Ein Erfolgsprojekt feiert Jubiläum

von | 18. April 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

20 Jah­re Alt­mühl­tal-Pan­ora­ma­weg / Geführ­te Wan­de­run­gen und gemein­sa­me Trek­king-Tour

Eich­stätt (red).  Bei den „Zwölf Apos­teln“ in Soln­ho­fen, am „Neu­en Weg“ in Eich­stätt, auf der Gungol­din­ger Wachol­der­hei­de oder in der Klamm bei Rie­den­burg: Wo sich ein beson­ders schö­ner Pfad durchs Alt­mühl­tal schlän­gelt, sind die gelb-roten Schil­der des Alt­mühl­tal-Pan­ora­ma­wegs meist nicht weit. Seit 20 Jah­ren gibt es die Para­de­stre­cke von Gun­zen­hau­sen bis Kel­heim inzwi­schen. „Der Alt­mühl­tal-Pan­ora­ma­weg soll­te unser Leucht­turm wer­den, das Aus­hän­ge­schild für die Wan­der­re­gi­on Natur­park Alt­mühl­tal“, erklärt Chris­toph Würf­lein, der Geschäfts­füh­rer des Tou­ris­mus­ver­bands Natur­park Alt­mühl­tal. „Und die­ser Plan ist auf­ge­gan­gen!“

Anfang der 2000er Jah­re spiel­te das Wan­dern in der Regi­on eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Rad­fah­ren und Boot­wan­dern stan­den klar im Vor­der­grund. „Das Bild des typi­schen Wan­de­rers war damals ein älte­rer Mensch in Karo­hemd und Knie­bund­ho­se, der sei­ne Brot­zeit im Ruck­sack dabei­hat und höchs­tens mal auf ein Bier ein­kehrt“, erin­nert sich Würf­lein. Doch die Zei­ten änder­ten sich. Dr. Rai­ner Brä­mer, Mit­grün­der des Deut­schen Wan­der-Insti­tuts, hat­te bereits unmit­tel­ba­res Natur­er­leb­nis, Ent­schleu­ni­gung und Spi­ri­tua­li­tät als Trends aus­ge­macht. Beim Natur­park Alt­mühl­tal fie­len Brä­mers Ideen vom „Neu­en Wan­dern“ auf frucht­ba­ren Boden. Das Kon­zept pass­te gut zur Natur­park-Regi­on. Zusätz­lich ver­sprach man sich davon eine Ver­län­ge­rung der Tou­ris­mus­sai­son. „Also haben wir die Qua­li­täts­of­fen­si­ve Wan­dern gestar­tet“, erzählt Würf­lein. Der ers­te Schritt war es dabei, attrak­ti­ve Wege zu fin­den, denn es gab zwar einen Wan­der­weg von Gun­zen­hau­sen bis Kel­heim, doch die­ser ver­lief meist im Tal und über lan­ge Stre­cken auf dem Alt­mühl­tal-Rad­weg. „Die Unter­stüt­zung der Gemein­den war unge­heu­er wich­tig – und ist es bis heu­te“, betont der Tou­ris­ti­ker. „Sie haben Ver­bin­dungs­we­ge gesucht, bei Bedarf mit Grund­stücks­eig­nern gespro­chen und über­neh­men nach wie vor die Pfle­ge.“

Im Jahr sei­ner Eröff­nung wur­de der 200 Kilo­me­ter lan­ge Alt­mühl­tal-Pan­ora­ma­weg direkt als „Qua­li­täts­weg Wan­der­ba­res Deutsch­land“ zer­ti­fi­ziert. Die­ses Sie­gel wur­de seit­her regel­mä­ßig erneu­ert. Heu­te steht die Para­de­stre­cke im Mit­tel­punkt eines weit­läu­fi­gen und nach hohen Qua­li­täts­stan­dards gepfleg­ten Wege­net­zes, zu dem etwa die Schlau­fen­we­ge – ört­li­che Rund­tou­ren mit Ver­bin­dung zum Alt­mühl­tal-Pan­ora­ma­weg – gehö­ren. Die Fern­stre­cke ist inzwi­schen ein weit­hin bekann­tes Aus­hän­ge­schild, von des­sen Zug­kraft die gesam­te Wan­der­re­gi­on Natur­park Alt­mühl­tal pro­fi­tie­re, wie Würf­lein betont: „Wir rücken ihn als Ange­bot mit Wie­der­erken­nungs­wert in den Vor­der­grund, aber natür­lich möch­te nur ein Teil der Gäs­te wirk­lich eine mehr­tä­gi­ge Tour mit wech­seln­den Unter­künf­ten wan­dern. Die ande­ren nut­zen zum Bei­spiel die ört­li­chen Schlau­fen und Rund­we­ge.“

