Rotary Club Weißenburg ermöglicht inklusives Fahrvergnügen
Weißenburg — Ein strahlendes Lächeln und der Wind im Gesicht – was für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit ist, wurde nun für Klientinnen und Klienten der Lebenshilfe Altmühlfranken e. V. zu einem ganz besonderen Erlebnis. Dank der Spende des Rotary Clubs Weißenburg verfügt die Einrichtung nun endlich auch am Standort in der Bortenmachergasse über das schon lang ersehnte „Fun 2 Go“ Tandem-Bike, das Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam mobil macht.
Ein Meilenstein für die Teilhabe
Die Lebenshilfe Altmühlfranken setzt sich bereits seit 1969 für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit geistiger und/oder mehrfacher Behinderung in der Region ein. Das neue Tandem-Bike ist ein Paradebeispiel für gelebte Inklusion, ganz nach dem Leitbild des Vereins: Menschen mit Behinderung als Bereicherung für die Gesellschaft zu verstehen, die ein volles Recht auf Teilhabe haben.
Das Besondere am „Fun 2 Go“ ist die parallele Sitzposition. Anders als bei herkömmlichen Tandems sitzen Fahrer und Beifahrer nebeneinander. Dies bietet entscheidende Vorteile: Die Kommunikation ist während der Fahrt problemlos möglich. Die Sicherheit im Straßenverkehr, denn der Beifahrer bleibt stets im Sichtfeld und Fokus des Fahrers. Und zu guter Letzt die Anpassbarkeit. Das
Rad lässt sich individuell auf beinahe jedes Bedürfnis und jede Einschränkung einstellen und bietet verschiedene Antriebssysteme für beide Personen.
Emotionen auf dem „Fun 2 Go“
Für einige Klientinnen und Klienten bedeutete dieses Gefährt eine Premiere der besonderen Art. Unter dem Motto „inklusives Radfahren“ ermöglicht die Spende Erlebnisse, die zuvor unerreichbar schienen. So konnte beispielsweise ein Klient im Alter von 58 Jahren zum aller ersten Mal das Gefühl des Fahrradfahrens genießen. Andere freuen sich darüber, nach langer Pause „endlich wieder“ in die Pedale treten zu können oder trotz Einschränkungen nicht mit dem Radfahren aufhören zu müssen.
Vielseitiger Einsatz im Alltag
Das Tandem wird zukünftig in vielen Bereichen der Lebenshilfe zum Einsatz kommen: Im Gemeinschaftlichen und Ambulanten Wohnen für Ausflüge und Besorgungen, in der Senioren-Tagesstätte zur Förderung der Mobilität im Alter, sowie in der Schule und der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) und natürlich bei speziellen Fahrrad-Freizeiten.
Soziale Hilfsprojekte seit 50 Jahren
Der Rotary Club Weissenburg unterstützt soziale Projekte in Weißenburg und Umgebung aber auch in sozialen Brennpunkten in Europa, wie im ehemaligen, zerfallenen Jugoslawien, in der Ukraine und in Kenia/Afrika und wurde vor 50 Jahren, 1976 gegründet, mit Dr. Zink als erstem Präsidenten. Mit dieser Spende hat der Rotary Club Weißenburg unter seinem 50. Präsidenten Priv.-Doz. Dr. Klaus Burkhardt schon ein erstes wichtiges Ziel des „Rad up“ Projektes dieses rotarischen Jahres erreicht, einen wertvollen Beitrag dazu, dass die Klientinnen und Klienten der Lebenshilfe ein „lebendiges, offenes und buntes“ Leben führen können. Es ist ein Rad, das wortwörtlich bewegt.
Bildunterschrift: Auf dem Bild sind zu sehen: Reihe stehend hinten von links nach rechts: Martin Britz (Geschäftsführer Lebenshilfe Altmühlfranken e.V.), Andrea Persch (Rotary Club Weißenburg), Martin Niedermeyer (Stellv. Leitung Ambulant Unterstützes ohnen), Dieter Schöner (Rotary Club Weißenburg) Sitzend auf dem Fahrrad von links nach rechts: Rüdiger Schmidt (Bereichsleitung Gemeinschaftliches Wohnen) und Priv.-Doz. Dr. Klaus Burkhardt (Präsident Rotary Club Weißenburg). Foto: Rotary Club Weißenburg


