Geflügelpest in einem Hausgeflügelbestand im Landkreis Roth ausgebrochen

von | 7. November 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Maß­nah­men im Nor­den des Land­krei­ses Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen not­wen­dig!

(red).Nach einem bestä­tig­ten Geflü­gel­pest-Aus­bruch am 31.10.2024 in einem Betrieb im Land­kreis Roth wird rund um den befal­le­nen Betrieb eine Über­wa­chungs­zo­ne (frü­her „Beob­ach­tungs­zo­ne“) fest­ge­legt, die sich auch auf Tei­le des nörd­li­chen Land­krei­ses Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen erstreckt. Die Über­wa­chungs­zo­ne umfasst im Gemein­de­be­reich Plein­feld die Orts­tei­le All­manns­dorf, Birk­lein, Erlings­dorf, Hein­zen­müh­le, Hohen­wei­ler, Stirn. Außer­dem ist die Gemein­de Abs­berg mit den Orts­tei­len Gries­buck, Kal­ben­stein­berg, Anger­berg, Fall­haus, Igels­bach, Schell­hof betrof­fen sowie im Gemein­de­be­reich Haun­dorf die Orts­tei­le Thier­hof, Gut­zen­müh­le, Neu­hof und Ober­erl­bach.

Die Hal­ter von Geflü­gel in der Über­wa­chungs­zo­ne sind ver­pflich­tet, ihre Tie­re ent­we­der in geschlos­se­nen Stäl­len unter­zu­brin­gen oder unter einer Vor­rich­tung, die aus einer über­ste­hen­den, nach oben gegen Ein­trä­ge gesi­cher­ten dich­ten Abde­ckung und einer gegen das Ein­drin­gen von Wild­vö­geln gesi­cher­ten Sei­ten­be­gren­zung bestehen muss.

Neben der Auf­stal­lungs­pflicht müs­sen fol­gen­de Hygie­ne- und Bio­si­cher­heits­maß­nah­men ein­ge­hal­ten wer­den: Gehal­te­ne Vögel, Fleisch von Geflü­gel und Feder­wild, Eier sowie von Geflü­gel und Feder­wild stam­men­de sons­ti­ge Erzeug­nis­se und tie­ri­sche Neben­pro­duk­te dür­fen weder in einen Bestand inner­halb die­ser Zone hin­ein noch her­aus­ge­bracht wer­den. Unter ande­rem müs­sen Stäl­le, Schutz­klei­dung und Trans­port­fahr­zeu­ge nach jedem Gebrauch gerei­nigt und des­in­fi­ziert wer­den. Außer­dem müs­sen die Zugän­ge zu den Stäl­len beson­ders gesi­chert wer­den. Zu ach­ten ist vor allem auch auf Ein­trags­we­ge wie kon­ta­mi­nier­tes Fut­ter, Was­ser oder ver­un­rei­nig­te Ein­streu und auf Gegen­stän­de wie Schuh­werk, Schub­kar­ren oder Fahr­zeu­ge. Hal­ter von klei­ne­ren Geflü­gel-Bestän­den bis ein­schließ­lich 100 Stück Geflü­gel sind ver­pflich­tet, ergän­zen­de Auf­zeich­nun­gen über die Anzahl der pro Werk­tag ver­en­de­ten Tie­re zu machen.

Eben­so ist für die Über­wa­chungs­zo­ne neben wei­te­ren Bestim­mun­gen fest­ge­legt, dass bestimm­te Tie­re und Erzeug­nis­se nicht in oder aus einem Bestand ver­bracht wer­den dür­fen. Für bestimm­te Maß­nah­men kann die Vete­ri­när­be­hör­de unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen jedoch Aus­nah­men geneh­mi­gen.

Ver­an­stal­tun­gen mit gehal­te­nen Vögeln, ins­be­son­de­re Geflü­gel­aus­stel­lun­gen, Geflü­gel­märk­te oder Ver­an­stal­tun­gen ähn­li­cher Art blei­ben zunächst ver­bo­ten.

Nähe­re Infos zu den in der Über­wa­chungs­zo­ne gel­ten­den Anord­nun­gen sind der ent­spre­chen­den All­ge­mein­ver­fü­gung zu ent­neh­men, die am 02.11.2024 im Amts­blatt erscheint oder unter www.landkreis-wug.de/gefluegelpest abruf­bar ist.

Auch für pri­va­te Geflü­gel­hal­ter besteht eine Mel­de­pflicht. Wer sei­ne Hüh­ner, Wach­teln, Puten, Gän­se oder Enten noch nicht ange­mel­det hat, kann das per E‑Mail an veterinaeramt.lra@landkreis-wug.de oder tele­fo­nisch unter 09141 902–272 nach­ho­len.

Das Land­rats­amt erin­nert in die­sem Zusam­men­hang noch ein­mal an die All­ge­mein­ver­fü­gung vom Juni 2023 (AZ 32–565‑9), in der ver­stärk­te Bio­si­cher­heits­maß­nah­men auch in klei­ne­ren Geflü­gel­be­trie­ben ange­ord­net wer­den.

Foto: Pix­a­bay