Gunzenhäuser Seniorenbeirat – Erfolgreiche Informationsveranstaltung zum Thema „Polizeiprävention“

von | 19. März 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gun­zen­hau­sen (red). Es ver­geht kaum ein Tag, an dem wir nicht vom Enkel-Trick hören, über Schock­an­ru­fe lesen oder vor unlau­te­ren Gewinn­spie­len am Tele­fon gewarnt wer­den. Davon betrof­fen sind häu­fig Älte­re, manch­mal auch hilf­lo­se Per­so­nen. Hand aufs Herz: Hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand wun­dern wir uns doch immer wie­der über die Leicht­gläu­big­keit der betrof­fe­nen Senio­rin­nen und Senio­ren. Ein­ge­ste­hen wol­len wir uns nicht, dass es am Ende auch uns tref­fen kann, denn die Kri­mi­nel­len sind meist gewief­te und mit allen Was­sern gewa­sche­ne Pro­fis. Sie über­rum­peln die ahnungs­lo­sen Ange­ru­fe­nen und über­neh­men mit diver­sen Tricks die Kon­trol­le über die Gesprä­che. Leicht­gläu­bi­ge wer­den auf die­se Wei­se psy­chisch und zeit­lich unter mas­si­ven Druck gesetzt, am Ende ist häu­fig viel Geld weg und – was oft noch schlim­mer ist – das Ver­trau­en in Mit­men­schen nach­hal­tig gestört. Der Senio­ren­bei­rat der Stadt Gun­zen­hau­sen hat sich die­sem wich­ti­gen The­men­kom­plex ange­nom­men und für älte­re Men­schen ab 60 Jah­ren in Zusam­men­ar­beit mit der vhs-Gun­zen­hau­sen eine kos­ten­lo­se „Poli­zei­prä­ven­ti­on – Siche­res Ver­hal­ten am Tele­fon“ ange­bo­ten.

Als Exper­ten mit gro­ßer Pra­xis­er­fah­rung hat­te der Senio­ren­bei­rat Kri­mi­nal­haupt­kom­mis­sar Armin Knorr vom Poli­zei­prä­si­di­um Mit­tel­fran­ken gewin­nen kön­nen. Er berich­te­te im Burk­hard-von-Secken­dorff Heim von sei­ner täg­li­chen Arbeit und führ­te zahl­rei­che, span­nen­de Bei­spie­le an. Eini­ge der rund 30 zuhö­ren­den Senio­rin­nen und Senio­ren konn­ten sei­ne Aus­füh­run­gen bestä­ti­gen, waren sie teil­wei­se doch selbst schon Opfer sol­cher Anru­fe gewor­den. Ein nächs­tes Mal soll es aber nicht geben, Armin Knorr gab wich­ti­ge Tipps und Tricks zur Vor­be­rei­tung und Prä­ven­ti­on mit an die Hand. So soll­ten nie­mals sen­si­ble Daten wie Pass­wör­ter oder Bank­kar­ten-PINs an Drit­te wei­ter­ge­ge­ben wer­den. Auch tele­fo­ni­sche Aus­künf­te über Geld oder Wert­ge­gen­stän­de, die zu Hau­se auf­be­wahrt wer­den, soll­ten ver­mie­den wer­den. Wer miss­trau­isch ist, hat gute Chan­cen, sich gegen einen „Enkel-Trick“-Versuch erfolg­reich zur Wehr zu set­zen. Die­ser ist übri­gens kein neu­es Phä­no­men. Armin Knorr tippt dar­auf, dass es die Betrugs­ma­sche schon mehr als zwan­zig Jah­re gibt.

Jeder Betrug soll­te ange­zeigt wer­den, denn nur so kann den Kri­mi­nel­len auch das Hand­werk gelegt wer­den. Opfer müs­sen sich wirk­lich nicht schä­men, auf die mit allen Was­sern gewa­sche­nen Trick­be­trü­gern kann jeder rein­fal­len. Durch ein Bewusst­sein für sol­che Situa­tio­nen kön­nen sich Älte­re aller­dings schüt­zen.

Am Ende waren sich die Besu­che­rin­nen und Besu­cher einig: Sol­che Ver­an­stal­tun­gen soll­te es häu­fi­ger und regel­mä­ßig geben. Vor­sicht ist bekannt­lich bes­ser als Nach­sicht und im Ernst­fall bleibt kei­ne Zeit, um sich zu infor­mie­ren und erst dann zu Han­deln.

Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen zum Senio­ren­bei­rat der Stadt Gun­zen­hau­sen erhal­ten Sie auf der Inter­net­sei­te www.gunzenhausen.de/seniorenbeirat.html. Falls Sie Fra­gen haben, kön­nen Sie sich ger­ne per E‑Mail an seniorenbeirat@gremien.gunzenhausen.de an die Senio­ren­bei­rä­tin­nen und Senio­ren­bei­rä­te wen­den.

Bild­un­ter­schrift: Kri­mi­nal­haupt­kom­mis­sar Armin Knorr berich­te­te im Burk­hard-von-Secken­dorff Heim über die Masche von anru­fen­den Betrü­ge­rin­nen und Betrü­gern. Foto: Stadt Gunzenhausen/Teresa Bis­wan­ger