Farbe ins Kloster bringen mit einer Patenschaft für eine Fensterfasche

von | 31. Juli 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Klos­ter Plank­stet­ten (red). Zu den gro­ßen bau­li­chen Ver­än­de­run­gen des Klos­ters, die zu Beginn des 18. Jahr­hun­derts durch­ge­führt wur­den, zählt auch die Gestal­tung der Fas­sa­de. Sucht man die Vor­la­ge, nach der die Klos­ter­fas­sa­de gestal­tet wur­de, muss man eigent­lich nur über den Berg nach Gre­ding fah­ren und das ehem. fürst­bi­schöf­li­che Schloss in der Stadt­mit­te genau­er anschau­en.

Zunächst fällt einem auf, dass es sowohl in Plank­stet­ten wie auch in Gre­ding einen ähn­lich gestal­te­ten Eck­turm gibt. Hat man die­sen Eck­turm in sei­ner Eigen­tüm­lich­keit erfasst, ent­deckt man sofort, dass auch die gestal­te­risch abge­setz­ten Umrah­mun­gen der Fens­ter­öff­nun­gen (Fens­ter­fa­sche) einen Wech­sel von Drei­ecks- und Seg­ment­gie­bel auf­wei­sen, die sich bei bei­den Gebäu­den fin­den. Der Unter­schied besteht dar­in, dass in Gre­ding die Fens­ter­fa­schen als Stuck aus­ge­prägt wur­den, wäh­rend sie in Plank­stet­ten „nur“ auf­ge­malt sind. Dadurch dass Fens­ter­fa­schen in Plank­stet­ten nicht in Form einer Stuck­ar­beit aus­ge­führt wur­den, son­dern nur auf­ge­malt sind, wirkt die Fas­sa­de klös­ter­lich schlicht und auch ruhi­ger. Geht man etwas wei­ter, so fin­det sich die glei­che Fas­sa­den­ge­stal­tung an der fürst­bi­schöf­li­chen Resi­denz in der Stadt­mit­te Eich­stätts. Dort ist bekannt, dass die Gestal­tung der Fas­sa­de vom Hoch­fürst­li­chen Bau- und Mau­rer­meis­ter Jakob Engel (Gia­co­mo Ange­li­ni [1632–1714] aus San Vittore/Monticello) geplant und aus­ge­führt wur­de. Die Fas­sa­den­ge­stal­tung in Plank­stet­ten folgt den his­to­ri­schen Vor­bil­dern in Gre­ding und in Eich­stätt. Urhe­ber ist der Grau­bün­de­ner Archi­tekt Gia­co­mo Ange­li­ni, der den Gebäu­den durch das ita­lie­ni­sche Flair eine gewis­se Leben­dig­keit und Leich­tig­keit ver­mit­telt, die in Plank­stet­ten durch die Male­rei ver­stärkt wird.

Freun­de/-innen und Unter­stüt­zer/-innen der Bene­dik­ti­ner­ab­tei Plank­stet­ten haben nun die Mög­lich­keit, eine Paten­schaft für eine Fens­ter­fa­sche zu über­neh­men. Damit sind nicht nur die Kos­ten für das Fens­ter gedeckt, son­dern auch die Bän­de­run­gen, die an ver­schie­de­nen Stel­len auf­ge­tra­gen
wer­den muss. Auf Wunsch bringt das Klos­ter den Namen der Spon­so­ren unmit­tel­bar auf die Fens­ter­fa­sche an.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen auf der Web­sei­te: www.kloster-plankstetten.de/patenschaftfensterfasche/

Foto: Klos­ter­be­trie­be Plank­stet­ten GmbH