Frauen der Land- und Hauswirtschaft tauschen sich aus

von | 9. November 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Drit­tes mit­tel­frän­ki­sches Unter­neh­me­rin­nen-Früh­stück

(red). Unter dem Mot­to „den Her­aus­for­de­run­gen als Frau im land­wirt­schaft­li­chen Unter­neh­mer­all­tag gut begeg­nen“ tra­fen sich heu­te 35 Frau­en aus land- und haus­wirt­schaft­li­chen Betrie­ben im Rah­men des drit­ten „mit­tel­frän­ki­schen Unter­neh­me­rin­nen-Früh­stücks“. Orga­ni­siert von der Regie­rung von Mit­tel­fran­ken, bot die Ver­an­stal­tung den Teil­neh­me­rin­nen die Mög­lich­keit, sich zu ver­net­zen und wert­vol­le Impul­se zu berufs­spe­zi­fi­sche The­men zu erhal­ten.

Eva Reit­zlein, Bereichs­lei­te­rin für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft an der Regie­rung, begrüß­te Refe­ren­tin Regi­na Eichin­ger-Schön­ber­ger von der Sozi­al­ver­si­che­rung für Land­wirt­schaft, Fors­ten und Gar­ten­bau (SVLFG). Mit einem Fach­vor­trag zum The­ma Stress­ma­nage­ment die Exper­tin pra­xis­na­he Metho­den zur Selbst­für­sor­ge für land­wirt­schaft­li­che Unter­neh­me­rin­nen. Ihre Rat­schlä­ge gehen dabei über all­ge­mei­ne Emp­feh­lun­gen hin­aus und zie­len dar­auf ab, kon­kre­te Belas­tun­gen des land­wirt­schaft­li­chen All­tags gezielt zu bewäl­ti­gen.

Die Rol­le der Frau in land­wirt­schaft­li­chen Betrie­ben ist viel­schich­tig. Das zeigt auch die „Bäue­rin­nen­stu­die Bay­ern 2019“ der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen, die vom Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft, Fors­ten und Tou­ris­mus geför­dert wur­de. Frau­en in land­wirt­schaft­li­chen Betrie­ben über­neh­men nicht nur Auf­ga­ben in der Betriebs­lei­tung und prak­ti­sche Tätig­kei­ten, son­dern auch die Haus­halts­füh­rung, Kin­der­be­treu­ung und häu­fig die Pfle­ge von Ange­hö­ri­gen. Vie­le enga­gie­ren sich dar­über hin­aus ehren­amt­lich und stem­men zudem außer­land­wirt­schaft­li­che Tätig­kei­ten. Die­se zahl­rei­chen Auf­ga­ben­be­rei­che sind eng mit­ein­an­der ver­floch­ten und kön­nen zu hohen Belas­tun­gen füh­ren.

Das mit­tel­frän­ki­sche Unter­neh­me­rin­nen-Früh­stück knüpft an die­se Her­aus­for­de­run­gen an und bie­tet eine Platt­form zur Infor­ma­ti­on, zum Aus­tausch und zur Ver­net­zung unse­rer land- und haus­wirt­schaft­li­chen Unter­neh­me­rin­nen. „Das Beson­de­re an die­sem For­mat ist, dass die Teil­neh­me­rin­nen aus ganz Mit­tel­fran­ken unab­hän­gig von Spar­ten oder Ver­bän­den zusam­men­kom­men“, so Eva Reit­zlein. „So kann sich z.B. die Vieh­hal­te­rin direkt mit der Gemü­se­bäue­rin aus­tau­schen, sich aber auch über den Feri­en­bau­ern­hof infor­mie­ren.“

Foto: Regie­rung von Mittelfranken/ Mar­tin Hart­na­gel