Die kleine Alternative im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

von | 12. November 2023 | Altmühlfranken, Treuchtlingen

Diet­furt (red). Das Senio­ren­pfle­ge­heim Land­haus Alt­mühl­tal im Her­zen von Diet­furt ist eine klei­ne und fami­liä­re Alter­na­ti­ve für die Ver­sor­gung im Alter. Beim Besuch konn­te sich Land­rat Manu­el West­phal nicht nur das Heim anse­hen, son­dern  sich auch mit den Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern aus­tau­schen und hat­te ein offe­nes Ohr für die Anlie­gen der Ein­rich­tungs­lei­tung.

Das ehe­ma­li­ge Gast­haus in Diet­furt wirkt von außen wie jedes ande­re Haus auch und passt sich in die dörf­li­che Umge­bung ein. Das Haus hat eine lan­ge Geschich­te und war bereits Gast­ar­bei­ter­un­ter­kunft und Kin­der­er­ho­lungs­heim. Seit 1984 bie­tet das Haus 29 Men­schen einen Platz im Alter. Das Senio­ren­pfle­ge­heim Land­haus Alt­mühl­tal wirkt für sei­ne Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner so sehr fami­li­är und woh­lig. „Genau das ist, was unse­re Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner schät­zen: Es fühlt sich an wie daheim. Das macht den Schritt, nicht mehr in den eige­nen vier Wän­den zu leben, deut­lich ein­fa­cher“, erklärt die Pfle­ge­dienst­lei­tung The­re­sa Dümm­ler.

Es ist aber vor allem das Per­so­nal und deren fami­liä­rer und empa­thi­scher Umgang mit den Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern, wel­cher die Ein­rich­tung aus­macht. Ins­ge­samt 20 Voll­zeit­stel­len, wovon die meis­ten in Teil­zeit besetzt sind, küm­mern sich um die Senio­rin­nen und Senio­ren. „Man merkt, dass bei allen hier das Herz dahin­ter steckt“, beschreibt die Lei­tung der Ein­rich­tung Kat­rin Stöhr ihr Team. Durch das Haus zieht ein ange­neh­mer Duft nach Mit­tag­essen. Der Koch berei­tet in Abspra­che und Zusam­men­ar­beit mit den Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern gute Haus­manns­kost zu. Geges­sen wird dann gemein­sam im Spei­se­saal, der frü­he­ren „Wirtsstub´n“.

„Wir sind sehr stolz auf unser Team aus Pfle­ge, Betreu­ung, Haus­wirt­schaft und Ver­wal­tung. Unse­re Mit­ar­bei­ter arbei­ten teil­wei­se schon jahr­zehn­te­lang in unse­rem Haus. Es herrscht der­zeit kei­ne Per­so­nal­not“ erklärt die Ein­rich­tungs­lei­tung. „In den nächs­ten Jah­ren ste­hen aber Ren­ten­ein­trit­te bevor, so dass wir uns selbst­ver­ständ­lich auch über Bewer­bun­gen freu­en.“

Gera­de dadurch, dass das Heim in Eigen­ver­ant­wor­tung geführt wird, sieht sich die Heim­lei­tung immer wie­der vor klei­nen und gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen aber auch Chan­cen. Und auch die Gebäu­de­sa­nie­rung und ein Erwei­te­rungs­bau ist in Pla­nung. „Wir möch­ten aber sicher­stel­len, dass unser klei­ner fami­liä­rer Cha­rak­ter erhal­ten bleibt. Und natür­lich sol­len auch die Kos­ten für unse­re Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner nicht explo­die­ren“, erklärt Stöhr.

„Die Wün­sche, wie wir alt wer­den wol­len, sind so unter­schied­lich wie wir selbst. Mit fort­schrei­ten­dem Alter bleibt aber oft kei­ne ande­re Wahl, als Unter­stüt­zung anzu­neh­men. Des­halb ist es so wich­tig, dass wir bei uns in der Regi­on wohn­ort­na­he Pfle­ge­hei­me wie das Senio­ren­heim in Diet­furt haben“, erklärt Land­rat Manu­el West­phal beim Besuch.

Bild­un­ter­schrift: Land­rat Manu­el West­phal gemein­sam mit Ein­rich­tungs­lei­tung Kat­rin Stöhr. Foto: Land­rats­amt Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen