Fachlicher Austausch und praxisnahe Einblicke in die Notfallversorgung

von | 7. April 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Umfang­rei­che Ein­drü­cke beim 9. Not­fall­tag des Kli­ni­kums Alt­mühl­fran­ken

Wei­ßen­burg — Bereits zum neun­ten Mal fand Mit­te März der Not­fall­tag Alt­mühl­fran­ken am Kunst­stoff­cam­pus Wei­ßen­burg statt. Ver­an­stal­ter ist, wie jedes Jahr, das Kli­ni­kum Alt­mühl­fran­ken, die Aus­rich­tung und Mode­ra­ti­on der Ver­an­stal­tung lag erneut in den Hän­den des Ärzt­li­chen Direk­tors und Not­fall­me­di­zi­ners Dr. Mau­ne. Die Fach­ver­an­stal­tung lock­te zahl­rei­che Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer aus Medi­zin, Ret­tungs­dienst und ver­wand­ten Berufs­grup­pen an. Ab dem frü­hen Mor­gen bot das Pro­gramm ein viel­fäl­ti­ges Spek­trum an Vor­trä­gen und Dis­kus­sio­nen zu aktu­el­len The­men der Not­fall­ver­sor­gung.

Den Auf­takt mach­te Herr Dr. med. Lands­leit­ner von der Cnopf­schen Kin­der­kli­nik Hall­erwie­se mit einem Vor­trag zu Kin­der­not­fäl­len. Anschlie­ßend erläu­ter­te Dr. Kath­rin Stif­ter, Ober­ärz­tin in der Kar­dio­lo­gie des Kli­ni­kums Alt­mühl­fran­ken Gun­zen­hau­sen, anhand kon­kre­ter Fall­bei­spie­le die Ver­sor­gung von Herz­rhyth­mus­stö­run­gen und stell­te die neu­es­ten Zah­len aus dem Herz­in­farkt-Netz­werk vor.
Nach einer kur­zen Kaf­fee­pau­se zeig­te Dr. med. Krieg, Chef­arzt der Ortho­pä­die und Unfall­chir­ur­gie des Kli­ni­kums Alt­mühl­fran­ken, auf, wor­auf es in der prä­kli­ni­schen und kli­ni­schen Behand­lung von Hand­ver­let­zun­gen beson­ders ankommt.

Auch The­men jen­seits der rei­nen Medi­zin fan­den ihren Platz: Ste­fan Reut­ner stell­te die wich­ti­ge Arbeit der Öku­me­ni­schen Not­fall­seel­sor­ge im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen vor. Den Abschluss des Vor­trags­pro­gramms bil­de­te Poli­zei­haupt­kom­mis­sar Oli­ver Klein­schmidt vom Poli­zei­prä­si­di­um Mit­tel­fran­ken, der mit den Anwe­sen­den das Zusam­men­spiel von Poli­zei und Ret­tungs­dienst in beson­de­ren Ein­satz­la­gen dis­ku­tier­te. Die hohe Betei­li­gung des Publi­kums führ­te dazu, dass die vor­ge­se­he­ne Zeit deut­lich über­schrit­ten wur­de – ein Zei­chen für die Aktua­li­tät des The­mas.

In der Mit­tags­pau­se sorg­te die Kli­nik-Küche für das leib­li­che Wohl der Gäs­te. Am Nach­mit­tag run­de­te ein pra­xis­ori­en­tier­ter Work­shop zum The­ma „Dees­ka­la­ti­on in der Ein­satz­si­tua­ti­on“ das Pro­gramm ab. Hier stand akti­ves Üben im Vor­der­grund: Wie kön­nen auf­ge­heiz­te Situa­tio­nen gewalt­frei beru­higt wer­den?
Bei den Teil­neh­men­den fand die Pra­xis­übung gro­ßen Anklang, sind doch gera­de Ein­satz­kräf­te aus Not- und Ret­tungs­dienst sehr häu­fig Aggres­sio­nen und Kon­flik­ten aus­ge­setzt.

Am Nach­mit­tag ging der dies­jäh­ri­ge Not­fall­tag schließ­lich zu Ende. Das Datum für den nächs­ten und damit 10. Not­fall­tag steht aber bereits fest: Am 13. März 2027 heißt es im Kli­ni­kum Gun­zen­hau­sen wie­der üben und ler­nen, was das Zeug hält.

Bild­un­ter­schrift: Zahl­rei­che Teil­neh­men­de aus Medi­zin, Ret­tungs­dienst und ver­wand­ten Berufs­grup­pen besuch­ten vol­ler Inter­es­se den 9. Not­fall­tag Alt­mühl­fran­ken. Bild: Kli­ni­kum Alt­mühl­fran­ken, Vere­na Berns