CSU und Freie Wähler besichtigen neuen Gasslabauer-Parkplatz in Weißenburg

von | 23. Juli 2023 | Altmühlfranken, Weißenburg

Wei­ßen­burg (red). Die Frak­tio­nen der Frei­en Wäh­ler und der CSU haben am ver­gan­ge­nen Diens­tag den neu ange­leg­ten Park­platz auf dem Gas­s­la­bau­er-Are­al im Rah­men eines frak­ti­ons-über­grei­fen­den Ter­mins besucht um sei­ne Beson­der­hei­ten im Ver­gleich zu den frü­her übli­chen “zuge­teer­ten” Flä­chen per­sön­lich in Augen­schein neh­men.

Da offen­sicht­lich kei­ne “Ein­wei­hung” oder “öffent­li­che Über­ga­be” durch die Stadt geplant ist, woll­ten die bei­den Frak­tio­nen zumin­dest im Rah­men die­ses Ter­mins den Abschluss der Bau­maß­nah­me wür­di­gen.

Vor­ab sei gesagt: Selbst­ver­ständ­lich war der gereich­te Sekt alko­hol­frei. Schließ­lich gibt es in Wei­ßen­burg eine Sat­zung, nach der das Trin­ken von Alko­hol auf öffent­li­chen Plät­zen ver­bo­ten ist.

Der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der CSU, Klaus Drot­zi­ger, hob her­vor, dass Wei­ßen­burg damit einen zeit­ge­mä­ßen und zukunfts­träch­ti­gen Park­platz erhal­ten habe, der in die­ser Art auch in vie­len Städ­ten so gebaut wür­de. Der Park­platz sei so gepflas­tert, dass das Regen­was­ser ver­si­ckern und dadurch ins Grund­was­ser gelan­gen kön­ne. Das tue dem Grund­was­ser­be­stand gut und belas­te die Klär­an­la­ge nicht unnütz.

Auch wenn die Pflan­zun­gen nach Auf­fas­sung von Drot­zi­ger noch ein wenig wach­sen müss­ten, tue das Grün dem Mikro­kli­ma lang­fris­tig gut und ver­hin­de­re eine Auf­hei­zung der Flä­che. Der Park­platz läge zudem zen­trums­na­he, sei behin­der­ten­ge­recht und böte auch Lade­mög­lich­kei­ten für E‑Fahrzeuge.

Heinz Gru­ber wies für die Frei­en Wäh­ler dar­auf hin, dass von Süden, Wes­ten und Nor­den Park­plät­ze am Alt­stadt­ring vor­han­den sei­en, nur von Osten her sei dies bis­her nicht der Fall gewe­sen. Und dies, obwohl von Osten vie­le Besu­cher aus den Orts­tei­len Rothen­stein, Nie­der­ho­fen, Kehl, Ober­hoch­statt und von Orten auf dem Jura in die Stadt kämen.

Gru­ber beklag­te, dass immer die glei­chen fal­schen Vor­wür­fe erho­ben wür­den, näm­lich das Park­plät­ze Ver­kehr anzie­hen. So wur­de auch der aktu­el­le Vor­schlag der Frei­en Wäh­ler eine Tief­ga­ra­ge beim Sig­wart-Gelän­de ein­zu­pla­nen mit dem Argu­ment, das wür­de Ver­kehr anzie­hen, ange­grif­fen. Nach Mei­nung der Frei­en Wäh­ler geht es jedoch genau ums Gegen­teil: Vor­han­de­nen Ver­kehr abzu­fan­gen, bevor er in die Alt­stadt flu­tet.

Nach Gru­ber haben die Besu­cher Wei­ßen­burgs vom Gas­s­la­bau­er-Park­platz aus kur­ze Wege zu den Alt­stadt­ge­schäf­ten, die es zu erhal­ten gäl­te. Damit sei­en sol­che Park­mög­lich­kei­ten Vor­aus­set­zung für eine leben­di­ge Alt­stadt. Wür­de alles gesperrt, kämen kei­ne Besu­cher mehr. Gru­ber zitier­te eine Wei­ßen­bur­ger Geschäfts­frau, die gesagt habe, dass man „von den Wei­ßen­bur­ger Kun­den allein nicht über­le­ben kön­ne“.

Wie zum Beweis für die Aus­sa­ge die­ser Geschäfts­frau kamen in die­sem Moment Besu­cher aus Hei­den­heim auf den Park­platz. Auf die Fra­ge war­um sie denn genau hier par­ken, erhiel­ten die anwe­sen­den Stadt­rä­te die Ant­wort: „Wir gehen jetzt zum Unver­packt-Laden ein­kau­fen“. Ein deut­li­cher Fin­ger­zeig dafür, dass das Kon­zept von CSU und FW stimmt.

Der stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der CSU, Tobi­as Kamm, ver­wies dar­auf, dass am Pro­gym­na­si­um fast 30 Park­plät­ze weg­fal­len wer­den, weil beschlos­sen wur­de, dort einen Kin­der­hort ein­zu­rich­ten. Dar­über hin­aus wür­den am Pler­rer, am Zettl­meisl-Grund­stück und auf dem Sig­wart-Are­al wäh­rend der in den nächs­ten Jah­ren anste­hen­den lan­gen Umbau­pha­sen sehr, sehr vie­le Park­plät­ze nicht genutzt wer­den kön­nen und nach der Umbau­pha­se wür­den weni­ger Park­plät­ze als bis­lang vor­han­den sein. Aus die­sem Grund bräuch­ten die Geschäf­te und die Kun­den in der Alt­stadt die­sen Park­platz.

Drot­zi­ger beton­te, dass zu guter Letzt ent­schei­dend sei, wie die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger den Park­platz anneh­men wür­den. Und hier ergä­be eine Aus­wer­tung von zustim­men­den oder ableh­nen­den Votings in den Social Media, dass deut­lich mehr als 80 Pro­zent der Bevöl­ke­rung den Park­platz begrü­ßen wür­den.

Bild­un­ter­schrift: (v. l.): Die Stadt­rä­te Heinz Gru­ber (FW), Manue­la Mühl­ö­der (FW), Karl-Heinz Degen (CSU), Alex­an­der Koh­ler (FW), Tobi­as Kamm (CSU), Artur Auern­ham­mer (CSU) Klaus Drot­zi­ger (CSU). Foto: CSU und FW Wei­ßen­burg