FREIE WÄHLER-Fraktion zur Unterbringung von Migranten und Flüchtlingen

von | 12. Februar 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). Zur Regie­rungs­er­klä­rung des Bun­des­kanz­lers vor dem EU-Gip­fel und der Mel­dung „Wer kein Blei­be­recht erhält, muss Deutsch­land ver­las­sen“ der Nach­rich­ten­sei­te welt.de geben  Alex­an­der Hold, Spre­cher für Asyl und Inte­gra­ti­on der FREIE WÄHLER Land­tags­frak­ti­on und MdL Wolf­gang Hau­ber, innen­po­li­ti­scher Spre­cher, sowie Robert Riedl, kom­mu­nal­po­li­ti­scher
Spre­cher fol­gen­de State­ments ab:

MdL Wolf­gang Hau­ber:
„Der Bun­des­kanz­ler hat nun offen­sicht­lich die Not­wen­dig­keit erkannt, die gesell­schaft­li­che Sicher­heit auch im Bereich des Aus­län­der­rechts zu bewah­ren. Wir müs­sen wis­sen, wer sich bei uns im Land befin­det und dafür Sor­ge tra­gen, dass die­je­ni­gen, die sich nicht an die Regeln hal­ten, unser Land wie­der ver­las­sen. Das ist bereits gel­ten­des Recht, Zuwi­der­hand­lun­gen sind straf­be­währt. Aus dem Mund eines Mit­glieds der Bun­des­re­gie­rung wirkt die­se Erkennt­nis mei­nes Erach­tens nach heuch­le­risch – ver­sucht die Ampel­ko­ali­ti­on doch seit län­ge­rem, das
Aus­län­der­recht der Bun­des­re­pu­blik aus­zu­höh­len. Zudem hat es der Bund in der Hand, zügi­ge Abschie­bun­gen zu ermög­li­chen: Er stellt den diplo­ma­ti­schen Kon­takt zu den Hei­mat­län­dern her und kann bun­des­wei­te Sam­mel­ab­schie­bun­gen ermög­li­chen. Ich bin gespannt, ob die­ser Erkennt­nis auch Taten fol­gen wer­den oder ob es wie so oft bei halb­ga­ren Ankün­di­gun­gen blei­ben wird.“

Alex­an­der Hold:
„Wir wer­den ganz beson­ders dar­auf schau­en, ob es bei dem Ver­spre­chen des Bun­des­kanz­lers, die Län­der und Kom­mu­nen bei der Auf­nah­me und Unter­brin­gung tat­kräf­tig zu unter­stüt­zen, nicht nur bei blo­ßen Ankün­di­gun­gen bleibt. Wir wer­den den Bun­des­kanz­ler auch dar­an mes­sen, ob der Bund leer­ste­hen­de Immo­bi­li­en end­lich frei­gibt. Es darf nicht sein, dass Gemein­den ihre Sport­hal­len mit Flüch­ten­den bele­gen müs­sen, wäh­rend zum Bei­spiel Bun­des­lie­gen­schaf­ten, die gera­de noch gut genug für Impf­zen­tren waren, nun angeb­lich in einem zu schlech­ten Zustand für die Unter­brin­gung von Schutz­be­dürf­ti­gen sein sol­len. Wir erwar­ten daher, dass der Bund schnell etwas unter­nimmt und die Kom­mu­nen nicht allei­ne lässt.“

Robert Riedl:
„Die Mit­glie­der der Bun­des­re­gie­rung sind Meis­ter des lee­ren Ver­spre­chens. Schon vor Beginn der Flucht­be­we­gung aus der Ukrai­ne ver­spra­chen sie den Kom­mu­nen, die den Mehr­auf­wand für die Unter­brin­gung und die Inte­gra­ti­on von Flücht­lin­gen tra­gen, wei­te­re Unter­stüt­zung. Bei den Bür­ger­meis­tern und Land­rä­ten kamen jedoch kei­ne Hil­fen an. Wir FREIE WÄHLER im Land­tag haben uns daher das gesam­te letz­te Jahr für Bay­erns Kom­mu­nen stark gemacht und ver­sucht, finan­zi­el­le Mit­tel aus unter­schied­lichs­ten Töp­fen zu mobi­li­sie­ren. Jetzt sind wir
gespannt, ob den Ankün­di­gun­gen des Bun­des auch end­lich Taten fol­gen. Ich sage es ganz deut­lich: Wir in Deutsch­land sind bereit, uns unse­rer Ver­ant­wor­tung in der Welt zu stel­len. Das zei­gen unse­re Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in den Kom­mu­nen täg­lich. Die Bun­des­re­gie­rung gefähr­det die­se Hilfs­be­reit­schaft jedoch – und zwar durch unüber­leg­te und ideo­lo­gisch moti­vier­te  Ankün­di­gun­gen und For­de­run­gen, auf die kei­ner­lei Taten fol­gen. Feh­ler, die jetzt began­gen wer­den, müs­sen wir alle in Zukunft aus­ba­den – das wol­len wir drin­gend ver­hin­dern.”

MdL Wolf­gang Hau­ber; Foto: Bri­git­te Dorr