des Trä­ger­ver­eins „Die Bur­gen­stra­ße e.V.“, bei einer gemein­sa­men Pres­se­kon­fe­renz auf der Wil­li­balds­burg Ende Janu­ar: „Dass die Bur­gen­stra­ße nun auch durchs Alt­mühl­tal führt, ist ein ech­ter Gewinn für unse­re Rei­sen­den – und ein wei­te­rer ‚Schatz‘, mit dem Eich­stätt die Rou­te berei­chert, zusätz­lich zur Burg, dem wun­der­schö­nen Stadt­bild, den sehens­wer­ten Muse­en und vie­lem mehr.“

Denn unter dem Mot­to „Wer­te schät­zen – Schät­ze ent­de­cken“ will die Bur­gen­stra­ße den Blick ganz bewusst auf das rei­che und viel­fäl­ti­ge his­to­risch-kul­tu­rel­le Erbe ent­lang der Rou­te len­ken: „Damit sind längst nicht nur die stei­ner­nen Zeu­gen ver­gan­ge­ner Zei­ten gemeint“, erläu­ter­te Dr. Mar­kus Naser, Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Rothen­burg ob der Tau­ber und Vor­sit­zen­der des Bur­gen­stra­ße e. V.: „Auch ein zig­ar­ti­ge kul­tu­rel­le Schät­ze, leben­di­ges Brauch­tum, tra­di­tio­nel­le Hand­werks­kunst und die kuli­na­ri­schen Spe­zia­li­tä­ten eines jeden Ortes und einer jeden Regi­on machen die Geschichts­er­fah­rung ent­lang der Bur­gen­stra­ße zur genuss­vol­len Urlaubs­ge­gen­wart.“ Neben fei­nem Schwet­zin­ger Spar­gel, Würt­tem­ber­ger Wein, Nürn­ber­ger Leb­ku­chen und frän­ki­schem Bier wird hier­zu künf­tig auch das Alt­mühl­ta­ler Lamm sei­nen Bei­trag leis­ten. Nicht zuletzt laden zahl­rei­che Erleb­nis­an­ge­bo­te das gan­ze Jahr über zum Ken­nen­ler­nen und Mit­ma­chen ein: Füh­run­gen im his­to­ri­schen Gewand und tra­di­tio­nel­le Märk­te, hoch­ka­rä­ti­ge Fes­ti­vals und Open-Air-Thea­ter, Greif­vo­gel-Shows, Old­ti­mer-Ral­lyes und vie­les mehr.

Ober­bür­ger­meis­ter Josef Grien­ber­ger freu­te sich bei der Pres­se­kon­fe­renz sehr über die Auf­nah­me in die Bur­gen­stra­ße: „Wir mögen zwar Klein­stadt sein, kön­nen aber mit so eini­gen tou­ris­ti­schen Trümp­fen auf­war­ten – nicht nur mit der Wil­li­balds­burg, son­dern auch mit unse­rer his­to­ri­schen Alt­stadt. Das wis­sen wir Eich­stät­ter und vie­le in der Regi­on. Doch wir möch­ten noch viel mehr Men­schen für unse­re Stadt begeis­tern und kön­nen jetzt über den Bur­gen­stra­ßen-Ver­bund hof­fent­lich noch zahl­rei­che wei­te­re Men­schen nach Eich­stätt locken!“

Für den Lei­ter der Tou­rist-Infor­ma­ti­on der Stadt Eich­stätt, Lars Ben­der, geht mit der Auf­nah­me in die Bur­gen­stra­ße ein lang geheg­ter Wunsch in Erfül­lung: „Wir mer­ken im Tou­ris­mus jeden Tag, dass man viel mehr erreicht, wenn man als star­ker Ver­bund auf­tritt. Die star­ke Mar­ke „Bur­gen­stra­ße“ wird dabei hel­fen, Eich­stätt als his­to­ri­sche Sehens­wür­dig­keit bekann­ter zu machen, wegen der Wil­li­balds­burg und auch wegen der ein­ma­li­gen baro­cken Alt­stadt mit sei­nen zahl­rei­chen Plät­zen, Kir­chen und Klös­tern.“
Um die bei­den neu­en Mit­glie­der Eich­stätt und Spalt in die Bur­gen­stra­ße zu inte­grie­ren, müs­sen zum einen der Rou­ten­ver­lauf auf der Stra­ße (bis­lang 780 Kilo­me­ter, jetzt 840 Kilo­me­ter) sowie der Rad­weg „Bur­gen­stra­ße“ (bis­lang 860 Kilo­me­ter, jetzt 960 Kilo­me­ter) ange­passt und aus­ge­schil­dert wer­den.

Eich­stätt und Spalt fin­den hier zwi­schen den Bestands­mit­glie­dern Aben­berg und Roth Platz, die Rou­te wird damit um eine neue Süd­schlei­fe durchs Frän­ki­sche Seen­land und das Alt­mühl­tal erwei­tert. Zudem sind bei­den „Neu­en“ in allen – auch inter­na­tio­nal ver­trie­be­nen – Fly­ern, Bro­schü­ren und Co. zu ergän­zen. „Und viel­leicht fin­den wir in Eich­stätt ja auch einen neu­en Part­ner für unser Pre­mi­um-Part­ner-Hotel­netz­werk“, freut sich Tank, die gemein­sam mit Ben­der die kom­men­den Mona­te schon fest im Blick
hat. So will die Bur­gen­stra­ße zum Bei­spiel ihre Ange­bo­te für Kin­der und Fami­li­en noch ein­mal gezielt in den Fokus rücken – was wür­de da bes­ser pas­sen als die Eich­stät­ter Wil­li­balds­burg mit dem Jura-Muse­um.

Die Bur­gen­stra­ße einen Blick:
- gegrün­det 1954 in Heil­bronn
_ eine der ältes­ten und bekann­tes­ten Feri­en­stra­ßen Deutsch­lands
 — Län­ge: 840 km (Stra­ße), 960 km (Rad­weg)
- Start-/End­punk­te: Heidelberg/Schwetzingen – Bay­reuth
- über 45 Sta­tio­nen (Kom­mu­nen und ein­zel­ne Monu­men­te)
 — mehr als 60 his­to­ri­sche Gemäu­er (Bur­gen, Schlös­ser, Rui­nen, Klös­ter)
 — Rechts- und Orga­ni­sa­ti­ons­form: ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein
 — erfüllt die Qua­li­täts­kri­te­ri­en des Deut­schen Tou­ris­mus­ver­bands (DTV) für Feri­en­stra­ßen
 — 14 Pre­mi­um Part­ner Hotels ent­lang der Rou­te

Mehr Infor­ma­tio­nen:
Die Bur­gen­stra­ße e.V., Pretz­fel­der Stra­ße 15, 90425 Nürn­berg Allee
Tele­fon +49 (0) 911 88 8 38–00, Fax +49 (0) 911 88 8 38–00
info@burgenstrasse.de, www.burgenstrasse.de

Bild­un­ter­schrift: Katha­ri­na Tank, Geschäfts­füh­re­rin der Bur­gen­stra­ße und OB Dr. Mar­kus Naser, Vor­sit­zen­der der Bur­gen­stra­ße über­rei­chen das Mit­glieds­schild an die Stadt Eich­stätt, ver­tre­ten durch OB Josef Grien­ber­ger und Lars Ben­der, Lei­ter Tou­ris­mus und Kul­tur (von links nach rechts). Foto: Tou­ris­mus und Kul­tur Eich­stätt