Fit und gesund durch Gartenarbeit

von | 14. April 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Mit Beginn der Gar­ten­sai­son zieht es vie­le Men­schen wie­der ins Freie. Was für man­che ledig­lich ein Hob­by ist, erweist sich bei genaue­rem Hin­se­hen als wir­kungs­vol­les Out­door-Trai­ning für Kör­per und Geist. Gar­ten­ar­beit kom­bi­niert sanf­te Aus­dau­er­be­las­tung mit Kräf­ti­gung und Ent­span­nung. Sie kann damit in vie­ler­lei Hin­sicht mit klas­si­schen Sport­ar­ten mit­hal­ten. Umgra­ben, Säen, Pflan­zen und Ern­ten wir­ken sich posi­tiv auf das Herz‑Kreislauf‑System aus, kräf­ti­gen zugleich die Mus­keln, ver­bes­sern die Beweg­lich­keit und sta­bi­li­sie­ren die Gelen­ke. Die kör­per­li­che Akti­vi­tät an der fri­schen Luft för­dert zudem das Immun­sys­tem. „Und nicht zuletzt pro­fi­tiert auch die Psy­che: Gärt­nern setzt Glücks­hor­mo­ne frei und hilft dabei, Stress abzu­bau­en“, so Lin­da Schäff, Gesund­heits­fach­kraft  bei der AOK in Mit­tel­fran­ken.

Sanf­ter Ein­stieg schützt vor Über­las­tung

Wie bei jeder sport­li­chen Betä­ti­gung gilt auch im Gar­ten: Der Kör­per soll­te lang­sam an die Belas­tung her­an­ge­führt wer­den – ins­be­son­de­re nach län­ge­ren Pau­sen. Beson­ders im Früh­jahr emp­fiehlt es sich, behut­sam zu star­ten. „Ein paar ein­fa­che Aufwärm‑ und Dehn­übun­gen vor der Arbeit kön­nen hel­fen, um den Kör­per vor­ab in Schwung zu brin­gen“, so Lin­da Schäff.Die Mus­keln wer­den so auf die Belas­tung vor­be­rei­tet, das Ver­let­zungs­ri­si­ko wird mini­miert. Wäh­rend der Gar­ten­ar­beit ist außer­dem wich­tig, auf eine ergo­no­mi­sche Hal­tung zu ach­ten. Län­ge­res Arbei­ten in gebück­ter Posi­ti­on oder auf den Knien soll­te man ver­mei­den. Statt­des­sen ist es sinn­voll, mög­lichst aus den Bei­nen und nicht aus dem Rücken her­aus zu arbei­ten. Damit man beim Gärt­nern gesund bleibt, ist es unter ande­rem gut, wenn die Klei­dung atmungs­ak­tiv ist. Denn in ver­schwitz­ter Klei­dung kann es bei Luft­zug leicht zu Mus­kel­ver­span­nun­gen kom­men. Hand­schu­he sind sinn­voll, um sich vor Ver­let­zun­gen bei­spiels­wei­se durch Dor­nen oder scharf­kan­ti­ge Pflan­zen­res­te zu schüt­zen.

Rücken­scho­nen­de Hilfs­mit­tel ein­set­zen

Für vie­le Arbei­ten im Gar­ten gibt es Hilfs­mit­tel, die den Rücken scho­nen. Dazu gehö­ren höhen­ver­stell­ba­re Stie­le für Spa­ten, Besen und Rechen. Fürs Schnei­den der Rasen­kan­ten gibt es Sche­ren mit Stiel. „Bei Arbei­ten im Knien emp­fiehlt sich ein Knie­kis­sen – unab­hän­gig davon, ob bereits Gelenk­be­schwer­den bestehen“, so Lin­da Schäff. Schwe­re Las­ten wie Was­ser­kan­nen oder Pflanz­sä­cke soll­ten mög­lichst nicht über län­ge­re Stre­cken getra­gen wer­den. Wer den­noch damit eine grö­ße­re Ent­fer­nung zurück­le­gen muss, setzt lie­ber Roll­bret­ter oder eine Schub­kar­re ein.

Bild­un­ter­schrift: Gar­ten­ar­beit macht fit und hält gesund. Foto: Pan­ther­Me­dia / ale­xeys