Mit Zelt, Ruck­sack und in net­ter Gesell­schaft

Vie­le Men­schen, die im Natur­park Alt­mühl­tal leben, sind selbst immer wie­der auf den Wan­der­we­gen unter­wegs. Das Jubi­lä­ums­jahr bie­tet ver­schie­de­ne Gele­gen­hei­ten, den Alt­mühl­tal-Pan­ora­ma­weg gemein­sam mit ande­ren neu oder wie­der zu ent­de­cken und dabei Inter­es­san­tes über Natur und Geschich­te am Weges­rand zu erfah­ren. Alle Ter­mi­ne sind unter www.naturpark-altmuehltal.de/20-jahre-panoramaweg online zu fin­den. Wei­te­re Tou­ren mit den Natur­park-Ran­ge­rin­nen und ‑Ran­gern ste­hen am 7. Juni, 10. August und 12. Okto­ber 2025 an. Wer es gern ent­spannt ange­hen lässt, wan­dert „Mit Genuss zum Schluss“ am 9. Mai 2025 über die Gungol­din­ger Wachol­der­hei­de zur Fisch­zucht in Regel­manns­brunn. Beiln­gries und sei­ne „grü­nen Oasen“ ste­hen bei Tou­ren am 25. Mai und 12. Okto­ber 2025 im Mit­tel­punkt. Die­se und wei­te­re Ter­mi­ne sind auf der Web­site der Regi­on unter www.naturpark-altmuehltal.de/20-jahre-panoramaweg.

Ganz im Zei­chen des Jubi­lä­ums ste­hen auch die Eich­stät­ter Wan­der­wo­chen „Früh­lings­er­wa­chen im Alt­mühl­tal“ (21. April bis 14. Mai 2025) und „Herbst­zau­ber im Alt­mühl­tal“ (20. Sep­tem­ber bis 12. Okto­ber 2025). Dabei wer­den jeweils an den Wochen­en­den und Fei­er­ta­gen geführ­te Tou­ren ange­bo­ten, unter ande­rem auf den Etap­pen Dolln­stein-Eich­stätt und Eich­stätt-Walt­ing sowie auf der Traum­Schlau­fe Eich­stätt, einem der Schlau­fen­we­ge an der Rou­te.

Nah an der Natur erkun­det Gäs­te­füh­re­rin Susan­ne Hölt­ken den Alt­mühl­tal-Pan­ora­ma­weg: Sie hat sich vor­ge­nom­men, die gesam­te Rou­te in meh­re­ren Abschnit­ten als Back­pa­cker-Tour zu erwan­dern. Beglei­tung ist dabei will­kom­men, für ein­zel­ne Etap­pen eben­so wie für län­ge­re Abschnit­te. Wer nicht wie die Gäs­te­füh­re­rin im Zelt über­nach­ten möch­te, kann sich natür­lich auch eine Unter­kunft in den Orten an der Stre­cke buchen. Die geplan­ten Wan­der­ter­mi­ne sind der 16. bis 18. Mai, der 25. bis 27. Juli und der 5. bis 7. Sep­tem­ber 2025. Nähe­re Infor­ma­tio­nen über Etap­pen und Stre­cken­län­ge gibt es online. Als „Übung“ für die Mehr­ta­ges­tour bie­tet sich die Tour am 27. April 2025 an: Unter dem Mot­to „Fern­wan­dern — auch etwas für mich?“ geht es bei einer Wan­der­füh­rung auf dem Alt­mühl­tal-Pan­ora­ma­weg von Dolln­stein nach Eich­stätt. Unter­wegs bekom­men die Teil­neh­men­den vie­le Infos rund um die Pla­nung und Orga­ni­sa­ti­on einer Mehr­ta­ges­tour.

Bild­un­ter­schrift: Alt­mühl­tal-Pan­ora­ma­weg auf den 12 Apos­teln bei Soln­ho­fen. Foto: Natur­park Alt­mühl­tal | Foto­graf Diet­mar Den­ger