Frauen und ihr Potenzial für den Arbeitsmarkt noch besser fördern

von | 12. März 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). „Frau­en und ihr Poten­zi­al für den Arbeits­markt müs­sen noch bes­ser geför­dert wer­den. Nicht zuletzt, weil dies einen wich­ti­gen Hebel zur Fach­kräf­te­si­che­rung dar­stellt“, ist Clau­dia Wol­fin­ger, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Ans­bach-Wei­ßen­burg über­zeugt.

Zwar ist die sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäf­ti­gung von Frau­en in der Regi­on Ans­bach-Wei­ßen­burg in den letz­ten fünf Jah­ren um 4,1 Pro­zent auf 78.079 gestie­gen, wäh­rend in der glei­chen Zeit die Beschäf­ti­gung von Män­nern nur um 2,2 Pro­zent gewach­sen ist.

„Jedoch wird beim Blick auf die abso­lu­ten Zah­len deut­lich, dass die geschlechts­spe­zi­fi­schen Unter­schei­de am Arbeits­markt fort­be­stehen. So sind 10.474 mehr Män­ner als Frau­en sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig beschäf­tigt“, erläu­tert Wol­fin­ger.

Auch ent­fällt das Beschäf­ti­gungs­plus bei Frau­en vor­ran­gig auf die Teil­zeit. Die­se ist in den letz­ten fünf Jah­ren um 7,9 Pro­zent auf 42.496 gestie­gen, wäh­rend die Voll­zeit­be­schäf­ti­gung
von Frau­en sogar leicht abge­nom­men hat. Ins­ge­samt arbei­ten 54,4 Pro­zent aller sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig beschäf­tig­ten Frau­en in Teil­zeit. Bei den Män­nern sind es nur neun Pro­zent.
„Dabei wür­den vie­le teil­zeit­be­schäf­tig­te Frau­en ihre Arbeits­zeit ger­ne erhö­hen. Häu­fig schrän­ken Frau­en die Arbeits­zeit für die Kin­der­be­treu­ung oder die Pfle­ge Ange­hö­ri­ger ein. Ein ver­bes­ser­tes Betreu­ungs­an­ge­bot, aber vor allem auch fle­xi­ble­re Betreu­ungs­zei­ten kön­nen ein Gewinn für alle sein, sodass Frau­en, die das wol­len, ihre Arbeits­zeit aus­wei­ten kön­nen“, erklärt Clau­dia Wol­fin­ger.

Foto: Bri­git­te Dorr