Gunzenhausen - Mit dem traditionellen Einzug der Absolventinnen und Absolventen in die Zionshalle begann die diesjährige Abschlussfeier der Realschule Hensoltshöhe. Gemeinsam mit ihren Familien, Lehrkräften und zahlreichen Ehrengästen feierten die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler den erfolgreichen Abschluss ihrer Schulzeit.
Schulleiterin Anita Blasig begrüßte die Gäste und blickte in ihrer Ansprache auf den gemeinsamen Weg der Abschlussklassen zurück. Dieser hatte unter besonderen Bedingungen begonnen: Der Start in der fünften Klasse war von der Corona-Pandemie geprägt. Trotz der damit verbundenen Herausforderungen hätten die Schülerinnen und Schüler die vergangenen Jahre gemeinsam gemeistert und seien daran gewachsen. Neben fachlichen Kenntnissen hätten sie wichtige Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, Selbstorganisation und Resilienz erworben. Für ihren weiteren Lebensweg wünschte Anita Blasig ihnen Menschen, die sie begleiten und stärken, sowie Gottes Segen.
Pfarrer Dr. Wolfgang Becker gratulierte den Absolventinnen und Absolventen und dankte zugleich den Lehrkräften für ihren engagierten Einsatz. In seinem Grußwort betonte er das christliche Profil der Schule. Der Glaube an Jesus Christus bilde das Fundament und begründe die besondere Würde jedes einzelnen Menschen.
Auch der Erste Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen, Matthias Hörr, würdigte die Leistungen der Jugendlichen. Der Realschulabschluss befähige sie, komplexe Aufgaben zu bewältigen und Verantwortung im Berufsleben und in der Gesellschaft zu übernehmen. Sein Dank galt ebenso den Lehrkräften und Eltern, die die jungen Menschen auf ihrem Weg begleitet hatten.
Die Vorsitzende des Elternbeirats, Sandra Denkfelder, dankte den Lehrkräften für die Vermittlung von Wissen und Werten sowie den Eltern für ihre Unterstützung. Nun gehe ein bedeutendes Kapitel zu Ende, an das sich alle sicher noch lange erinnern würden, gleichzeitig beginne ein neuer Lebensabschnitt.
Musikalisch wurde die Feier vom Kinderchor mit dem Lied „Als ich noch klein war“ sowie vom Kammerchor mit einer eindrucksvollen Interpretation des Coldplay-Songs „Fix You“ gestaltet.
Den Höhepunkt bildete die feierliche Zeugnisübergabe. Die Schülerinnen und Schüler wurden einzeln auf die Bühne gerufen und erhielten ihre Abschlusszeugnisse. Timo Reuter von der VR-Bank im südlichen Franken überreichte allen Absolventinnen und Absolventen eine Rose, Schwester Juliane Mahnel ein Geschenk des Freundeskreises der Schule.
Anschließend wurden die besten Abschlussleistungen ausgezeichnet. Den Sparkassen-Ehrenpreis erhielt die Schulbeste Jana Schulmeister mit einem Notendurchschnitt von 1,27. Weitere 16 Schülerinnen und Schüler wurden für ihre hervorragenden Ergebnisse geehrt. Zudem würdigte die Schule besonderes Engagement in Schülervertretung, Tutorenarbeit, Sanitätsdienst, Schulspiel und Bühnentechnik.
Für einen wirklich emotionalen Moment sorgten die Dankesreden der Absolventinnen und Absolventen. Sie erinnerten an gemeinsame Erlebnisse und dankten ihren Lehrkräften für deren Unterstützung, Geduld und Begleitung.
Mit Gebet und Segen durch Pfarrer Dr. Wolfgang Becker endete die Feier. Anita Blasig dankte abschließend allen Beteiligten, die zu einer würdigen und bewegenden Verabschiedung der Abschlussklassen beigetragen hatten.
Bildunterschrift: Alle Schülerinnen und Schüler mit einem Einser-Abschluss wurden besonders geehrt. (1. Reihe von links): Jana Schulmeister, Marie Büchler, Leonie Schulmeister, Jule Tröster, Charlotte Schmidt, Jule Beil, Veronica Mitsch, Lina Moser, Hannah Wenninger, Milena Pfahler; (2. Reihe von links): Anita Blasig, Marie Skubacz, Jamie Bauer, Neele Mia Stoll, Milena Herdt, Lea Stache, Joanna Herold; (3. Reihe): Jonathan Scheponek, Theodor Schnell. Foto: Helge Halmen – Stiftung Hensoltshöhe
Realschule Hensoltshöhe
Die Realschule Hensoltshöhe ist eine der ältesten Realschulen Bayerns. Bereits 1912 begann die Arbeit mit der Einrichtung eines Töchterpensionats und entwickelte sich zur Mädchenrealschule, die bis 2018 von Diakonissen geleitet wurde. Seit 2018 wird die nun koedukative Realschule Hensoltshöhe auch von Jungen besucht. 2025 hat also an der Schule erstmalig eine gemischte Klasse den Schulabschluss gemacht.
Stiftung Hensoltshöhe
Die Stiftung Hensoltshöhe ist ein Diakoniewerk und ein geistliches Zentrum im mittelfränkischen Gunzenhausen. Sie führt die über 115-jährige Tradition des Gemeinschafts-Diakonissen-Mutterhauses Hensoltshöhe fort. Im missionarisch-diakonischen Auftrag arbeiten rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen Einrichtungen. In Gunzenhausen betreibt die Stiftung Hensoltshöhe eine Rehaklinik, eine Realschule, eine Fachakademie für Sozialpädagogik sowie ein Familienzentrum. In Nürnberg führt sie ein Altenheim für vollstationäre und Kurzzeitpflege. Auch in zwei Tagungs- und Gästehäusern am Ammersee und im Allgäu steht der Dienst am Menschen im Vordergrund.


