Farben des Glücks – Premiere von „Menschen in Szene plus“ berührt über 100 Gäste im Wildbadsaal Weißenburg

von | 15. April 2025 | Altmühlfranken, Weißenburg

Wei­ßen­burg (red). Es war ein Abend vol­ler Far­ben, Emo­tio­nen und Gemein­schaft: Mit ihrer Pre­mie­re „Wege zum Glück – eine Rei­se in Far­ben“ fei­er­te das Pro­jekt „Men­schen in Sze­ne plus (MiS plus)“ einen berüh­ren­den und leben­di­gen Höhe­punkt nach neun Mona­ten inten­si­ver Arbeit. Über 100 Gäs­te aus Wirt­schaft, Poli­tik, sozia­len Insti­tu­tio­nen, Ehren­amt, sowie Fami­lie und Freund*innen der Teil­neh­men­den fan­den sich im fest­lich geschmück­ten Wild­bad­saal ein – und wur­den Teil eines ein­zig­ar­ti­gen Erleb­nis­ses, das berühr­te, zum Nach­den­ken anreg­te und Mut mach­te.

Sechs Far­ben, vie­le Geschich­ten

In sechs sze­ni­schen Bil­dern erzähl­ten die aktu­ell 16 Teil­neh­men­den des Pro­jekts von ihrem ganz per­sön­li­chen Weg zum Glück – jede Sze­ne sym­bo­lisch einer Far­be des Glücks gewid­met. Dabei wur­den Glück und Unglück, Auf­bruch und Rück­schlä­ge, Sehn­sucht und Hoff­nung nicht nur sicht­bar, son­dern spür­bar. „Was bedeu­tet Glück für mich – und wie fin­de ich es trotz aller Her­aus­for­de­run­gen?“ Die­se Fra­ge zog sich wie ein roter Faden durch das Stück – und fand in jeder Sze­ne eine neue, tief berüh­ren­de Ant­wort.

Ein Ort geleb­ter Viel­falt und ech­ter Begeg­nung

Doch der Abend war mehr als eine Thea­ter­auf­füh­rung: Der Wild­bad­saal ver­wan­del­te sich in einen Ort geleb­ter Gast­freund­schaft, Offen­heit und Krea­ti­vi­tät. Eine beglei­ten­de Aus­stel­lung doku­men­tier­te mit Fotos und Sedcards die beruf­li­che und krea­ti­ve Per­sön­lich­keit der Teil­neh­men­den und lud dar­über hin­aus ein, sich mit dem eige­nen Glück aus­ein­an­der­zu­set­zen. Beim inter­na­tio­na­len Buf­fet wur­de gelacht, erzählt und ver­netzt – ein Raum des leben­di­gen Aus­tauschs.

„Wir haben heu­te erlebt, dass Zusam­men­halt kei­ne gemein­sa­me Spra­che braucht – Musik, Emo­tio­nen und Kunst ver­bin­den Men­schen auf eine tie­fe­re Wei­se“, so eine Besu­che­rin gerührt. Die Stim­mung war herz­lich und aus­ge­las­sen – vie­le Gäs­te tanz­ten gemein­sam mit den Teil­neh­men­den und dem Pro­jekt­team in einen unver­gess­li­chen Abend hin­ein.

Per­spek­ti­ven schaf­fen durch Kunst und Coa­ching

„Men­schen in Sze­ne plus“ ist ein krea­ti­ves Inte­gra­ti­ons- und Empower­ment-Pro­jekt, das auf eine ganz­heit­li­che För­de­rung setzt: Künst­le­ri­sches Arbei­ten, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­trai­ning, sozi­al­päd­ago­gi­sche Beglei­tung und Job­coa­ching gehen hier Hand in Hand. Ziel ist es, Men­schen mit erschwer­tem Zugang zum Arbeits­markt neue Per­spek­ti­ven zu eröff­nen – nicht nur beruf­lich, son­dern auch per­sön­lich und sozi­al.

Krea­tiv­coa­chin Fr. Han­sen ver­stand es, die Her­zens­the­men und bio­gra­fi­schen Antei­le der Teil­neh­men­den, wel­che die Sze­nen­grund­la­gen selbst kon­zi­piert hat­ten, pro­fes­sio­nell in ein anspre­chen­des, ergrei­fen­des und zum Nach­den­ken anre­gen­des Thea­ter­stück zu ver­pa­cken, bei dem alle Teil­neh­men­den aktiv auf der Büh­ne mit­ge­spielt hat­ten.

Eini­ge der mit Fr. Erhard im Job­coa­ching und Fr. Rammen­see im Kom­mu­ni­ka­ti­ons­trai­ning ver­mit­tel­ten Inhal­ten wur­de in der Krea­tiv­ar­beit erleb­bar gemacht: So waren bei­spiels­wei­se eine gro­ße Anzahl an Soft Skills und Hard Skills kei­ne theo­re­ti­schen Kon­struk­te und For­mu­lie­run­gen mehr, son­dern eine begreif­ba­re Not­wen­dig­keit, um als Grup­pe ein sol­ches Pro­jekt umset­zen zu kön­nen.

Alles in allem ein wun­der­ba­res Bei­spiel dafür, wie Inte­gra­ti­on erfolg­reich sein kann – was gera­de in den aktu­el­len Zei­ten sicht­bar sein darf.

Foto: defak­to GmbH — c/o Cari­tas Kreis­stel­le