Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt bringt keine Entwarnung

von | 7. April 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Daten im Über­blick

Arbeits­lo­sen­zahl im März: ‑469 zu Vor­mo­nat (-5,0 Pro­zent) auf 8.819

Arbeits­lo­sen­zahl im Vor­jah­res­ver­gleich: +310 (+3,6 Pro­zent)

Arbeits­lo­sen­quo­te gegen­über Vor­mo­nat: ‑0,2 bei 3,3 Pro­zent

Arbeits­lo­sen­quo­te im Vor­jahr: 3,2 Pro­zent

„Der März brach­te die übli­che Früh­jahrs­be­le­bung. Nach den Win­ter­mo­na­ten kam wie­der Bewe­gung in den Arbeits­markt im Agen­tur­be­zirk“, sagt Wolf­gang Lan­ger, Geschäfts­füh­rer Ope­ra­tiv der Agen­tur für Arbeit Ans­bach-Wei­ßen­burg. „Gleich­zei­tig bleibt der Abstand zum Vor­jahr sicht­bar. Die Lage hat sich im März zwar im übli­chen Sai­son­ver­lauf ver­bes­sert, ein Signal für eine Ent­span­nung der lang­fris­tig ein­ge­trüb­ten regio­na­len Wirt­schaft ist das aber noch nicht.“

Auch die Unter­schie­de bei der Arbeits­lo­sig­keit zwi­schen Agen­tur für Arbeit und den Job­cen­tern ord­net er klar ein: „Die sai­so­na­le Bele­bung – ursäch­lich unter ande­rem durch Wie­der­ein­stel­ler bei­spiels­wei­se in der Bau­bran­che – erreich­te im März vor allem den Bereich der Agen­tur für Arbeit. Bei den Job­cen­tern zeig­te sich weit weni­ger Ver­än­de­rung. Das ist nicht unge­wöhn­lich, weil sich kon­junk­tu­rel­le und sai­so­na­le Impul­se dort in der Regel lang­sa­mer nie­der­schla­gen.“

Zu den gemel­de­ten Stel­len erklärt Lan­ger: „Unse­re Arbeitgeber*innen bie­ten wei­ter­hin zahl­rei­che Chan­cen. Offe­ne Stel­len und Bewerber*innen fin­den oder pas­sen aber nicht immer sofort zusam­men. Genau hier blei­ben unse­re Kern­auf­ga­ben Bera­tung, Qua­li­fi­zie­rung und För­de­rung wich­tig. So kön­nen wir vor­han­de­ne Chan­cen für bei­de Sei­ten bes­ser nut­zen.“

Mehr neu­ge­mel­de­te Stel­len als im Vor­jahr

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­centern 819 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Das sind 81 bzw. 9,0 Pro­zent weni­ger als im Vor­mo­nat und 34 bzw. 4,3 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Der Bestand offe­ner Stel­len ist mit 4.187 um 7 grö­ßer als im Vor­mo­nat.

Der größ­te Anteil an frei­en Stel­len im Bestand kommt mit 901 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Danach folgt das Bau­ge­wer­be mit 556 offe­nen Arbeits­stel­len. In der Arbeit­neh­mer­über­las­sung sind 500 Stel­len zu beset­zen und im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen 474. Der Groß- und Ein­zel­han­del mel­det 381 Arbeits­plät­ze und das Gast­ge­wer­be 195.

Arbeits­lo­sen­zahl bei Agen­tur für Arbeit wei­ter deut­lich über Vor­jah­res­ni­veau

Von den ins­ge­samt 8.819 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 5.336 und damit 60,5 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut, 460 weni­ger als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Per­so­nen, die bei der Agen­tur für Arbeit arbeits­los gemel­det sind, um 471 bezie­hungs­wei­se 9,7 Pro­zent gestie­gen.

Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.483 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 9 Per­so­nen weni­ger als im Vor­mo­nat und 61 mehr als im Vor­jahr.

Stadt und Land­krei­se

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 5,6 Pro­zent (Vor­mo­nat: 5,8 Pro­zent und Vor­jahr: 5,3 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 55 gesun­ken und liegt jetzt bei 1.343 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 68 zu.

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im März 111 neue Stel­len. Das sind 27 weni­ger als vor einem Monat und 32 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind aus dem Stadt­ge­biet Ans­bach 474 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 470; Vor­jahr: 673).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 637 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 45 weni­ger als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind 706 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit 10 weni­ger als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr stieg die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 84 Per­so­nen und nahm im Bereich des Job­cen­ters um 16 ab.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 3,2 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,4 Pro­zent und Vor­jahr: 3,0 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen nahm im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 177 ab und liegt jetzt bei 3.553. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 205 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im März 294 neue Stel­len und damit 84 weni­ger als vor einem Monat und 26 mehr als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.626 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 1.639 Vor­jahr: 1.850).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind mit 2.289 Per­so­nen 209 weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind 1.264 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit 32 mehr als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 233 zu und im Bereich des Job­cen­ters um 28 ab.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,4 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,6 Pro­zent, Vor­jahr: 2,5 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist mit 1.803 im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 95 und im Ver­gleich zum Vor­jahr um 46 gesun­ken.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im März 236 neue Stel­len, das sind 19 mehr als vor einem Monat und 21 mehr als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.150 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 1.156; Vor­jahr: 1.351).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.177 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 90 Per­so­nen weni­ger. Beim Job­cen­ter sind 626 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind 5 weni­ger als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr hat die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 21 Per­so­nen zuge­nom­men und im Bereich des Job­cen­ters um 67 abge­nom­men.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 3,9 Pro­zent (Vor­mo­nat: 4,1 Pro­zent, Vor­jahr: 3,7 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 142 gesun­ken und liegt bei 2.120. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 83 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im März 178 neue Stel­len, das sind 11 mehr als vor einem Monat und 19 mehr als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 937 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 915; Vor­jahr: 1.098).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.233 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 116 Per­so­nen weni­ger. Beim Job­cen­ter sind mit 887 Per­so­nen 26 weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 133 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters nahm sie um 50 Per­so­nen ab.

Foto: Bri­git­te Dorr