Drei Tage Vorträge in einer Broschüre

von | 7. November 2024 | Altmühlfranken, Treuchtlingen, Weißenburg

„Die Pappenheimer Geschichtsreise auf den Spuren der Pappenheimer Reichserbmarschälle“

Der Hei­mat- und Geschichts­ver­ein Pap­pen­heim und Orts­tei­le gibt eine neue Bro­schü­re her­aus

Pap­pen­heim (red). Über die Geschichts­rei­se des Hei­mat- und Geschichts­ver­eins Pap­pen­heim Ende Sep­tem­ber wur­de schon berich­tet. Bei einem dicht gedräng­ten Pro­gramm hat­ten sich Ver­tre­ter aus der Regi­on, aber auch aus Thü­rin­gen, Sach­sen und Sach­sen-Anhalt und Bay­risch-Schwa­ben mit der Pap­pen­hei­mer Geschich­te befasst, die eben mehr ist als eine rei­ne Lokal­his­to­rie. Um die­sen beson­de­ren Ansatz gerecht zu wer­den, hat der Ver­ein unter dem Vor­sitz von Rena­te Pru­sa­kow nicht nur die Refe­ra­te und Vor­trä­ge gesam­melt, um sie eines Tages in einem Heft gedruckt prä­sen­tie­ren zu kön­nen, son­dern bei allen Betei­lig­ten dafür gewor­ben, dass sie ihre Bei­trä­ge schrift­lich schon vor­ab abge­ben – ein eher unge­wöhn­li­ches Vor­ha­ben. Übli­cher­wei­se wer­den nach dem Ende einer Tagung die Vor­tra­gen­den auf­ge­for­dert, nach eini­gen Wochen und Mona­ten die schrift­li­che Aus­ar­bei­tung ihres Bei­tra­ges für eine Ver­öf­fent­li­chung zu Ver­fü­gung zu stel­len. Das führt häu­fig zu einer immensen Zeit­span­ne zwi­schen den Vor­trä­gen sel­ber und der dann erschei­nen­den Publi­ka­ti­on.

Es war das Ziel der Ver­an­stal­tung, am Ende der drei ereig­nis­rei­chen Tage den Refe­ren­tin­nen und Refe­ren­ten ihre Bei­trä­ge als Dan­ke­schön für ihre Arbeit gedruckt zu über­rei­chen wie auch den För­de­rern und Unter­stüt­zern damit zu signa­li­sie­ren, dass der Geschichts­ver­ein als Ver­mitt­ler sei­ne Auf­ga­be ernst nimmt. Und es ist wirk­lich gelun­gen, so erhiel­ten am Sonn­tag früh der Pap­pen­hei­mer Bür­ger­meis­ter Flo­ri­an Gal­lus und Lud­wig Spän­le als Beauf­trag­ter der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung die druck­fri­schen Exem­pla­re, von Rena­te Pru­sa­kow über­reicht.

Die­se Bro­schü­re – man kann schon eher von einem klei­nen Buch spre­chen – ist natür­lich für alle an der Pap­pen­hei­mer Geschich­te Inter­es­sier­ten ab sofort erhält­lich. Auf 95 Sei­ten geht es in reich bebil­der­ten Bei­trä­gen nicht allein um Pap­pen­heim selbst, son­dern um den Pap­pen­hei­mi­schen Ort Grä­fen­thal in Thü­rin­gen mit Bei­trä­gen von Hen­ry Bech­toldt und Wolf­gang Wehr oder Oli­ver Schön­feld schreibt über Bel­len­berg, einem in Bay­risch-Schwa­ben gele­ge­nen ehe­ma­li­gen Pap­pen­hei­mi­schen Besitz. Was die Pap­pen­hei­mer Mar­schäl­le mit Erfurt ver­bin­det, erfah­ren wir von Die­ter Bom­bach. Wie umfang­reich das Auf­ga­ben­ge­biet der Erb­mar­schäl­le im alten Reich aus­ge­stal­tet war und wie die Pap­pen­hei­mer mit den säch­si­schen Kur­fürs­ten zusam­men­hän­gen, wird von Mark Rei­chel erläu­tert. Den Men­schen Gott­fried Hein­rich, den wohl berühm­tes­ten (und auch berüch­tigts­ten) Pap­pen­hei­mer stel­len Kris­ti­na Becker und Inger Schu­berth vor – ganz anders als die übli­che Kriegs­li­te­ra­tur der His­to­ri­ker. Mit Rai­ly Grä­fin von der Recke erle­ben wir eine per­sön­li­che Zeit­rei­se durch Pap­pen­heims Geschich­te, Albrecht Bedal stellt Fra­gen nach dem wah­ren Alter der Gal­lus­kir­che, Man­fred Wal­ter taucht mit jun­gen Leu­ten in die längst ver­gan­ge­ne Zeit des Dru­ckers Hirsch­baum ein, Clau­dia Bins­wan­ger macht die Geschich­te Pap­pen­heims am jüdi­schen Fried­hof fest . Zum Schluss klärt Peter Pru­sa­kow, woher der berühm­te Pap­pen­hei­mer Spruch wirk­lich kommt.

Das durch­gän­gig far­big gedruck­te Bänd­chen unter dem Titel MEMORY II kann nur am Pel­ze­mär­tel­markt, Sams­tag & Sonn­tag, 08./09. Novem­ber 2024 im Haus der Bür­ger, Stand Buch­bin­de­rin Fabio­la Diehl für 10,00 Euro erwor­ben wer­den. Mit dem Kauf unter­stüt­zen Sie die Arbeit des Hei­mat- und Geschichts­ver­eins Pap­pen­heim und Orts­tei­le und ermög­li­chen so auch wei­ter­hin sol­che Akti­vi­tä­ten der vie­len dar­an betei­lig­ten Ehren­amt­li­chen zum Woh­le unse­rer Stadt.