Gemeinsam in die Pedale

von | 12. Februar 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Weißenburg

Rota­ry Club Wei­ßen­burg ermög­licht inklu­si­ves Fahr­ver­gnü­gen

Wei­ßen­burg — Ein strah­len­des Lächeln und der Wind im Gesicht – was für vie­le Men­schen eine Selbst­ver­ständ­lich­keit ist, wur­de nun für Kli­en­tin­nen und Kli­en­ten der Lebens­hil­fe Alt­mühl­fran­ken e. V. zu einem ganz beson­de­ren Erleb­nis. Dank der Spen­de des Rota­ry Clubs Wei­ßen­burg ver­fügt die Ein­rich­tung nun end­lich auch am Stand­ort in der Bor­ten­ma­cher­gas­se über das schon lang ersehn­te „Fun 2 Go“ Tan­dem-Bike, das Men­schen mit und ohne Behin­de­rung gemein­sam mobil macht.

Ein Mei­len­stein für die Teil­ha­be

Die Lebens­hil­fe Alt­mühl­fran­ken setzt sich bereits seit 1969 für ein selbst­be­stimm­tes Leben von Men­schen mit geis­ti­ger und/oder mehr­fa­cher Behin­de­rung in der Regi­on ein. Das neue Tan­dem-Bike ist ein Para­de­bei­spiel für geleb­te Inklu­si­on, ganz nach dem Leit­bild des Ver­eins: Men­schen mit Behin­de­rung als Berei­che­rung für die Gesell­schaft zu ver­ste­hen, die ein vol­les Recht auf Teil­ha­be haben.

Das Beson­de­re am „Fun 2 Go“ ist die par­al­le­le Sitz­po­si­ti­on. Anders als bei her­kömm­li­chen Tan­dems sit­zen Fah­rer und Bei­fah­rer neben­ein­an­der. Dies bie­tet ent­schei­den­de Vor­tei­le: Die Kom­mu­ni­ka­ti­on ist wäh­rend der Fahrt pro­blem­los mög­lich. Die Sicher­heit im Stra­ßen­ver­kehr, denn der Bei­fah­rer bleibt stets im Sicht­feld und Fokus des Fah­rers. Und zu guter Letzt die Anpass­bar­keit. Das
Rad lässt sich indi­vi­du­ell auf bei­na­he jedes Bedürf­nis und jede Ein­schrän­kung ein­stel­len und bie­tet ver­schie­de­ne Antriebs­sys­te­me für bei­de Per­so­nen.

Emo­tio­nen auf dem „Fun 2 Go“

Für eini­ge Kli­en­tin­nen und Kli­en­ten bedeu­te­te die­ses Gefährt eine Pre­mie­re der beson­de­ren Art. Unter dem Mot­to „inklu­si­ves Rad­fah­ren“ ermög­licht die Spen­de Erleb­nis­se, die zuvor uner­reich­bar schie­nen. So konn­te bei­spiels­wei­se ein Kli­ent im Alter von 58 Jah­ren zum aller ers­ten Mal das Gefühl des Fahr­rad­fah­rens genie­ßen. Ande­re freu­en sich dar­über, nach lan­ger Pau­se „end­lich wie­der“ in die Peda­le tre­ten zu kön­nen oder trotz Ein­schrän­kun­gen nicht mit dem Rad­fah­ren auf­hö­ren zu müs­sen.

Viel­sei­ti­ger Ein­satz im All­tag

Das Tan­dem wird zukünf­tig in vie­len Berei­chen der Lebens­hil­fe zum Ein­satz kom­men: Im Gemein­schaft­li­chen und Ambu­lan­ten Woh­nen für Aus­flü­ge und Besor­gun­gen, in der Senio­ren-Tages­stät­te zur För­de­rung der Mobi­li­tät im Alter, sowie in der Schu­le und der Heil­päd­ago­gi­schen Tages­stät­te (HPT) und natür­lich bei spe­zi­el­len Fahr­rad-Frei­zei­ten.

Sozia­le Hilfs­pro­jek­te seit 50 Jah­ren

Der Rota­ry Club Weis­sen­burg unter­stützt sozia­le Pro­jek­te in Wei­ßen­burg und Umge­bung aber auch in sozia­len Brenn­punk­ten in Euro­pa, wie im ehe­ma­li­gen, zer­fal­le­nen Jugo­sla­wi­en, in der Ukrai­ne und in Kenia/Afrika und wur­de vor 50 Jah­ren, 1976 gegrün­det, mit Dr. Zink als ers­tem Prä­si­den­ten. Mit die­ser Spen­de hat der Rota­ry Club Wei­ßen­burg unter sei­nem 50. Prä­si­den­ten Priv.-Doz. Dr. Klaus Burk­hardt schon ein ers­tes wich­ti­ges Ziel des „Rad up“ Pro­jek­tes die­ses rota­ri­schen Jah­res erreicht, einen wert­vol­len Bei­trag dazu, dass die Kli­en­tin­nen und Kli­en­ten der Lebens­hil­fe ein „leben­di­ges, offe­nes und bun­tes“ Leben füh­ren kön­nen. Es ist ein Rad, das wort­wört­lich bewegt.

Bild­un­ter­schrift: Auf dem Bild sind zu sehen: Rei­he ste­hend hin­ten von links nach rechts: Mar­tin Britz (Geschäfts­füh­rer Lebens­hil­fe Alt­mühl­fran­ken e.V.), Andrea Persch (Rota­ry Club Wei­ßen­burg), Mar­tin Nie­der­mey­er (Stellv. Lei­tung Ambu­lant Unter­stüt­zes ohnen), Die­ter Schö­ner (Rota­ry Club Wei­ßen­burg) Sit­zend auf dem Fahr­rad von links nach rechts: Rüdi­ger Schmidt (Bereichs­lei­tung Gemein­schaft­li­ches Woh­nen) und Priv.-Doz. Dr. Klaus Burk­hardt (Prä­si­dent Rota­ry Club Wei­ßen­burg). Foto: Rota­ry Club Wei­ßen­burg