Geh aus mein Herz, und suche Freud.….

von | 13. Mai 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Öku­me­ni­sches Pil­gern am Sams­tag, 27.April 2024 von Suf­fers­heim nach Schern­feld

(red). Mit dem Lied von Paul Ger­hardt „Geh aus mein Herz, und suche Freud“ im Ohr, mach­ten sich 24 Pil­ger­wan­de­rer bei strah­len­dem Früh­lings­wet­ter von Suf­fers­heim nach Schern­feld auf den Weg. Sie folg­ten einer Ein­la­dung des Evan­ge­li­schen Bil­dungs­werks Jura-Alt­mühl­tal Hah­nen­kamm e.V. um den Öku­me­ni­schen Pil­ger­weg, in vier Etap­pen von Hei­den­heim nach Eich­stätt zu bewäl­ti­gen.

An die­sem Sams­tag ging es ca. 15 km auf der Etap­pe St.Gunthildis von Suf­fers­heim nach Schern­feld. Begin­nend in der ev. St.Michaelskirche in Suf­fers­heim, in der bis ins 17.Jahrhundert die angel­säch­si­sche Non­ne Gunt­hil­dis ihre Grab­le­ge hat­te, wur­de den Teil­neh­mern vom Wei­ßen­bur­ger Pil­ger­be­glei­ter Heinz Ottin­ger der his­to­ri­sche Weg näher erläu­tert und auch die Grü­ße der erkrank­ten geist­li­chen Lei­te­rin, Deka­nin Gott­wald Weber über­bracht. Nach einer kur­zen Medi­ta­ti­on mach­te sich die Pil­ger­grup­pe auf den Weg vom Lau­ben­tal über das lieb­li­che Rudert­s­tal, deren Namen schon im 9. Jahr­hun­dert in Schen­kungs­ur­kun­den der Köni­ge genannt wor­den sind. Der Weg führ­te dann wei­ter durch den Gra­fen­wald der Pap­pen­hei­mer zum nächs­ten his­to­ri­schen Ort, Sez­zi locum, den Treff­punkt der angel­säch­si­schen Glau­bens­bo­ten Wil­li­bald, Wuni­bald und Sola, der eben­falls in einer Schen­kungs­ur­kun­de, dies­mal von König Arnulf von Kärn­ten, genannt ist.

Seit 2016 steht am Grenz­punkt von Ober­bay­ern und Mit­tel­fran­ken, einst vom Eich­stät­ter Fürst­bi­schof und dem Pap­pen­hei­mer Gra­fen ein Denk­mal. Neben 3 Jur­aqua­dern, die sym­bo­lisch für die Glau­bens­bo­ten ste­hen, zeigt das Denk­mal noch ein Metall­kreuz, das fest im Boden ver­an­kert ist. Zei­chen dafür, dass die genann­ten Mis­sio­na­re den christ­li­chen Glau­ben durch Schaf­fung von Struk­tu­ren in unse­rer Hei­mat fes­ti­gen konn­ten. Nach so viel His­to­rie war dann eine
Mit­tags­pau­se fäl­lig. Gestärkt ging es dann ent­lang des Schern­fel­der Fors­tes und an duf­ten­den Raps­fel­dern vor­bei dem Ziel Schern­feld ent­ge­gen.

Bei einer gemüt­li­chen Ves­per im Gast­haus ließ man den Pil­ger­gang dann aus­klin­gen. Die nächs­te Etap­pe ist St. Wil­li­bald, dem ers­ten Eich­stät­ter Bischof (741–787) gewid­met und wird im Okto­ber von Schern­feld dann in die Bischofs­stadt füh­ren. Dort ange­kom­men wer­den, so ver­spro­chen, die Pil­ger vom Dom­ka­pi­tu­lar Rein­hard Kürz­in­ger im wie­der­eröff­ne­ten Dom emp­fan­gen wer­den.

Bild­un­ter­schrift: Öku­me­ni­sche Pil­ger­wan­de­rung;  Foto: Heinz Ottin­ger