DAK-Analyse: Leichte Entspannung bei den Fehlzeiten

von | 17. März 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Kran­ken­stand in West­mit­tel­fran­ken ist 2024 von 5,4 auf 5,3 Pro­zent gesun­ken

Ans­bach (red).  Der Kran­ken­stand in West­mit­tel­fran­ken ist 2024 im Ver­gleich zum Vor­jahr von 5,4 auf 5,3 Pro­zent leicht gesun­ken. Ins­be­son­de­re das Niveau der Fehl­ta­ge auf­grund von Atem­wegs­be­schwer­den und Mus­kel-Ske­lett-Erkran­kun­gen ist nied­ri­ger als 2023. Die DAK-Gesund­heit hat die Krank­schrei­bun­gen aller DAK-ver­si­cher­ten Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer in der Regi­on für das Gesamt­jahr 2024 aus­ge­wer­tet.

Auf 100 DAK-ver­si­cher­te Beschäf­tig­te kamen 2024 ins­ge­samt rund 1937 Fehl­ta­ge. Das waren 1,9 Pro­zent weni­ger als 2023. „Es ist ein ers­tes posi­ti­ves Signal, dass der Kran­ken­stand in unse­rer Regi­on 2024 nicht wei­ter gestie­gen ist. Ob dar­aus eine Trend­wen­de wird, wer­den die nächs­ten Jah­re zei­gen“, sagt Jochen And­res, Chef in Ans­bach.

Die meis­ten Fehl­ta­ge gin­gen 2024 wie­der auf das Kon­to von drei Erkran­kungs­grup­pen: Psy­chi­sche Erkran­kun­gen wie Depres­sio­nen ver­ur­sach­ten bezo­gen auf 100 Beschäf­tig­te 316 Krank­heits­ta­ge, 2023 waren es 284 Tage. Atem­wegs­er­kran­kun­gen waren für 317 Tage je 100 Beschäf­tig­te ver­ant­wort­lich, nach 365 Tagen im Vor­jahr. Und bei Mus­kel-Ske­lett-Erkran­kun­gen wie Rücken­schmerz kamen auf 100 Beschäf­tig­te 348 Tage. 2023 waren es 426 Tage je 100 Beschäf­tig­te.

Deut­li­ches Plus bei den Psych-Fehl­ta­gen

Auf­fäl­lig ist der Anstieg um 11,2 Pro­zent bei den Fehl­ta­gen auf­grund psy­chi­scher Erkran­kun­gen. „Wir müs­sen die Prä­ven­ti­on stär­ken, auch am Arbeits­platz. Eine Depres­si­on kann jeden und jede Beschäf­tig­te tref­fen“, sagt And­res. Ange­sichts der ange­spann­ten wirt­schaft­li­chen Lage in vie­len Fir­men emp­fiehlt die DAK-Gesund­heit ein betrieb­li­ches Gesund­heits­ma­nage­ment (BGM), das sys­te­misch ange­legt ist. Dafür wer­den unter ande­rem die Struk­tu­ren und Pro­zes­se im Unter­neh­men genau betrach­tet und die Mit­ar­bei­ten­den an einem Ver­än­de­rungs­pro­zess betei­ligt. „Beim sys­te­mi­schen BGM geht es dar­um, arbeits­be­ding­te Belas­tun­gen pass­ge­nau zu ver­rin­gern. Wir hel­fen Unter­neh­men dabei, ein sol­ches zu ent­wi­ckeln“, so Jochen And­res.

Die DAK-Gesund­heit ist eine der größ­ten gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen Deutsch­lands und enga­giert sich beson­ders im betrieb­li­chen Gesund­heits­ma­nage­ment (BGM). Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum BGM der Kas­se gibt es online unter: www.dak.de/bgm.

Foto: DAK