Frühlingzwiebeln – Allrounder in der Küche

von | 12. Mai 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). Wer ger­ne asia­tisch isst, fin­det sie oft in Sup­pen, Nudel­ge­rich­ten und Soßen – ger­ne auch zum Gar­nie­ren die­ser Spei­sen: Früh­lings­zwie­beln, auch Lauch­zwie­beln genannt. Sie sind im Anbau pfle­ge­leicht und haben hier­zu­lan­de ab Mai Hoch­sai­son. „Wie alle Zwie­bel- und Lauch­ar­ten besitzt die Früh­lings­zwie­bel vie­le wert­vol­le Inhalts­stof­fe“, sagt Anne­gret Win­ter, Ernäh­rungs­exper­tin bei der AOK Mit­tel­fran­ken. Die Lauch­zwie­bel ist kalo­rien­arm und ent­hält reich­lich Vit­ami­ne, allen vor­an Vit­amin C, Pro­vit­amin A und Vit­amin B1, die beson­ders wich­tig für Haut, Immun­ab­wehr und Ner­ven sind. Laut Deut­scher Gesell­schaft für Ernäh­rung (DGE) hat sie als Zwie­bel- bzw. Lauch­ge­wächs wert­vol­le sekun­dä­re Pflan­zen­stof­fe. Ins­be­son­de­re ihre Sul­fi­de wir­ken cho­le­ste­rin- und blut­druck­sen­kend. Außer­dem unter­stützt sie die Darm­ge­sund­heit und fin­det auch Anwen­dung in der Natur­heil­kun­de. Ins­ge­samt gilt sie als gesund­heits­för­dernd bis hin zur Vor­beu­gung gegen Krebs­er­kran­kun­gen.

Früh­lings­zwie­beln wer­ten alle herz­haf­ten Gerich­te auf

Lauch­zwie­beln hal­ten sich im Kühl­schrank eini­ge Tage. Vor dem Ver­zehr wäscht man die Lauch­zwie­beln, ent­fernt die Wur­zel und bei Bedarf auch die äuße­re Haut sowie wel­ke Bestand­tei­le. Sowohl die vor­de­ren hell­grü­nen und wei­ßen Tei­le als auch die grü­nen, lauch­ar­ti­gen Blät­ter sind viel­sei­tig ver­wend­bar. Der hel­le Teil eig­net sich gut zum Düns­ten und ist beliebt als Zutat zum Flamm­ku­chen. Das Grün kann man, ähn­lich wie Schnitt­lauch, in Röll­chen schnei­den und bevor­zugt roh genie­ßen, etwa in Sala­ten oder zum Dippen sowie zum Gar­nie­ren herz­haf­ter Spei­sen. „Durch ihren mil­den, fein­wür­zi­gen Geschmack ver­lei­hen Früh­lings­zwie­beln vie­len Gerich­ten eine ange­neh­me Note“, sagt Anne­gret Win­ter. Schon allein wegen der wert­vol­len Inhalts­stof­fe sind ihrem Ein­satz kei­ne Gren­zen gesetzt.

Ein Blick in den Sai­son­ka­len­der zeigt, dass Früh­lings­zwie­beln aus dem Frei­land von Mai bis in den Herbst hin­ein ver­füg­bar sind. Ihre Ern­te­zeit über­schnei­det sich weit­ge­hend mit der von Radies­chen. Hier ein Rezept für einen Dip aus die­sen bei­den Haupt­zu­ta­ten, der sich als Brot­be­lag eig­net, aber auch zu Pell­kar­tof­feln oder Gemü­se­sticks passt.

Radies­chen-Früh­ling­zwie­bel-Dip mit Kres­se
(4 Por­tio­nen)

1 Bund Radies­chen
4 Früh­lings­zwie­beln
250 g Quark (mager oder halb­fett)
200 g Joghurt
1 EL Öl
Kräu­ter­salz, frisch gemah­le­ner Pfef­fer

nach Belie­ben: Kres­se

Radies­chen und Früh­lings­zwie­beln waschen und put­zen. 4 Radies­chen und etwa 10 cm grü­ne Lauch­zwie­bel bei­sei­te­le­gen.

Vari­an­te 1: Radies­chen hal­bie­ren, Lauch­zwie­bel grob schnei­den und bei­des in der Küchen­ma­schi­ne sehr fein zer­klei­nern.

Vari­an­te 2: Radies­chen und das Vor­de­re der Früh­lings­zwie­bel in sehr fei­ne Wür­fel­chen, Lauch­grün in dün­ne Röll­chen schnei­den.

Quark mit Joghurt und Öl glat­trüh­ren, Radies­chen und Lauch­zwie­beln (püriert oder fein geschnit­ten) unter­rüh­ren, wür­zen. Rest­li­che Radies­chen in Schei­ben, Lauch in etwas dicke­re Röll­chen schnei­den und (nach Belie­ben) mit etwas fri­scher Kres­se anrich­ten.

Foto: Pix­a­bay