FOSBOS informiert Schüler über Datensicherheit bei Bankgeschäften

von | 23. Februar 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Wei­ßen­burg (red). Täu­schend echt aus­se­hen­de E‑Mails von der Bank lei­ten wei­ter zu einer eben­falls von Betrü­gern nach­ge­stell­ten Web­site. Und wer dann noch der Auf­for­de­rung folgt, Pass­wör­ter oder Sicher­heits­schlüs­sel preis­zu­ge­ben, der ist schnell um einen nicht uner­heb­li­chen Betrag ärmer.

Um der­ar­ti­ge Betrugs­ver­su­che zu erken­nen und die siche­re Durch­füh­rung digi­ta­ler Bank­ge­schäf­te ken­nen­zu­ler­nen, waren die drei 12. Klas­sen des Wirt­schafts­zweigs der FOSBOS Wei­ßen­burg bei einem Work­shop zum The­ma Daten­si­cher­heit in der Spar­kas­se zu Gast.

Den­nis Wall­mül­ler und Jan Dib­bern, Exper­ten für Elec­tro­nic Ban­king bei der Spar­kas­se Mit­tel­fran­ken-Süd, zeig­ten mit vie­len Bei­spie­len auf, dass auf der soge­nann­ten „letz­ten Mei­le“, also immer beim Bank­kun­den selbst, viel­fäl­ti­ge Sicher­heits­lü­cken auf­tre­ten kön­nen, sei es die oben beschrie­be­ne gefälsch­te Mail, die täu­schend echt aus­se­hen­de Phis­hing-Web­site oder auch ein betrü­ge­ri­scher Anruf mit dem soge­nann­ten „Enkel­trick“.

Den Schü­le­rIn­nen wur­de ver­deut­licht, dass Ban­ken nie­mals Sicher­heits­merk­ma­le ihrer Kun­den abfra­gen und man daher nicht auf ent­spre­chen­de Auf­for­de­run­gen zur Ein­ga­be ein­ge­hen soll­te. Mit den eige­nen Sicher­heits­schlüs­seln, wie PIN oder den für Zah­lun­gen nöti­gen Trans­ak­ti­ons­num­mern TAN, soll­te man sehr sorg­fäl­tig umge­hen und sie nie­mals Drit­ten zugäng­lich machen.

Aber auch eine beab­sich­ti­ge Zah­lung über die Bank muss sicher vom Sen­der zum Emp­fän­ger gelan­gen kön­nen. Dazu muss der Bank­kun­de zunächst immer mit zwei ver­schie­de­nen Sicher­heits­fak­to­ren — z.B. dem Wis­sen über die Anmel­de­da­ten des Online-Ban­kings und dem Besitz des Han­dys mit push-TAN-App — den Auf­trag mit sei­ner digi­ta­len Unter­schrift ver­se­hen. Damit dann die Zah­lung, die man unter Beach­tung der Sicher­heits­vor­keh­run­gen bei sei­ner Bank auf den Weg gebracht hat, auch sicher beim Emp­fän­ger ankommt, muss natür­lich auch inner­halb des Ban­ken­sys­tem für eine siche­re und nicht abfang­ba­re Wei­ter­lei­tung gesorgt wer­den.

Hier kom­men dann im Rah­men des Elec­tro­nic Ban­king Inter­net Com­mu­ni­ca­ti­on Stan­dard EBICS mehr­fa­che Ver­schlüs­se­lun­gen zur Anwen­dung. Durch die Zwei-Fak­tor-Authen­ti­sie­rung und viel­fäl­ti­ge Schlüs­sel wird der Vor­gang vor dem Ein­griff Drit­ter geschützt, da nun eine gege­be­nen­falls doch ein­mal auf­tre­ten­de ein­zel­ne Sicher­heits­lü­cke nicht für betrü­ge­ri­sche Zwe­cke genutzt wer­den kann.

Ihr neu erwor­be­nes Wis­sen über die auf­wen­di­gen Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren konn­ten die Schü­le­rIn­nen in einem abschlie­ßen­den Online-Quiz unter Beweis stel­len, bei dem die Sie­ger auch einen klei­nen Preis in Emp­fang neh­men konn­ten. Der Work­shop hat sicher­lich dazu bei­getra­gen, dass die Schü­le­rIn­nen zukünf­tig betrü­ge­ri­sche Mails oder Fake-Web­sites leich­ter ent­lar­ven kön­nen.

Bild­un­ter­schrift: Den­nis Wall­mül­ler und Jan Dib­bern beim Work­shop mit den FOS­BOS-Schü­lern. Foto: FOSBOS Wei­ßen­burg