GCC Schefflenz abgesagt – schwierige Entscheidung nach verschärften Auflagen

von | 27. August 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg


Die für den 05. und06. Sep­tem­ber 2026 geplan­te Ver­an­stal­tung der Deut­schen Cross Coun­try Meis­ter­schaft (GCC) in Scheff­lenz muss lei­der abge­sagt wer­den. Nach inten­si­ven Gesprä­chen und der Prü­fung aller Mög­lich­kei­ten hat sich der MSC Scheff­lenz zu die­sem schwe­ren Schritt ent­schlos­sen

Die anhal­ten­de Tro­cken­heit der ver­gan­ge­nen Wochen sorgt der­zeit für beson­ders staub­an­fäl­li­ge Bedin­gun­gen auf der Stre­cke. Hin­zu kom­men deut­lich ver­schärf­te behörd­li­che Auf­la­gen. Nach­dem es kürz­lich mehr­mals Beschwer­den eines Anwoh­ners wegen der Staub­ent­wick­lung gege­ben hat­te, wur­den die Vor­ga­ben sei­tens des Land­rats­am­tes noch­mals erheb­lich ver­schärft. Bereits bei gerin­ger Staub­ent­wick­lung besteht nun das Risi­ko, dass der Renn­be­trieb ein­ge­stellt wer­den muss.

Für eine Off­road-Ver­an­stal­tung stellt die­se Vor­ga­be die Ver­ant­wort­li­chen vor eine kaum lös­ba­re Auf­ga­be. Trotz umfang­rei­cher Bewäs­se­rung und aller mög­li­chen Maß­nah­men lässt sich bei tro­cke­nen Bedin­gun­gen eine gewis­se Staub­ent­wick­lung auf einer Natur­stre­cke nicht voll­stän­dig ver­hin­dern. Das Risi­ko, ein kom­plet­tes Renn­wo­chen­en­de vor­zu­be­rei­ten und mög­li­cher­wei­se bereits nach kur­zer Zeit abbre­chen zu müs­sen, ist für den MSC Scheff­lenz orga­ni­sa­to­risch und wirt­schaft­lich nicht trag­bar.

Har­ry Wan­ser, Vor­sit­zen­der des MSC Scheff­lenz, erklärt: „Die­se Ent­schei­dung tut uns unglaub­lich weh. Wir haben in den ver­gan­ge­nen Wochen alles ver­sucht, um unse­re GCC-Ver­an­stal­tung mög­lich zu machen. Natür­lich neh­men wir die Inter­es­sen der Anwoh­ner und die behörd­li­chen Vor­ga­ben sehr ernst. Gleich­zei­tig gehört eine gewis­se Staub­ent­wick­lung bei tro­cke­nem Wet­ter zu unse­rem Sport dazu und lässt sich trotz inten­si­ver Bewäs­se­rung nicht voll­stän­dig ver­mei­den. Unter den aktu­el­len Auf­la­gen kön­nen wir das wirt­schaft­li­che Risi­ko eines mög­li­chen Renn­ab­bruchs nicht tra­gen. Sol­che Rah­men­be­din­gun­gen tref­fen unse­ren Ver­ein sehr hart und kön­nen auf Dau­er sogar die Exis­tenz unse­res Motor­sports in Scheff­lenz gefähr­den.“

Beson­ders bit­ter ist die Absa­ge auch des­halb, weil beim MSC Scheff­lenz bereits viel Arbeit in die Vor­be­rei­tung des Renn­wo­chen­en­des geflos­sen ist. Zahl­rei­che ehren­amt­li­che Hel­fer waren in die Pla­nun­gen ein­ge­bun­den und hat­ten sich auf das GCC-Wochen­en­de Anfang Sep­tem­ber vor­be­rei­tet.

Für alle bereits genann­ten Fah­rer gilt: Die bezahl­ten Start­gel­der für Scheff­lenz wer­den voll­stän­dig zurück­er­stat­tet.

Auch für die Meis­ter­schafts­wer­tung gibt es eine wich­ti­ge Rege­lung: Der aus­ge­fal­le­ne Lauf in Scheff­lenz wird nicht als Streich­ergeb­nis gewer­tet. Den Fah­rern ent­steht durch die Absa­ge somit kein ent­spre­chen­der Nach­teil in der Gesamt­wer­tung.

So ent­täu­schend die Situa­ti­on für alle Betei­lig­ten ist, rich­tet sich der Blick nun nach vor­ne. Denn bereits weni­ge Wochen spä­ter war­tet das gro­ße Sai­son­fi­na­le: Am 26. und 27. Sep­tem­ber 2026 fällt in Büh­ler­t­ann die Ent­schei­dung in der Deut­schen Cross Coun­try Meis­ter­schaft.

Nach der unfrei­wil­li­gen Pau­se heißt es des­halb für die gesam­te GCC-Fami­lie: vol­le Kon­zen­tra­ti­on auf Büh­ler­t­ann und ein gro­ßes gemein­sa­mes Fina­le der Sai­son 2026.

Foto: Baboons