FREIE WÄHLER-Fraktion will bayerische Volks- und Vereinsfeste besser schützen

von | 17. August 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Wei­ßen­burg (red).  Ob Wei­ßen­bur­ger Kirch­weih, die Ker­wa Gun­zen­hau­sen, Moos­wie­se in Feucht­wan­gen oder die Hei­mat- und Volks­fes­te in Din­kels­bühl, Rothen­burg und Was­ser­trü­din­gen – Bay­erns Iden­ti­tät ist unwei­ger­lich mit sei­nen vie­len tra­di­ti­ons­rei­chen Volks- und Ver­eins­fes­ten ver­knüpft. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren kam es jedoch immer wie­der zu Kon­flik­ten. „Eini­ge der – zum Teil erst vor kur­zem zuge­zo­ge­nen – Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner beschwer­ten sich über die typi­schen Fest- und Fei­er­ge­räu­sche, wie lau­te Musik, Böl­ler­schüs­se und Feu­er­werk, sowie über die Gerü­che, die von den Fest­zel­ten und Ver­an­stal­tun­gen aus­ge­hen, wie geräu­cher­ter Fisch. Unse­rem Hei­mat­ge­fühl liegt jedoch eine jahr­hun­der­te­lan­ge Geschich­te zugrun­de, die von baye­ri­schen Volks- und Ver­eins­fes­ten als geleb­te Tra­di­ti­on und wich­ti­ges Kul­tur­gut maß­geb­lich geprägt wur­de“, betont Wolf­gang Hau­ber, Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter der FREIEN WÄHLER aus Wei­ßen­burg i. Bay.

Mit­tels Reso­lu­ti­on setzt sich die Frak­ti­on der FREIEN WÄHLER nun dafür ein, das Image baye­ri­scher Volks- und Ver­eins­fes­te zu ver­bes­sern, Brauch­tü­mer zu bewah­ren und gleich­zei­tig den Fort­schritt nicht aus dem Blick zu ver­lie­ren. Hau­ber erklärt, dass nach der par­la­men­ta­ri­schen Som­mer­pau­se hier­zu ein Antrag ein­ge­bracht wer­den soll. „Neben der Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rung wol­len wir Volks- und Ver­eins­fes­te im Frei­staat vor zu vie­len Auf­la­gen und Beschwer­den ein­zel­ner Bür­ge­rin­nen und Bür­ger schüt­zen und bewähr­te Öff­nungs­zei­ten nicht ein­schrän­ken. Bereits in der Ver­gan­gen­heit haben wir baye­ri­sche Trach­ten­fes­te durch die Bereit­stel­lung zusätz­li­cher Mit­tel im Haus­halt gestärkt. Außer­dem haben wir
im Koali­ti­ons­ver­trag die Schaf­fung eines baye­ri­schen Gast­stät­ten­rechts mit kon­se­quent dere­gu­lier­tem Ansatz ver­an­kert“, so der Abge­ord­ne­te, der für die Stimm­krei­se Ans­bach Nord, Ans­bach Süd sowie Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen zustän­dig ist. Denn Schau­stel­ler und Rei­se­gas­tro­no­men sei­en mit zu viel unnö­ti­ger Büro­kra­tie kon­fron­tiert: In Bay­ern benö­ti­gen sie neben einer Rei­se­ge­wer­be­kar­te für jedes Enga­ge­ment eine Gestat­tung nach Para­graph 12 des Gast­stät­ten­ge­set­zes des Bun­des. „Die­se Rege­lung ist über­flüs­sig, da die Zuver­läs­sig­keit bereits Vor­aus­set­zung für die Ertei­lung der Rei­se­ge­wer­be­kar­te ist. Daher set­zen wir uns für eine Abschaf­fung die­ser Vor­schrift ein“, so Hau­ber wei­ter. Auch höhe­re Ein­kaufs­prei­se, Per­so­nal- und Ener­gie­kos­ten und nicht zuletzt die Anhe­bung des Mehr­wert­steu­er­sat­zes auf 19 Pro­zent zwän­gen Gas­tro­no­men dazu, die Prei­se für Spei­sen und Geträn­ke deut­lich anzu­he­ben.

„Daher for­dern die FREIEN WÄHLER den Bund auf, die Mehr­wert­steu­er auf Spei­sen dau­er­haft auf sie­ben Pro­zent zu sen­ken. Zur Unter­stüt­zung der geträn­ke­ge­präg­ten Gas­tro­no­mie muss zudem eine Aus­wei­tung des ermä­ßig­ten Steu­er­sat­zes auf die Abga­be von Geträn­ken erfol­gen“, betont der Wei­ßen­bur­ger Abge­ord­ne­te Hau­ber abschlie­ßend.

Bild­un­ter­schrift: MdL Wolf­gang Hau­ber: Tra­di­tio­nen bewah­ren – Fort­schritt nicht aus dem Blick ver­lie­ren. Foto: Bri­git­te Dorr