Ein Fest der Gemeinschaft und des Miteinanders

von | 28. Juli 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gelun­ge­nes 60. Jubi­lä­um des Fei­er­abend­hau­ses Büchel­berg

Gun­zen­hau­sen – Das Fei­er­abend­haus Büchel­berg der Stif­tung Hen­solts­hö­he fei­er­te am 24. Juli 2024 sein 60-jäh­ri­ges Bestehen mit einem gro­ßen Fest, das die fast 90 Bewoh­ne­rin­nen (alles Hen­solts­hö­her Dia­ko­nis­sen), Ange­hö­ri­ge, Mit­ar­bei­ter sowie Freun­de und För­de­rer des Hau­ses zusam­men­brach­te. Die Ver­an­stal­tung war ein vol­ler Erfolg und bot zahl­rei­che Höhe­punk­te für alle Betei­lig­ten. Der gro­ße Andrang der fast 400 Besu­cher über­rasch­te die Ver­an­stal­ter sehr posi­tiv.

Die Fei­er­lich­kei­ten began­nen nach­mit­tags mit einer herz­li­chen Begrü­ßung durch Dia­ko­nis­se Lise­lot­te Mei­er und den Ein­rich­tungs­lei­ter Ing­mar Mül­ler. Der Kin­der­gar­ten Stor­chen­nest aus Lau­ben­ze­del begeis­ter­te mit einer fröh­li­chen Auf­füh­rung über die Schöp­fung, die vie­le Her­zen erober­te. Der Schwestern­chor sorg­te mit einer Aus­wahl an geist­li­chen Lie­dern für musi­ka­li­sche High­lights und wur­de mit viel Applaus belohnt.  Bemer­kens­wert war, dass auch eini­ge der Schwes­tern schon bei der Eröff­nung vor sech­zig Jah­ren mit­san­gen und tat­säch­lich auch ein Lied von
damals im Pro­gramm war. Auf dem gut sor­tier­ten Trö­del­markt der Schwes­tern­schaft konn­ten aus­ge­fal­le­ne und beson­de­re Gegen­stän­de gefun­den wer­den. Der Erlös kommt dem Kin­der­gar­ten Lau­ben­ze­del zugu­te.

Ver­schie­de­ne Gruß­wor­te und kur­ze bun­te Pro­gramm­punk­te wur­den von ver­schie­de­nen Mit­wir­ken­den vor­ge­tra­gen: Die Vor­sit­zen­de des ört­li­chen Hei­mat­ver­eins Bir­git Ort­ner beton­te ihre lang­jäh­ri­ge Ver­bun­den­heit zum Fei­er­abend­haus, das auch Ver­eins­mit­glied ist. Pfar­re­rin Anna Schuh erin­ner­te an die frü­her von Schwes­tern gegrün­de­te und geführ­te Jung­schar am Ort, und dass eini­ge der Anwe­sen­den sogar damals als Kin­der dabei waren.

Pas­tor Rudi Frach von der LKG Gun­zen­hau­sen hielt eine Kurz­an­dacht und dank­te den Schwes­tern im Fei­er­abend­haus für ihren Dienst und das Gute, das dadurch bewirkt wur­de. Für das leib­li­che Wohl war eben­falls bes­tens gesorgt: Ein gro­ßes Kuchen­buf­fet, das von vie­len Ein­woh­nern Büchel­bergs anläss­lich des Jubi­lä­ums als Dank für die Schwes­tern gespen­det wor­den war, lud zum Genie­ßen ein. Abends gab es lecke­re Brat­wurst­bröt­chen direkt vom Grill. Hier sorg­te der Posau­nen­chor aus Lau­ben­ze­del noch für den guten Ton.

Vor­stän­din und Obe­rin Dia­ko­nis­se Mari­on Hol­land gab einen inter­es­san­ten Ein­blick in die Geschich­te des Fei­er­abend­hau­ses: Die Ein­woh­ner­zahl von Büchel­berg habe sich mit der Eröff­nung des Fei­er­abend­hau­ses in 1964auf 180 ver­dop­pelt. Schon zehn Jah­re spä­ter sei ein drit­tes Haus und in 2001 die neue Pfle­ge­sta­ti­on mit 50Pflegeplätzen gebaut wor­den. Hier wür­den sehr schwe­re Pfle­ge­fäl­le fach­män­nisch und lie­be­voll gepflegt werden.Seit 1964 bis heu­te leb­ten und leben ins­ge­samt 756 Dia­ko­nis­sen hier. Sie beton­te: „Der Büchel­berg ist ein Haus, in dem wir Schwes­tern unse­re Lebens­ge­mein­schaft leben, wo wir geist­li­che Beglei­tung bekom­men und uns gegen­sei­tig beglei­ten kön­nen.“

Ein beson­de­rer Höhe­punkt des Fes­tes war der gemein­sa­me Luft­bal­lon­start am Abend. Alle Anwe­sen­den waren ein­ge­la­den einen Bal­lon mit einer per­sön­li­chen Kar­te vor­zu­be­rei­ten. Beglei­tet von vie­len fröh­li­chen Gesich­tern und guten Wün­schen stie­gen die Bal­lons in den Him­mel. Das dazu­ge­hö­ri­ge Gewinn­spiel sorg­te für zusätz­li­che Span­nung: Die Kar­ten der drei Bal­lons, die am wei­tes­ten flie­gen und gefun­den wer­den, gewin­nen attrak­ti­ve Prei­se. Vie­le der Bal­lons ver­fin­gen sich in den hohen Bäu­men des Gelän­des und muss­ten von der Frei­wil­li­gen Fei­er­wehr Büchel­berg
durch geziel­te Was­ser­strah­len befreit wer­den. Sie waren zum Abschluss des Fes­tes zu einem kur­zen Fest­ein­satz mit zwei Ein­satz­fahr­zeu­gen dazu gesto­ßen.

„Unser Jubi­lä­um war eine wun­der­ba­re Gele­gen­heit, die vie­len schö­nen Momen­te, die wir in den letz­ten sechs Jahr­zehn­ten gemein­sam erlebt haben, zu fei­ern“, sag­te Ein­rich­tungs­lei­ter Ing­mar Mül­ler. „Das Fei­er­abend­haus Büchel­berg blickt auf 60 Jah­re zurück, in denen es den alt­ge­wor­de­nen Dia­ko­nis­sen ein Zuhau­se und Gebor­gen­heit­ge­ge­ben hat. Die Jubi­lä­ums­fei­er war ein gelun­ge­ner Tag, der die enge Gemein­schaft und den star­ken Zusam­men­halt­al­ler Betei­lig­ten ein­drucks­voll zeig­te. Wir dan­ken allen, die die­sen beson­de­ren Tag mit uns ver­bracht haben und
freu­en uns auf vie­le wei­te­re Jah­re. Ein beson­de­rer Dank geht aber an unse­ren gro­ßen Gott, der so viel Segen und Bewah­rung über die­se lan­ge Zeit geschenkt hat.“

Bild­un­ter­schrift: Der Lei­ter des Fei­er­abend­hau­ses Ing­mar Mül­ler kün­digt den Schwestern­chor an, der beim Jubi­lä­um der Ein­rich­tung auf­trat. Foto: Hel­ge Hal­men