Evangelische Tagungshäuser Hesselberg und Pappenheim präsentieren ihre Arbeit in Nürnberg beim Deutschen Evangelischen Kirchentag

von | 2. Juli 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Hesselberg/Pappenheim (red). „Jetzt ist die Zeit“ – das Mot­to des Deut­schen Evan­ge­li­schen Kir­chen­tags in Nürn­berg lie­ßen sich die bei­den Evan­ge­li­schen Tagungs­häu­ser in Pap­pen­heim und auf dem Hes­sel­berg nicht ent­ge­hen, um sich und ihre Arbeit in Nürn­berg zu prä­sen­tie­ren.

Auf dem Markt der Mög­lich­kei­ten lud so ein gemein­sa­mer Stand der bei­den Ein­rich­tun­gen zum Mit­ma­chen ein. Besucher*innen waren dabei auf­ge­ru­fen, selbst ein vir­tu­el­les Dorf zu gestal­ten und zu über­le­gen, was für ein gelun­ge­nes Leben und ein gutes Mit­ein­an­der im länd­li­chen Raum alles not­wen­dig ist. Dabei konn­ten sie bereits vor­han­de­ne run­de Magnet­tä­fel­chen auf eine ent­spre­chen­de wei­ße zu gestal­ten­de Flä­che set­zen – das Stand­team war dabei ger­ne behilf­lich. Fehl­ten Begrif­fe, so stan­den lee­re wei­ße Kärt­chen und Stif­te zum Aus­fül­len bereit. Man wünsch­te sich ein „Gast­haus“ eben­so wie „ein gemein­sam zu nut­zen­des Las­ten­fahr­rad“, „Car-Sha­ring“ oder „Sub­ven­tio­nen, nach öko­lo­gi­schen Kri­te­ri­en gestaf­felt“. Beson­ders häu­fig für ein gelin­gen­des Leben auf dem Land wur­de ein funk­tio­nie­ren­des ÖPNV-Sys­tem genannt (das auch bezahl­bar wäre), eine leben­di­ge Gemein­schaft (mit vie­len Begeg­nungs­mög­lich­kei­ten, wie Gast­häu­ern, Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten, aber auch Ver­ei­nen und Musik­ka­pel­len), aber auch ein guter Han­dy-Emp­fang (der Home­of­fice eben­so ermög­li­che wie bei­spiels­wei­se Bau­ern digi­ta­le Pla­nung bzw. Über­wa­chung der Fel­der). Wert gelegt wur­de auch auf erneu­er­ba­re Ener­gien – wobei die
Fra­ge, ob man Wind­rä­der und Solar­an­la­gen in grö­ße­rer Men­ge wirk­lich brau­che durch­aus dis­ku­tiert wur­de. Hier wur­de geäu­ßert – zu vie­le soll­ten das in bei­den Fäl­len nicht sein, man wol­le den Cha­rak­ter der schö­nen Land­schaft erhal­ten, sei die­se doch auch zur Erho­lung da.

Wer von den Kir­chen­tags­teil­neh­men­den Lust hat­te, konn­te sich auch an einem Balan­ce-Board ver­su­chen und so aus­pro­bie­ren, wie schwer es ist, neue Bewoh­ner mit den dort schon leben­den in ein Gleich­ge­wicht zu brin­gen. Ziel war es auf einer fla­chen Holz­schei­be, die wackel­te, mög­lichst vie­le klei­ne Figu­ren unter­zu­brin­gen. Auch das mach­te vie­len Stand­be­su­chern Freu­de. Als Dan­ke­schön fürs Mit­ma­chen lud man zu einer Gip­fel­pau­se auf Mit­tel­fran­kens höchs­tem Berg (vor einem Foto des Hes­sel­bergs) oder zu einem Ener­gie­kick (mit Trau­ben­zu­cker, kos­ten­lo­sem Trink­was­ser und einer Post­kar­te mit einem Segens­wunsch). Auch für das wech­seln­de Stand­per­so­nal (Mit­ar­bei­ten­de der bei­den
Tagungs­häu­ser wur­den ver­stärkt durch Dorf­hel­fe­rin­nen und Betriebs­hel­fer, die am Hes­sel­berg ansäs­si­ge Land­wirt­schaft­li­che Fami­li­en­be­ra­tung sowie die „Evang. Fach­stel­le für Länd­li­che Räu­me“) war es eine schö­ne Erfah­rung sich gemein­sam zu prä­sen­tie­ren und
mit den Kir­chen­tags­be­su­chern ins Gespräch zu kom­men. „Das hat rich­tig Freu­de gemacht“ und „Da waren ganz vie­le, die sich auch Gedan­ken um den Länd­li­chen Raum machen“, so hör­te man abends vom Stand­team, wenn die Besu­cher zu ande­ren Ver­an­stal­tungs­or­ten
wei­ter­ge­zo­gen waren.

Bild­un­ter­schrift: Mit Hil­fe einer Magnet­wand konn­ten Besucher*innen des DEKT ihr Wunsch­dorf gestal­ten und zugleich mit dem Stand­team ins Gespräch kom­men (links hin­ten Pfr. Ger­hard Schlei­er, Lei­ter des EBTZ Pap­pen­heim; rechts hin­ten: Chris­ti­ne Hen­nings, Öffent­lich­keits­re­fe­ren­tin des EBTZ Pap­pen­heim). Foto: C. Marx