Die Sola-Halle in Solnhofen bebte

von | 7. November 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Soln­ho­fen (red). Die Atmo­sphä­re war von Anfang an elek­tri­sie­rend, als die Klän­ge der ers­ten Band erklan­gen. Die Besu­cher erwar­te­te über drei Stun­den erdi­ger Rock, gefühl­vol­ler Blues, hei­ßer Gitar­ren­sound und mit­rei­ßen­de Rhyth­men.

Der Abend begann mit der United Blues & Rock Explo­si­on, die mit ihrem kraft­vol­len Sound und mit­rei­ßen­den Melo­dien das Publi­kum sofort in ihren Bann zogen. Die Band­mit­glie­der Geor­ge Clover, der Mit­glied der bekann­ten Cli­max Blues Band war, dem bri­ti­schen Gitar­ris­ten Pete Sar­ge Framp­ton, dem Argen­ti­ni­er Feder­i­co Bozas am Bass, dem Drum­mer Tom Die­wock und natür­lich dem in Soln­ho­fen leben­den Ray Frick waren schon zum drit­ten Mal zu Gast in Soln­ho­fen. Ihre ener­gie­ge­la­de­ne Per­for­mance und die authen­ti­schen Sou­thern Rock Klän­ge sorg­ten für eine aus­ge­las­se­ne Stim­mung und lie­ßen die Zuschau­er zu den Beats mit­wip­pen.

Im Anschluss trat Rad Gum­bo auf, die Ingol­städ­ter Band, die bereits zwei­mal mit dem Deut­schen Schall­plat­ten­preis aus­ge­zeich­net wur­de. Ihre Songs führ­ten auf eine Rei­se nach New Orleans, der Hei­mat von Swamp Rock und Zyde­co. Die Band ver­stand es, die Zuhö­rer zu begeis­tern und auf eine musi­ka­li­sche Rei­se durch die Wur­zeln des Gen­res mit­zu­neh­men.

Als Gast­spie­ler und Nach­wuchs­mu­si­ker durf­te der erst 16jährige Odin Sokac aus Zagreb auf die Büh­ne und zwei sei­ner Lie­der prä­sen­tie­ren. Er kom­po­niert und tex­tet sei­ne Songs selbst und möch­te mit sei­ner Musik den Rock und Blues auch der jun­gen Gene­ra­ti­on nahe­brin­gen. Er ist ein musi­ka­li­sches Zieh­kind des Blues-Harp Spie­lers Kre­so Ore­mus aus Kroa­ti­en, der sei­nen Auf­tritt lei­der wegen Erkran­kung absa­gen muss­te.

Der Höhe­punkt des Abends war mit Sicher­heit der Auf­tritt von Jeff Jen­sen aus Memphis/Tennessee. Er wird zurecht als einer der bes­ten Blues­gi­tar­ris­ten der Welt bezeich­net. Mit sei­ner cha­ris­ma­ti­schen Büh­nen­show, die das Publi­kum zum Toben brach­te und sei­ner Reib­ei­sen­stim­me, sorg­te er für Gän­se­haut­mo­men­te und eine vol­le Tanz­flä­che. Dem Genie auf sechs Sai­ten merkt man sei­ne Lei­den­schaft für Musik in jedem Moment sei­nes Spiels an.

Zum Ende des ful­mi­nan­ten Kon­zert­abends ver­ab­schie­de­ten sich alle Inter­pre­ten zusam­men mit eini­gen Songs, die sie gemein­sam zum Bes­ten gaben.

Die Sou­thern Rock Night war nicht nur ein Fest für die Ohren, son­dern auch ein Ort der Begeg­nung für Gleich­ge­sinn­te. Die Fans genos­sen die Mög­lich­keit, sich aus­zu­tau­schen, zu tan­zen und gemein­sam die Lie­be zur Sou­thern Rock und Blues Musik zu fei­ern.

Fotos: Gemein­de Soln­ho­fen

Jeff Jen­son in Akti­on