CSU zur Betriebsbesichtigung bei Getränke Jäger

von | 23. Februar 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gun­zen­hau­sen (red). Eine 20-köp­fi­ge Dele­ga­ti­on des CSU-Orts­ver­ban­des und der CSU-Stadt­rats­frak­ti­on besuch­te – unter Lei­tung der stell­ver­tre­ten­den CSU-Orts­vor­sit­zen­den Ingrid Papp­ler und gemein­sam mit CSU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­tem Alfons Brandl – den Geträn­ke­groß­han­del Jäger in der Indus­trie­stra­ße. Die Gäs­te wur­den von zwei Jäger-Gene­ra­tio­nen und drei Geschäfts­füh­rern begrüßt, von Seni­or­chef Rudolf Jäger, sei­ner Toch­ter Sabi­ne Ams­lin­ger und Tho­mas Ams­lin­ger.

Zuerst stell­te Tho­mas Ams­lin­ger den Betrieb umfas­send vor und anschlie­ßend wur­den die Gäs­te von den drei Geschäfts­füh­rern per­sön­lich über das gesam­te Betriebs­ge­län­de geführt.
Auf die­sem Wege konn­ten sich die Besu­cher selbst ein umfas­sen­des Bild der „Geträn­ke Jäger GmbH“ machen, einem mit­tel­stän­di­schen Fami­li­en­un­ter­neh­men, das sich seit sei­ner Grün­dung im Jahr 1963 und seit sei­ner Ansie­de­lung am Stand­ort Gun­zen­hau­sen im Jahr 1998 zu einem der größ­ten Geträn­ke­groß­händ­ler in der Regi­on ent­wi­ckelt hat. Mit ihren der­zeit 99 Mit­ar­bei­tern ver­sorgt Jäger Geträn­ke­märk­te, Gas­tro­no­mie­be­trie­be, Ein­zel­händ­ler, Kran­ken­häu­ser, Fir­men­kan­ti­nen, Hei­me und sogar Ver­ei­ne in ganz Mit­tel­fran­ken. Für die­sen sehr gro­ßen Kun­den­stamm lagert das Unter­neh­men auf einer Betriebs­flä­che von 16.000 m² über 2.500 ver­schie­de­ne Geträn­ke­ar­ti­kel, ange­fan­gen mit Mine­ral­was­ser und ande­ren alko­hol­frei­en Geträn­ken, über rund 400 ver­schie­de­ne Bier­sor­ten, bis hin zu Wein und Sekt. Von die­sen vie­len ver­schie­de­nen Geträn­ke­sor­ten lagern stets zwi­schen 170.000 und 200.000 Gebin­den (= Käs­ten) in Gun­zen­hau­sen, wer­den dort von 32 Mit­ar­bei­tern – gemäß Bestel­lung – für die Aus­lie­fe­rung zusam­men­ge­stellt und von 15 betriebs­ei­ge­nen LKWs an die Kun­den aus­ge­lie­fert.

Auf die­se Wei­se konn­te die Geträn­ke Jäger GmbH allein im ver­gan­ge­nen Jahr rund 325.000 Hek­to­li­ter an Geträn­ken zum Kun­den brin­gen, eine logis­ti­sche Meis­ter­leis­tung, hin­ter der auch eine sehr durch­dach­te Unter­neh­mens­phi­lo­so­phie steckt. So spielt bei­spiels­wei­se die Mehr­weg-Geträn­ke­fla­sche eine zen­tra­le Rol­le bei Jäger. Die Besu­cher erfuh­ren, dass eine Glas­fla­sche rund 50 mal wie­der befüllt wer­den kann, wäh­rend eine Mehr­weg-PET-Fla­sche schon nach 25 Zyklen nicht mehr wie­der­ver­wen­det wer­den kann und dann nur noch als – mög­lichst sor­ten­rei­ner – Roh­stoff den Weg in die Kunst­stoff­pro­duk­ti­on fin­det. Jäger lässt sich die­se öko­lo­gi­sche Über­zeu­gung auch etwas kos­ten, und beschäf­tigt – allein im Leer­gut­ma­nage­ment – gan­ze 20 Mit­ar­bei­ter.

Als wei­te­ren Unter­neh­mens-Schwer­punkt enga­giert sich Jäger inten­siv für die Pro­dukt­viel­falt aus der Regi­on, oder, wie Seni­or­chef Rudolf Jäger es aus­drück­te, für „Pro­duk­te aus unse­rer Nach­bar­schaft“. Das gilt nicht nur für loka­le Bier­spe­zia­li­tä­ten, son­dern eben­so für hoch­wer­ti­ge Säf­te, Limo­na­den, Mine­ral­wäs­ser oder Spi­ri­tuo­sen von klei­nen Her­stel­lern aus dem Fran­ken­land. Ein ange­neh­mer Neben­ef­fekt: Neben der Stär­kung der regio­na­len Wirt­schaft schla­gen sich dadurch auch die wesent­lich kür­ze­ren Trans­port­we­ge nach­hal­tig in der Öko­bi­lanz des Unter­neh­mens nie­der. Des wei­te­ren – so beton­te Tho­mas Ams­lin­ger auf Nach­fra­ge von Ingrid Papp­ler – hat Geträn­ke Jäger in zuneh­men­dem Umfang auch Fair­trade-Pro­duk­te im Sor­ti­ment und könn­te bei­spiels­wei­se auch Fair­trade-Tagungs­ge­trän­ke für die Gun­zen­häu­ser Stadt­hal­le lie­fern.

Auch auf dem Arbeits­markt über­nimmt Jäger eine gro­ße Ver­ant­wor­tung für die Aus­bil­dung jun­ger Men­schen; der­zeit wer­den fünf Aus­zu­bil­den­de unter­schied­li­cher Berufs­fel­der in der
Fir­ma betreut und sol­len – nach erfolg­rei­chem Abschluss – als kom­pe­ten­ter Nach­wuchs einen Arbeits­platz bei Jäger fin­den. Neben den tra­di­tio­nel­len Büro­be­ru­fen im Groß- und
Ein­zel­han­del wer­den Berufs­an­fän­ger auch im Lager- und Logis­tik­be­reich sowie als Berufs­kraft­fah­rer aus­ge­bil­det.

Nach Abschluss des Betriebs­rund­gan­ges setz­te man sich zu einer infor­mel­len Gesprächs­run­de zusam­men, um Anlie­gen des Unter­neh­mens an die Kom­mu­nal­po­li­tik zu bespre­chen.
In die­ser Run­de kam Tho­mas Ams­lin­ger noch­mals auf die digi­ta­len Ent­wick­lun­gen im Geträn­ke­ver­trieb zu spre­chen: „Für die in Zukunft viel inten­si­ve­re digi­ta­le Auf­trags­ab­wick­lung
benö­ti­gen wir hier in der Indus­trie­stra­ße ganz drin­gend eine schnel­le Daten­lei­tung per Glas­fa­ser­ka­bel. Eine mög­lichst zeit­na­he Bereit­stel­lung der Glas­fa­ser­ver­bin­dung und ein
rascher Anschluss an die­sel­be sind von größ­ter Bedeu­tung für eine wei­ter­hin gute Ent­wick­lung unse­res Unter­neh­mens am Stand­ort Gun­zen­hau­sen.“ CSU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der
Man­fred Papp­ler und sein Frak­ti­ons­kol­le­ge Arno Dern­erth ver­spra­chen ger­ne, sich um die­se Ange­le­gen­heit zu küm­mern.

Und so zeig­te sich die Besu­cher­grup­pe bei ihrer Ver­ab­schie­dung sehr beein­druckt von der Ent­wick­lung der Fir­ma „Geträn­ke Jäger GmbH“ und vor allem davon, wie aus einem klei­nen
Fami­li­en­be­trieb in Kal­ben­stein­berg über sech­zig Jah­re lang und mit nie nach­las­sen­der fami­liä­rer Ener­gie­leis­tung einer der größ­ten und wich­tigs­ten Geträn­ke­groß­händ­ler in ganz Mit­tel­fran­ken her­an­wuchs, ein Vor­bild, das Mut machen kann!

Foto: CSU Gun­zen­hau­sen