Frühjahrsbelebung hält an – Abstand zum Vorjahr bleibt

von | 2. Mai 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Daten im Über­blick

Arbeits­lo­sen­zahl im April: ‑351 zu Vor­mo­nat (-4,0 Pro­zent) auf 8.468

Arbeits­lo­sen­zahl im Vor­jah­res­ver­gleich: +401 (+5,0 Pro­zent)

Arbeits­lo­sen­quo­te gegen­über Vor­mo­nat: ‑0,1 bei 3,2 Pro­zent

Arbeits­lo­sen­quo­te im Vor­jahr: 3,1 Pro­zent

„Die Früh­jahrs­be­le­bung hat im April wei­ter getra­gen. Mehr Men­schen fan­den wie­der eine Beschäf­ti­gung oder kamen aus ande­ren Grün­den aus der Arbeits­lo­sig­keit her­aus. Die­se sai­son­üb­li­che Dyna­mik reicht aber noch nicht, um die anhal­tend schwä­che­re Ent­wick­lung im Ver­gleich zum Vor­jahr aus­zu­glei­chen“, sag­te Clau­dia Wol­fin­ger, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Ans­bach-Wei­ßen­burg. „Der Abstand bleibt sicht­bar. Des­halb bewer­ten wir die­sen sai­son­be­ding­ten Auf­schwungs­mo­nat nicht sor­gen­frei.“ Im Früh­jahr kommt der Arbeits­markt fast immer in Bewe­gung, weil Betrie­be nach dem Win­ter wie­der stär­ker ein­stel­len und sai­son­ab­hän­gi­ge Bran­chen anlau­fen.

Auf­fäl­lig blieb bei der Arbeits­lo­sig­keit der Unter­schied zwi­schen den Rechts­krei­sen. Die Agen­tur für Arbeit (SGB III) betreut vor allem Men­schen, die bis vor kur­zem beschäf­tigt waren und ver­gleichs­wei­se nah am Arbeits­markt stan­den. Die Job­cen­ter (SGBII) betreu­en Men­schen im Bür­ger­geld, die oft län­ger Unter­stüt­zung brau­chen. „Der stär­ke­re Druck lag im April erneut klar bei der Agen­tur für Arbeit“, sag­te Wol­fin­ger. „Dort lag die Arbeits­lo­sig­keit wei­ter deut­lich über dem Vor­jahr. Das zeigt: Die schwä­che­re Kon­junk­tur kam vor allem bei Beschäf­tig­ten und Betrie­ben an und wirkt sich wei­ter stark auf den Arbeits­markt aus. Bei den Job­cen­tern blieb die Ent­wick­lung dage­gen weit­ge­hend sta­bil.“

Für die kom­men­den Wochen zog Wol­fin­ger eine nüch­ter­ne Bewer­tung: „Ent­schei­dend wird sein, ob aus der sai­so­na­len Bele­bung wie­der mehr nach­hal­ti­ge Beschäf­ti­gung ent­steht. Wir tra­gen mit unse­ren Kern­kom­pe­ten­zen Ver­mitt­lung, Qua­li­fi­zie­rung und Bera­tung dazu bei, Men­schen und Betrie­be mög­lichst pass­ge­nau zusam­men­zu­brin­gen.“

Stel­len­be­stand zum Vor­mo­nat leicht gesun­ken

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­centern 683 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Der Bestand offe­ner Stel­len ist mit 4.136 um 51 klei­ner als im Vor­mo­nat.

Der größ­te Anteil an frei­en Stel­len im Bestand kommt mit 896 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Danach folgt das Bau­ge­wer­be mit 564 offe­nen Arbeits­stel­len. In der Arbeit­neh­mer­über­las­sung sind 485 Stel­len zu beset­zen und im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen 476. Der Groß- und Ein­zel­han­del mel­det 371 Arbeits­plät­ze und das Gast­ge­wer­be 200.

Arbeits­lo­sen­zahl bei Agen­tur für Arbeit wei­ter deut­lich über Vor­jah­res­ni­veau

Von den ins­ge­samt 8.468 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 4.942 und damit 58,4 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut, 394 weni­ger als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Per­so­nen, die bei der Agen­tur für Arbeit arbeits­los gemel­det sind, um 406 bezie­hungs­wei­se 9,0 Pro­zent gestie­gen.

Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.526 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 43 Per­so­nen mehr als im Vor­mo­nat und 5 weni­ger als im Vor­jahr.

Stadt und Land­krei­se

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 5,5 Pro­zent (Vor­mo­nat: 5,6 Pro­zent und Vor­jahr: 5,0 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 34 gesun­ken und liegt jetzt bei 1.309 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 99 zu.

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im April 136 neue Stel­len. Das sind 25 mehr als vor einem Monat. Ins­ge­samt sind aus dem Stadt­ge­biet Ans­bach 459 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 474).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 626 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 11 weni­ger als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind 683 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit 23 weni­ger als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr stieg die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 98 Per­so­nen und im Bereich des Job­cen­ters um 1.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 3,1 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,2 Pro­zent und Vor­jahr: 2,9 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen nahm im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 178 ab und liegt jetzt bei 3.375. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 226 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im April 214 neue Stel­len und damit 80 weni­ger als vor einem Monat. Ins­ge­samt sind 1.601 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 1.626).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind mit 2.070 Per­so­nen 219 weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind 1.305 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit 41 mehr als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 166 und im Bereich des Job­cen­ters 60 zu.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,4 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,4 Pro­zent, Vor­jahr: 2,5 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist mit 1.777 im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 26 und im Ver­gleich zum Vor­jahr um 39 gesun­ken.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im April 211 neue Stel­len, das sind 25 weni­ger als vor einem Monat. Ins­ge­samt sind 1.167 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 1.150)

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.140 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 37 Per­so­nen weni­ger. Beim Job­cen­ter sind 637 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind 11 mehr als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr hat die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 15 Per­so­nen zuge­nom­men und im Bereich des Job­cen­ters um 54 abge­nom­men.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 3,7 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,9 Pro­zent, Vor­jahr: 3,4 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 113 gesun­ken und liegt bei 2.007. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 115 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im April 122 neue Stel­len, das sind 56 weni­ger als vor einem Monat. Ins­ge­samt sind 909 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 937).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.106 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 127 Per­so­nen weni­ger. Beim Job­cen­ter sind mit 901 Per­so­nen 14 mehr arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 127 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters nahm sie um 12 Per­so­nen ab.

Foto: Bri­git­te Dorr