Entscheidungsfreiheit für Eigentümer Habecks Heizgesetz ist Geschichte!

von | 2. März 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Ein gro­ßer Erfolg für die CSU: Das Hei­zungs­ge­setz wird abge­schafft und durch ein neu­es Gebäu­de­mo­der­ni­sie­rungs­ge­setz abge­löst. Die Zeit der grü­nen Bevor­mun­dung ist vor­bei. Der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Artur Auern­ham­mer begrüßt die Neu­re­ge­lung aus­drück­lich und sieht dar­in einen wich­ti­gen Schritt hin zu mehr Ver­nunft in der Ener­gie­po­li­tik: „Das Heiz­ge­setz hat vie­le Men­schen mas­siv ver­un­si­chert und Inves­ti­tio­nen aus­ge­bremst. Mit der Abschaf­fung die­ser ideo­lo­gisch gepräg­ten Vor­ga­ben schaf­fen wir end­lich wie­der Ver­trau­en und Pla­nungs­si­cher­heit. Eigen­tü­mer brau­chen kla­re und ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen statt stän­dig neu­er Vor­schrif­ten.“

Gera­de im länd­li­chen Raum sei­en prak­ti­ka­ble Lösun­gen ent­schei­dend. Vie­le Gebäu­de hät­ten ande­re Vor­aus­set­zun­gen als in den Städ­ten, etwa grö­ße­re Wohn­flä­chen, älte­re Bau­sub­stanz oder feh­len­de Fern­wär­me­an­schlüs­se. Auern­ham­mer betont des­halb: „Gera­de auf dem Land funk­tio­niert Kli­ma­schutz nur mit den Men­schen und nicht gegen sie. Tech­no­lo­gie­of­fen­heit bedeu­tet, dass jede Fami­lie die für sie pas­sen­de Lösung wäh­len kann – ob Wär­me­pum­pe, Bio­mas­se oder eine moder­ne Gas­hei­zung.“

Mit dem neu­en Gebäu­de­mo­der­ni­sie­rungs­ge­setz wer­de Kli­ma­schutz künf­tig stär­ker mit wirt­schaft­li­cher Ver­nunft ver­bun­den. Statt pau­scha­ler Ver­bo­te set­ze die Poli­tik künf­tig auf Inno­va­ti­on, För­de­rung und markt­wirt­schaft­li­che Anrei­ze. Dadurch könn­ten auch regio­na­le Wert­schöp­fungs­ket­ten gestärkt wer­den, etwa in der Land- und Forst­wirt­schaft durch Bio­mas­se oder bei Hand­werks­be­trie­ben vor Ort.

Auern­ham­mer unter­streicht außer­dem die Bedeu­tung für Haus­be­sit­zer und Fami­li­en: Wohn­ei­gen­tum ist für vie­le Men­schen die wich­tigs­te Alters­vor­sor­ge. Des­halb dür­fen Sanie­run­gen und Hei­zungs­er­neue­run­gen nie­man­den finan­zi­ell über­for­dern. Wir sor­gen dafür, dass Kli­ma­schutz bezahl­bar bleibt.“

Die wich­tigs­ten Ände­run­gen im Über­blick:

  • Die pau­scha­le Vor­ga­be eines Anteils von min­des­tens 65 Pro­zent erneu­er­ba­rer Ener­gien bei der Wär­me­ver­sor­gung für alle Neu- und Bestands­bau­ten ent­fällt.
  • Das abso­lu­te Betriebs­ver­bot für Gas- und Ölhei­zun­gen ab 2045 wird gestri­chen.
  • Künf­tig kön­nen neben Wär­me­pum­pe, Fern­wär­me, hybri­den Hei­zungs­mo­del­len und Bio­mas­se­hei­zun­gen (ins­be­son­de­re Pel­lets) wei­ter­hin auch Gas- und Ölhei­zun­gen ein­ge­baut wer­den, wenn die­se einen zuneh­men­den Anteil CO₂-neu­tra­ler Brenn­stof­fe nut­zen („Bio­trep­pe“). Das kön­nen Bio­me­than oder syn­the­ti­sche Kraft­stof­fe sein. Ab 2029 muss die­ser Anteil bei 10 Pro­zent lie­gen; der End­ver­brau­cher muss dann einen ent­spre­chen­den Tarif wäh­len. Auf die­sen Anteil soll kein CO₂-Preis fäl­lig wer­den.
  • Ab 2028 gilt eine Grün­gas/­Grün­öl-Quo­te von bis zu einem Pro­zent. Dann müs­sen Ver­sor­ger in Gas und Öl bis zu ein Pro­zent Bio­kraft­stoff bei­mi­schen. Damit set­zen wir Anrei­ze für die Ver­wen­dung kli­ma­freund­li­cher Brenn­stof­fe und unter­stüt­zen den Hoch­lauf von Bio­me­than und Was­ser­stoff.
  • Neu­bau, Sanie­rung und neue Hei­zun­gen wer­den auch künf­tig geför­dert: Die Finan­zie­rung der Bun­des­för­de­rung effi­zi­en­te Gebäu­de (BEG) wird bis min­des­tens 2029 sicher­ge­stellt.
  • Die kom­mu­na­le Wär­me­pla­nung für klei­ne Kom­mu­nen bis zu 15.000 Ein­woh­nern wird deut­lich ver­ein­facht. Wär­me­pla­nung und Hei­zungs­re­gu­lie­rung wer­den ent­kop­pelt.

    Der Gesetz­ent­wurf soll bis 1. Juli 2026 ver­ab­schie­det wer­den. Wir wer­den damit auch die Vor­ga­ben der euro­päi­schen Gebäu­de­ef­fi­zi­enz­richt­li­nie 1:1 umset­zen und die dor­ti­gen Spiel­räu­me ausschöpfen.Mit dem neu­en Gebäu­de­mo­der­ni­sie­rungs­ge­setz wird Kli­ma­schutz wie­der prak­ti­ka­bel und wirt­schaft­lich sinn­voll umge­setzt. Eigen­tü­mer erhal­ten die Frei­heit, selbst zu ent­schei­den, wel­che Hei­zung zu ihrem Haus passt – unter­stützt durch För­de­rung statt Bevor­mun­dung. So gelingt der Spa­gat zwi­schen moder­ner Ener­gie­po­li­tik, Ver­sor­gungs­si­cher­heit und bezahl­ba­rem Woh­nen.

    Foto: Tobi­as Koch