Zwischen Hörnlein-Kreuzung, Großprojekten und Tourismus: Für Markus Gläser ist bessere Kommunikation der Schlüssel für den Landkreis
Rohrbach – Es war an sich ein ganz normaler Mittwochabend im kleinen Rohrbach bei Ettenstatt, das durch die Steinerne Rinne weit über den Landkreis hinaus bekannt ist. Zur Steinernen Rinne heißt auch das kleine Gasthaus von Hans Hübner, wo sich einmal in der Woche die Ortsansässigen nach getaner Arbeit zum Stammtisch treffen, um über das Wetter, die Politik und das Leben im Allgemeinen zu reden.
Doch am vergangenen Mittwoch war etwas anders: Landratskandidat Markus Gläser hatte sich unter die Stammtischrunde gemischt – nicht ohne das vorher mit Wirt Hans Hübner abgesprochen zu haben. „Jeder kriegt seine Chance“, meinte dieser. Dass sich daraus eine lebhafte Diskussion entwickeln würde, hatte jedoch niemand erwartet.
Gläser stellte sich den Fragen und unterschiedlichen Meinungen der Anwesenden. Sein zentrales Anliegen zog sich durch den gesamten Abend: Die Kommunikation müsse insgesamt wieder deutlich gesteigert werden – zwischen Landratsamt und Bürgern, zwischen den Gemeinden untereinander, zwischen Verwaltung, Landwirtschaft, Jägerschaft, Umweltstellen und Jugend, aber auch parteiübergreifend.
Gerade während der Corona-Zeit sei vieles ins Stocken geraten. Entscheidungen müssten transparenter vorbereitet und Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einbezogen werden. Man müsse bereit sein, auch nachzusteuern, statt nur zu reden.
Natürlich blieb es nicht bei Grundsatzfragen – auch die Hörnlein-Kreuzung wurde diskutiert. Gläser meinte: „Jetzt muss man es so durchziehen“, selbst wenn die Kosten zu hoch seien.
Weitere Themen waren große Bauprojekte im Landkreis, etwa an Schulen und am Klinikum. Diese müssten selbstverständlich fertiggestellt werden, gleichzeitig brauche es klare Prioritäten – insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Bildung. Auch Digitalisierung und flexiblere Strukturen in der Verwaltung sieht Gläser als wichtige Bausteine, um Bürger künftig besser unterstützen zu können.
Nach gut einer Stunde verabschiedete sich der Kandidat. Zurück blieb eine Runde, die weiter diskutierte. Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus – von kritischen Anmerkungen bis hin zu Anerkennung. „Er tritt gegen seinen eigenen Chef an – er hat Schneid“, meinte ein Stammtischbruder.
Bildunterschrift: Gastwirt Hans Hübner freute sich vor allem darüber, dass sich „auch mal jemand hier ins kleine Rohrbach verirrt hat“. Foto: Jessica Frank


